Supercup – Software-Update nach Bayern-Sieg für Videobeweis nötig

Dortmund – Ja guck, klappt doch wunderbar^^ Da gibt es jetzt schon so tolle Sachen, wie die Torlinientechnik „Hawk-Eye“ oder eben den Video-Beweis, der beim gestrigen Supercup seine Premiere im deutschen Fußball feierte … mit mäßigem Erfolg, sagen wir mal.

 

Kurz zum Spiel: Der BVB, wie auch der FC Bayern boten ein nettes Fußballspielchen. Besonders die Bayern zeigten da ein anderes Gesicht, wie noch vor ein paar Tagen beim Audi-Cup, wo sie immerhin vierter wurden … von vier Teams^^

 

Es ging von Anfang an gut zur Sache, und Pulisic meinte dann in der 12. Minute, dass es mal langsam Zeit für ein Tor wird. Gesagt – getan … 1 : 0 für den BVB.

Nur sechs Minuten später glich Robert Lewandowski aus … oder auch nicht … aber dann eigentlich doch. Es sah stark nach Abseits aus, und da dachte man sich, „och komm, nehmen wir doch mal den Video-Beweis. Aber Pustekuchen! Die Technik war im Eimer. Also entschied Schiedsrichter Felix Zwayer so richtig oldschool – und zwar auf Tor.

Es dauerte eine Weile, bis Pierre-Emerick Aubameyang in der 71. Minute den BVB dann erneut in Führung brachte.

In der 88. Minute geriet der Ball nach einem fürchterlichem Gewurschtel im Dortmunder Strafraum dann doch noch irgendwie im Tor … Zack – 2 : 2 durch BVB-Torhüter Roman Bürki (auch da gab es den Videobeweis - warum auch immer).

Es kam zum Elfmeterschießen, das der FC Bayern für sich entschied. Mit 7 :6 gewann der FC Bayern dann letztendlich das Spiel um den Supercup und ist damit nun auch noch Supercup-Rekordsieger.


Unser Fazit: Auch mit Video-Beweis gibt es noch genug Gründe, am Stammtisch das Spiel fach-gerecht zu zerlegen – allen Unkenrufen zum Trotz!


Aber wie konnte die Video-Panne passieren? Hier die Stellungnahme von DFL und DFB:

 

Erster Einsatz des Video-Assistenten beim Supercup

 

Leider lagen die kalibrierten Linien, die dem Video-Assistenten normalerweise bei Abseitsentscheidungen vorliegen und ihn unterstützen, aufgrund technischer Probleme in der ersten Halbzeit des Supercups Borussia Dortmund gegen FC Bayern München am Samstag noch nicht vor. Deshalb konnten sie auch nicht den TV-Partnern zur Verfügung gestellt werden.

Nach Studium aller zur Verfügung stehender Kamerapositionen, inklusive Standbilder, hat Video-Assistent Tobias Stieler entschieden, dass vor dem Münchener 1:1 keine Abseitsstellung vorlag, und es somit richtigerweise keinen Anlass für sein Einschreiten gab.

 

Bis zum Start der Bundesliga 2017/18 am 18. August sollen die aufgetretenen technischen Probleme behoben sein.


 

Nun gut – ein paar Tage sind es ja noch bis zum Bundesligastart … bis dahin sollte das Software-Update durchgelaufen sein, alle Eier aus den Regalen raus und Schiri Zwayer legt sein Schiedsrichter-Mandat nieder – und spielt ab sofort für den FC Bayern … oder so.