Franziska Koch im Weltcup knapp am Podium vorbei

Basel – Podium verbaselt und dennoch zufrieden. So könnte man es kurz zusammen fassen. Aber wir machen es dann doch etwas ausführlicher:

Basel war die letzte Station der Mountainbiker im Weltcup vor den Weltmeisterschaften in Australien. Mit der deutschen Nationalmannschaft am Start war Franzi Koch vom RSV Unna. Am Ende belegte sie den undankbaren 4. Platz.

Nach den Europameisterschaften in Italien habe ich erst einmal eine Woche ruhiger gearbeitet und mich erholt. Danach ging es dann mit der Nationalmannschaft nach Freiburg ins Trainingslager. Hier haben wir bei kühlen Temperaturen und Regen sehr hart im Berg trainiert“, so Franzi vor dem Weltcup in Basel. Das Rennen sollte noch einmal eine letzte große Belastung für die Fahrerinnen sein.

 

Die Runde entsprach nicht den bisherigen Cross Country Standards da sie sehr flach, wenig technisch war und nur wenig Höhenmeter zu bewältigen waren“... Gleich am Start ging es wie immer im Sprinttempo los. Die deutschen Fahrerinnen um die deutsche Meisterin Franzi Koch setzten sich von Beginn an in der Spitze fest. Gemeinsam mit der österreichischen Europameisterin Laura Stigger bestimmten sie das Tempo.

 

Auf Grund der Streckenführung bildeten sich im Rennen größere Gruppen und ein taktisches Vorgehen war gefragt. Nach 3 Runden entstand eine 6er Führungsgruppe mit allen drei deutschen Nationalfahrerinnen. Die Gruppe zog sich zwar am Berg jedes Mal auseinander, lief aber im Flachen wieder zusammen. In der vorletzten Runde gelang es Laura Stigger und Ronja Eibel sich von der Gruppe knapp abzusetzen. Mit nur einem kurzen Abstand folgte ich zusammen mit meiner Teamkollegin Leonie Daubermann. Zusammen versuchten wir das kleine Loch zu schließen, allerdings erfolglos. Auf der Zielgeraden ging es dann für uns um Platz 3. Ich habe den Spurt zu früh angezogen, so dass Leonie noch vorbei fuhr und das bessere Ende für sich hatte“, so eine zufriedene Franzi Koch nach ihrem starken Auftritt.

 

Am kommenden Dienstag fliegt Franzi mit der Nationalmannschaft ins australische Caims zur MTB WM. Eine Woche hat sie dann Zeit sich auf das Klima und die Zeitumstellung einzustellen, bevor am 07.09.2017 ihr erstes Rennen bei einer WM startet. Wir drücken der Nationalmannschaft natürlich die Daumen.


RSV Unna dominiert in Aachen-Stolberg - Siege für Schmitt, Voß und Liss

Auf dem Bild: Simon Schmitt
Auf dem Bild: Simon Schmitt

Aachen - Drei Siege fuhren die Athleten des RSV Unna beim BSR-Renntag in Stolberg ein. Im Rennen der Senioren stand Marcus Voß als Einzelstarter gegen die Übermacht an Renngemeinschaften am Start. „Ich musste das Rennen von Anfang an schnell machen, wenn ich eine Chance haben wollte. Also bin ich drei Runden von vorne Vollgas gefahren. Danach hatte sich das Feld deutlich reduziert“.

Danach begannen die großen Teams mit ihren Attacken und machten so das Rennen dann bis zum Ende schnell. Immer wieder setzte Voß seine Attacken, ohne sich dauerhaft absetzen zu können. „Als es kurz vor Schluss zu regnen begann habe ich es dann noch einmal versucht. Ich kam wohl besser durch die Kurven als die Anderen und konnte am Ende 20 Sekunden Vorsprung herausfahren und bin so als Solist ins Ziel.“

 

Mit den Senioren waren die Junioren um Simon Schmitt am Start. Für sie war das Rennen bei einer Geschwindigkeit von 45km/h eine neue Erfahrung. „Simon ist ein starkes Rennen gefahren“, so Marcus Voß. „Er ist immer vorne gewesen, war in verschiedenen Gruppen und hat dabei stets die Übersicht behalten“. Wie bei den Westfalenmeisterschaften setzte er sich am Ende souverän gegen den Gütersloher Globisch durch.

 

Den dritten Sieg an diesem Tag fuhr Lucas Liss ein. Er siegte im Derny-Rennen vor Lokalmatador Robert Retschke.