Franzi Koch gewinnt MTB-Weltranglistenrennen in Belgien

Beringen/Belgien - Zeitgleich zu Paris-Roubaix ging Franzi Koch in Belgien an den Start – jedoch mit dem MTB. Beim 3-Nation-Cup in Beringen ging es darum, Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Punkte, die bei der WM über eine gute Startposition entscheiden. „Der BDR hatte Franzi zum Weltranglistenrennen in die Schweiz eingeladen. Wir haben uns für Belgien entschieden, weil es für Franzi weniger Reisestress bedeutete. Sport und Schule müssen ja auch irgendwie in Einklang gebracht werden können“, so Vater und Trainer Christian Koch.

 

Ich konnte auf Grund meiner Erfolge im vergangenen Jahr aus der ersten Startreihe losfahren. Die Chance habe ich dann genutzt und habe im Startloop meinen Platz verteidigt. So bin ich dann auch als erste ins Gelände gegangen. Da ging es dann sofort extrem Steil und lang bergauf. Die Strecke, angelegt an einer ehemaligen Halde, war sehr schwer. Bereits am ersten Anstieg konnte ich mich von der Konkurrenz lösen. Schnell schloss ich auch zu den ersten Frauen auf, die 2 Minuten vor uns gestartet waren. Dann wurde es knifflig, da viele Strecke einfach nur eng waren und wenig Möglichkeiten zum Überholen ließen“, so Franzi Koch nach dem Rennen.

 

Der Kurs hatte es in allen Passagen in sich. Der Schwierigkeitsgrad war auch in den technischen Teilen sehr hoch. Steinfelder, Sprünge und knifflige Trail-Passagen machten die Abfahrten zu einer großen Herausforderung. Am Ende sprang für die Deutsche Meisterin ein überlegener Sieg heraus. Sie siegte mit sechs Minuten Vorsprung vor der belgischen Lokalmatadorin Debremaeker und sammelte damit die ersten 20 Punkte für die Weltrangliste. Ein guter Start für Franzi in die MTB Saison. Damit geht es am kommenden Wochenende gut vorbereitet zum Weltcup in Nales/Italien. 


Sichtungsrennen in Börger

 

Beim ersten Sichtungsrennen des BDR in Börger lief es dagegen für die RSVler noch nicht so gut. Während Luca Harter mit der großen Spitzengruppe ins Ziel kam, war das lange Rennen für Julius Dräger nach seiner langen Erkrankung am Ende noch zu hart. Beide zeigen aber ansteigende Form und dürften in den kommenden Wochen für Überraschungen sorgen können.

Bei der Elite war das Feld mit zahlreichen niederländischen Profis gespickt. Am Ende gewannen die Niederländer den „Ländervergleich“. Auf der letzten Runde setzte sich Jeff Krul vom Feld ab und konnte im Alleingang den Sieg einfahren. Dahinter kam es dann zum direkten Sprintduell zwischen Jeff Vermulen und Aaron Grosser. Der Niederländer siegte denkbar knapp. Ein gutes Rennen zeigten in diesem starken Feld auch Luke Derksen und Simon Schmitt. „Ich wollte für Simon den Sprint anfahren und hatte ihn auch an meinem Hinterrad. Dann drängte sich in der letzten Kurve ein Fahrer dazwischen“, so Derksen nach dem Rennen. Auf Platz 20 und 33 kamen beide Fahrer ins Ziel.