Quartiersmanager Wolfgang Bille kümmert sich ab sofort um die Werner Innenstadt

Wernes Wirtschaftsförderin, Carolin Brautlecht, und der neue Quartiersmanager Wolfgang Bille

Werne – Die Ärmel sind hochgekrempelt, der Blick geschärft … dann kann es ja los gehen! Seit heute befindet sich Wolfgang Bille im Amt des „Quartiersmanagers“, und kümmert sich ab sofort um die Aufenthaltsqualität in der Werner Innenstadt.

Quartiersmanager“ klingt ja doch ein wenig kompliziert, obwohl es das gar nicht ist. Quartier ist die Innenstadt, und der Manager organisiert – fertig aus. Wolfgang Bille kümmert sich. Und darum sagen wir auch ganz lapidar: Stadtkümmerer!

Zu seinen Aufgaben zählt z.B. das Thema Leerstände. Es gibt zur Zeit um die 12 – 13 leerstehende Lokalitäten, die es zu vermitteln gilt. Vermeintlich einfacher sieht es da mit diversen – na sagen wir mal - vernachlässigte Stellen der Stadt aus. In der „Guten Stube“ von Werne soll der Bürger sich ja wohl fühlen. So soll die Innenstadt mit ihrem historischen Stadtkern gestärkt werden und einer drohenden negativen Entwicklung entgegengewirkt werden, damit sich Besucher aus anderen Städten ebenfalls wohl fühlen. Denn eine „Geisterstadt“, wie sie schon mal Samstags zu erleben ist, wirkt nicht besonders einladend … Aber darum wird sich ja nun gekümmert.

 

Mir geht es darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern – das Potential ist ja da“, sagte Wolfgang Bille bei der Vorstellung durch Wernes Wirtschaftförderin und Geschäftsführerin der Werne Marketing GmbH, Carolin Brautlecht.

 

Er kennt „sein“ Werne, wie seine „Hemdtasche“. Und man kennt IHN! Bille engagiert sich bei den Lions Werne in Westfalen, ist Mitglied des Kirchenvorstands St. Christophorus – und vor allem: Er kommt aus Werne!

 

Der 53-jährige Architekt lebt in Stockum, und er hat schon berufsbedingt ein Gespür für die Architektur der Stadt. Und auch der „Angstgegner“ einer Stadt … die denkmalgeschützten Bauwerke, sowie die Leerstände … das macht ihm keine Angst! Eher im Gegenteil: „Gerade weil ich aus Werne komme, freue ich mich ganz besonders auf die Aufgaben. Ich möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen, die Dinge gemeinsam anpacken, und mit ihnen an der Zukunft unserer Innenstadt arbeiten“, so Bille. „Werne ist Mehrwert - Werne hat Potential“ machte er noch einmal klar deutlich.

 

Ähnlich souverän hat Wolfgang Bille sich wohl auch gegen andere Bewerber durchgesetzt. Nun gut, es ist so gesehen ja auch kein Vollzeit-Job. So 14 Wochenstunden sind angesetzt, und finanziert wird das Projekt mit einer Laufzeit von vier Jahren mit Mitteln der Städtebauförderung des Landes NRW. Rund 160.000 €uro Kosten entstehen in dieser Zeit und werden zu 70% vom Land gefördert – Der Rest wird von der Stadt Werne dazu geschustert.

 

Man darf da jetzt keine Wunderdinge erwarten. „Ich fange ja bei Null an und versuche erst mal, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Projekte zu entwickeln und für eine optische Aufwertung unserer Innenstadt zu sorgen“, sagte Bille – Und er fügte hinzu:“Ich werde mein Kompetenzgebiet abstecken, und einige Gespräche führen, damit diverse Missstände möglichst schnell behoben werden können“. Es gibt auch schon erste Ansatzpunkte, die Bille angehen möchte. Da handelt es sich um so Dinge, wie z.B. einem verschwundenem Ziegenhorn … den drei verschwundenen Bänken am Roggenmarkt, und auch erste pflegebedürftige Blumenbeete hat er bereits entdeckt.

 

Damit die Innenstadtbesucher aber auch genauer auf Entdeckungsreise gehen können, möchte der Kümmerer auch bald schon mehr- und besser auf die Stolpersteine hinweisen, die manchmal schwer zu finden sind … wenn man nicht gerade darüber stolpert.

 

Wolfgang Bille kümmert sich – aber ihr könnt ihm helfen!

 

Wolfgang Bille ist jetzt sicher nicht der Meckerbriefkasten der Stadt! Natürlich könnt ihr den „Stadtkümmerer“ auf Schmuddelecken hinweisen, oder mit kreativen Ideen unterstützen … ABER, und das sagte Carolin Brautlecht in aller Deutlichkeit: „Bevor man sich über Schmuddelecken beschwert, sollte man nachdenken, ob man vielleicht evtl. selbst etwas dagegen tun kann“.

 

Bis „Kümmerer“ Wolfgang Bille in seinem eigenen „Quartiersmanager-Büro“ anzutreffen ist, dauert es noch etwas. Vermutlich bis zum Frühjahr 2018. Irgendwie passend zum Thema zieht er dann in das denkmalgeschützte Haus in der Bonenstraße 8, das zur Zeit saniert wird. Aber dann wird Bille zwei mal pro Woche für die Sorgen und Nöte – aber auch für die Ideen der Bürger da sein – und sich kümmern.

 

Ihr könnt aber jetzt schon jederzeit schreiben. Per E-Mail könnt ihr ab sofort Kontakt mit Wolfgang Bille aufnehmen. Schreibt an w.bille@werne.de – und euer Kummer wird erhört.