Die Fahrer des RSV Unna mischen den internationalen Radsport auf

Justin Wolf mit grandiosem Debüt im Nationalteam

Frankfurt(Oder)/Luxemburg - Die Fahrer des RSV Unna lassen es krachen, und machen weiter international auf sich aufmerksam. Am vergangenen Wochenende gelang dieses Justin Wolf, Aaron Grosser und Felix Happke bei der Oderrundfahrt und Jon Knolle beim Grand Prix General Patton in Luxemburg.

 

Justin Wolf wird dabei immer mehr zur Überraschung und Aufsteiger der Saison. Die 38. internationale Oderrundfahrt beendete er bei seinem ersten Einsatz im Nationaltrikot nach fünf Etappen als Gesamt-Zweiter!

In der Vorbesprechung machte Bundestrainer Sven Meier deutlich, dass Justin Wolf, gemeinsam mit Leif Lampater, die Fahrer des Teams für die Gesamtwertung sein sollten. „Ich war überrascht, dass man mir dieses bei meinem ersten Einsatz zutraute“, sagte Wolf nach der Rundfahrt.

 

Die erste Etappe führte die Fahrer über 75 Km auf einem flachen Kurs durch die Innenstadt von Frankfurt Oder. Hier setzte das Nationalteam von Anfang an auf einen Sprint. Entprechend kontrollierte man das Feld und ließ Ausreisser nicht weit enteilen. Die letzten 800m führte Justin Wolf, mit den BDR-Sprintern Beyer und Geßner am Hinterrad, das gesamte Feld mit hohem Tempo Richtung Ziel. Beyer und Geßner belegten Platz 2 und 3, während Wolf als 8. ins Ziel rollte.

 

Die Zweite Etappe führte auf 159 Km über einen Rundkurs mit einem 3km langen Anstieg. „Hier sollte ich mich zurückhalten, um für das anstehende Einzelzeitfahren nicht zu viel Kraft zu vergeuden.“ Gemeinsam mit dem Team Heizomat kontrollierte die Nationalmannschaft das Rennen. Auf der letzten Runde führte Wolf seine Sprinter nach vorne, wo Beyer und Geßner dann mit Platz 1 und 2 die Ernte einfuhren. Stark in diesem Sprint auch Aaron Grosser, der mit Felix Happke mit dem Team Sauerland NRW am Rennen teil nahm. Grosser wurde hinter den beiden Nationalfahrern für einen starken Sprint mit Platz 3 belohnt. Felix Happke kam hier auf einen guten 10. Platz.

 

Während Wolf am dritten Tag vormittags im Zeitfahren Platz 6 belegte, sollte er am Nachmittag den Grundstein für die Gesamtwertung legen. Nachdem sich 10 Fahrer aus dem Feld gelöst hatten setzte Wolf später alleine nach und konnte zur Gruppe aufschließen. Das Tempo wurde immer weiter angezogen, so dass die Gruppe am Ende auf 6 Fahrer reduziert war. Mit zweieinhalb Minuten Vorsprung kam Wolf als 4. ins Ziel. Damit stand er vor der letzten Etappe auf Platz 2 der Gesamtwertung.

Ich war vor der letzten Etappe schon ganz schön nervös.“ Nach 151 Km ging es dann zum letzten mal den 1000m langen und mit bis zu 17% steilen Schlussanstieg hoch. Während Justin Wolf Platz 14 reichte um seinen zweiten Platz zu verteidigen, fuhr Aaron Grosser nochmals einen starken Sprint und wurde Etappen-4.

 

Der Bundestrainer hat mir zum Abschluss gratuliert und mir mitgeteilt, dass wir uns noch häufiger sehen werden und er sich darauf freut. Ich muss mich jetzt nach knapp 500 Rennkilometern in vier Tagen erst einmal erholen.“ Das hat er sich auch wahrlich verdient, wie wir finden.


Jon Knolle mit Nationalmannschaft in Luxemburg

Mit der Junioren-Nationalmannschaft ging Jon Knolle in Luxemburg beim Nationencup mit 18 Nationalmannschaften an den Start.

Auf der ersten Etappe über 102 Kilometer standen vier harte Bergwertungen an! Direkt nach dem Start löste sich Knolle mit sechs weiteren Fahrern aus dem Feld. Auf den ersten 50 Kilometern konnte die Gruppe den Vorsprung Stück für Stück ausbauen. Dann das große Pech für die Gruppe: „Am Beginn der zweiten Bergwertung wurden wir fehl geleitet. Damit verloren wir knapp 30 Sekunden. Unser Rhythmus war gestört, die Moral angeknackst, so dass das Feld bald aufschließen konnte.“ Bei der harten Etappe kamen lediglich 40 der 110 gestarteten Fahrer in der Spitze an. Knolle wurde am Ende mit Platz 27 nicht für seinen Einsatz belohnt.

 

Am zweiten Tag stand ein schwerer Rundkurs von 18 Kilometern, der sechsmal zu fahren war, auf dem Plan. Bereits in der zweite Runde setzte sich der deutsche Nationalfahrer Leon Heinschke ab. Knolle und seine Kollegen wehrten im Haupftfeld alle Angriffe ab, so dass Heinschke am Ende zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel retten konnte. Jon Knolle war auch an diesem Tag das Glück nicht hold. „Im mit 18% steilsten Anstieg stürzte in der letzten Runde ein Fahrer vor mir. Ich musste ausklicken und kam nicht sofort an ihm vorbei. Damit verlor ich den Kontakt zum Feld.“

 

Ich habe mich gut gefühlt, leider aber etwas Pech gehabt. In zwei Wochen starte ich bei der Niedersachsen-Rundfahrt. Ob ich danach dann in die Vorbereitung auf die EM oder WM genommen werde ist noch ungewiss. Auf jedenfall habe ich das erste Mal die Chance, bei einer internationalen Meisterschaft zu starten“, so das Fazit von Jon Knolle.