RSV Unna wieder stark unterwegs – Heßmann träumt von Olympia 2024

Franzi Koch mit starkem Einstand bei der Mountainbike EM

Franzi Koch vom RSV Unna startete mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Europa-meisterschaft im MTB im italienischen Darfo Boario Terme. Am Ende standen bei ihr Platz vier im Teamwettbewerb und ein herausragender Platz 6 im Einzelrennen zu Buche.

 

Bereits am ersten Tag fanden die Team-wettbewerbe statt. Jeweils ein Fahrer aus den Klassen der U19/U23 und Männer, sowie Frauen der U19 und Frauen Elite gingen im Staffelwettbewerb an den Start. „Wir wussten schon vorher, dass alle einen optimalen Tag erwischen mussten“, so Bundestrainer Peter Schaupp. „Ich habe ein paar Fehler gemacht, die Zeit und Kraft gekostet haben. Tut mir leid, dass ich dem Team nicht besser helfen konnte“ so Franzi Koch nach ihrem ersten Teamwettbewerb. Am Ende fehlten dem deutschen Team 35 Sekunden auf den Dritten Italien und die Bronzemedaille.

 

Mit einem Tag Pause ging es dann in den Einzelwettbewerb der Juniorinnen. „Ich kam recht gut aus dem Start und konnte auch vorne in den Berg gehen“, so Franzi nach dem Rennen. „Die technisch anspruchsvolle Strecke bereitete mir keine Probleme. Bergauf konnte ich auch das Tempo der anderen mitgehen“. Die österreichische Meisterin Stigger, die französische Meisterin Lecomte und die dänische Meisterin Bohe setzten sich früh ab. Franzi konnte in einer Gruppe mit der Schweizer Meisterin Grod und der italienischen Meisterin Tovo fahren. „In der letzten Runde konnte ich am Berg noch einmal attackieren und mich auf Platz fünf vorschieben. Bergab verlor ich dann aber wieder Zeit. Mit Platz 6 bin ich sehr zufrieden. Mehr ging nicht“, so das Fazit der Fahrerin vom RSV Unna nach ihrer ersten MTB Europameisterschaft. Es siegte Laura Stigger vor Loana Lecomte und Caroline Bohe.


Kämpferischer Jon Knolle bei der Niedersachsen-Rundfahrt

 

Jon Knolle wollte sich bei der internationalen Niedersachsen-Rundfahrt noch einmal beim Bundestrainer für die anstehende Junioren-WM ins Gespräch bringen. Entsprechend engagiert ging er die vier Etappen an drei Tagen an.

 

Eigentlich wollte ich die erste Etappe über 66 km zurückhaltend angehen, um Kräfte für das Zeitfahren am zweiten Tage zu sparen. Dann bin ich doch einige Male in Ausreißergruppen gesprungen. Leider sind wir nicht weggekommen“. Zum Ende des Rennens konnte sich dann doch noch eine Gruppe absetzen. Mit Platz 1 bis 3 begannen hier schon die norwegischen Feiertage. Alle zu vergebenen Trikots fanden sich auf den Schultern der norwegischen Nationalmannschaft.

 

Am zweiten Tag stand vormittags ein 10,5 Km langes Zeitfahren auf dem Programm. Der wellige Wendekurs und der starke Wind machten es für alle Fahrer schwer. „Ich hatte mir hier einen Platz unter den ersten 10 vorgenommen. Am Ende war es leider nur der 15. mit 32 Sekunden Rückstand. Das bedeutete dann, dass ich bereits 1:05 Minuten Rückstand auf den führenden Norweger Leknessund hatte“.

 

Die dritte Etappe führte die Fahrer dann am Nachmittag über verregnete 97 Km rund um Osnabrück-Wallenhorst. „Ich hatte ein gutes Gefühl und habe mehrfach versucht wegzukommen. Die Norweger haben aber alles kontrolliert und ließen niemanden mehr als ein paar Sekunden wegkommen“. So kam es im geschlossenen Feld zum Sprint, aus dem sich Jon heraushielt.

 

Am Sonntag stand dann die mit 114 km längste Etappe an. Der Kurs war selektiv und zeigte längere Anstiege auf. „Ich habe es immer wieder versucht. Einige Male hatten wir auch bis zu 30 Sekunden Vorsprung. In der letzten Runde bin ich mit sieben weiteren Fahrern davon gekommen. Mit dabei waren die führenden Norweger und Vize-Weltmeister Niklas Märkl. Es lief richtig gut, dann aber bremsten die Norweger die Gruppe immer wieder aus. Es war total ärgerlich. Einen Kilometer vor dem Ziel wurden wir dann wieder eingeholt –nichts war es mit einer Verbesserung im Gesamtklassement“.

 

Ein Jahr nach seinem Einstieg mit der deutschen Nationalmannschaft bei dieser Rundfahrt war Jon dennoch nicht unzufrieden. „Jetzt fliege ich eine Woche nach Teneriffa und werde mich dort erholen und trainieren. Mal sehen, was die Saison dann noch bringt“.

 


Heßmann mit starker Leistung bei den Olympischen Jugendspielen

 

Nach dem Gewinn der Silbermedaille ging es für Michel bei den EYOF noch im Straßenrennen um ein gutes Ergebnis. Das 73 km lange Straßenrennen war von Hektik, Regen und vielen Stürzen geprägt. Bereits nach sieben Kilometern erwischte es Henri Uhlig, der danach ausschied. Mit Unterstützung von Michel Heßmann konnte sich Henry Wilksch mit einem Tschechen absetzen. Später schlossen drei Russen und ein Italiener zur Spitze auf. Während Michel hinten versuchte das Feld mit den Italienern zu kontrollieren, wurde es vorne richtig schnell. Acht Kilometer vor dem Ziel konnte Wilksch dem Tempo nicht mehr folgen. „Als ich hinten mitbekam, dass Henry nicht mehr in der Spitze war, war es für mich schon zu spät noch etwas zu probieren. Immerhin ging es dann noch darum, seinen fünften Platz zu sichern. Am Ende habe ich mich aus dem Spurt herausgehalten. Die Fahrweise Einiger war schon nicht mehr schön“, so Michel nach dem Rennen. Wilksch landete am Ende auf dem 6. Platz.

 

In den Folgetagen sind wird dann viel an verschiedenen Wettkampfstätten unterwegs gewesen. Es war toll und hat richtig Spaß gemacht. Natürlich sind wir auch bei den Kanuten gewesen. Die haben richtig viele Medaillen abgeräumt. Insgesamt war es eine richtig tolle Erfahrung. Olympia 2024 ist ein großes Ziel, jetzt noch mehr als zuvor“.

 


Becker, Wolf und Grosser mit starkem Auftritt in Bochum

Wolf 3. v.l.

Charlotte Becker trat beim Giro in Bochum in die Pedale. Im international stark besetzten Frauenrennen beäugten sich die Favoritinnen das gesamte Rennen über. Dennoch wurde den knapp 20 Tsd. Zuschauern ein richtig schnelles und interessantes Frauenrennen geboten. Am Ende sprintete Charlotte Becker auf einen tollen 4. Platz, knapp am Treppchen vorbei.

 

 

 

Im Rennen der Männer Elite gingen neben den Fahrern vom RSV Unna, Justin Wolf, Aaron Grosser und Felix Happke auch die Tour de France Starter Marcel Kittel, Markus Burghard und Christian Knees an den Start.

Bereits nach einer von 50 Runden bildete sich eine vierköpfige Spitzengruppe. „Ich bin ziemlich weit hinten gestartet. Als ich in der zweiten Runden gesehen habe, dass sich einige abgesetzt hatten, bin ich nach vorne gefahren. Ich habe mich dann entschlossen nachzusetzen. Das war schon extrem schwer, die Lücke noch zu schließen. Nach knapp zwei Kilometern konnte ich endlich aufschließen“, so Justin Wolf nach dem Rennen. Der Vorsprung der Gruppe um Wolf und den deutschen Meister Markus Burghard konnte sich immer weiter absetzen und nach der Hälfte des Rennens zum Feld aufschließen.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits eine neue Gruppe abgesetzt. Mit darin Marcel Kittel und Aaron Grosser. Letzterer fuhr ein starkes Rennen. Während Kittel das Tempo in der Gruppe nicht halten konnte, fuhr Grosser mit den anderen Fahrern weiter und konnte den Rundengewinn vollziehen. Als der Rundengewinn vollzogen war kam die Defekthexe bei Grosser. Ein Platten am Hinterrad machte ein Fahren auf der Felge unmöglich. Wie bei der Tour de France wechselte Grosser das Rad mit seinem Teamkollegen Schweizer und spurtete im Finale auf einen starken sechsten Platz. Dann der Schock: Aaron tauchte im Ergebnis nicht auf. Die Jury hatte ihn wegen des Radwechsels disqualifiziert und aus der Wertung genommen. Das was bei der Tour erlaubt ist, gilt leider nicht für Rennen wie in Bochum. Die Statuten des nationalen und internationalen Radsports sind so undurchsichtig, dass dies einfach wahnsinnig ärgerlich ist. Aaron war wahnsinnig enttäuscht und zu keiner Stellungnahme bereit. Da haben wir auch vollstes Verständnis für!


Straßen EM in Herning (Dänemark)

 

Am Donnerstag starten Aaron Grosser und Charlotte Becker nach Herning. Sie starten dort für den BDR bei den Straßeneuropameisterschaften. Becker wird im Einzelzeitfahren und Straßenrennen an den Start gehen. Aaron wird auf dem flachen Kurs in Dänemark im Straßenrennen die Möglichkeit haben, seinen Frust aus Bochum abzubauen.