Zur Nachahmung empfohlen: Lieber verschenken, statt wegwerfen

Bergkamen – Kennt ihr das? Nach dem Geburtstagskaffee mit feinem Kuchen bleibt meist noch was übrig, da man ja vorsichtshalber immer ein wenig mehr backt. Und dann geht das große Verteilen los. Noch ein Stückchen für die Enkel … der Sohn packt sich noch was vom Marmorkuchen in die Jackentasche … so als Wegzehrung^^ Aber dann ist immer noch was da. Ja und dann? Dann verschenkt man die Torte einfach per Facebook!

So geschehen am Donnerstag. Zwischen all dem täglichen Genörgel und Gejammer tauchte auf einmal dieses fröhliche Posting von Andrea Körber auf:

Wer möchte Windbeuteltorte?

 

Abzugeben in Bergkamen Mitte (ein Stück bekommt gleich der Nachbar) weil wir einfach zuviel haben! Selbstgebacken! Saulecker! Zu Schade für die Tonne! Abzuholen im Ganzen innerhalb der nächsten 30 Minuten! Bitte Tortenteller mitbringen. Vielleicht freut sich ja noch jemand drüber!“



Wie sagte Michel aus Lönneberga es damals so schön: „Ich hab das einfach so aus meiner großen Güte heraus getan.“

 

Die Torte hat übrigens meine Mama gebacken“, berichtet Andrea stolz. Und das aus gutem Grund – Die fleißige Bäckerin Angelika Körber hat nämlich Geburtstag! Wir vom Zippelmütz-Magazin gratulieren natürlich recht herzlich!

 

Es ist ja nun mal so: Mehr als essen kann man nicht, und es wird sowieso schon genug Essen weggeworfen! „Weil wir aber sooo viel Kuchen da ist, hab ich vorgeschlagen, diesen zu verschenken“, verriet uns Andrea. Gesagt – getan … Die Torte wurde „fristgerecht“ abgeholt, und mindestens ein Mensch glücklich gemacht. Zack – Ziel erreicht!

 

Das ist ja mal eine WAHNSINNS-Story“, werden sich einige nun ironisch denken. Uns stimmt es eher traurig, dass dieses Posting überhaupt so aus der Reihe fällt! Aber genau deshalb kann man so eine Aktion auch mal würdigen - weil es eben so selten geworden ist.

Etwas verschenken – einfach so, weil man selbst zu viel hat - einfach nur, um anderen eine Freude zu machen … Ist das nicht herrlich einfach?

Ja, das ist es! Versucht es doch selbst einmal – Ihr glaubt gar nicht, was das für ein tolles Gefühl ist.

Ich rede nicht davon, zu helfen, weil jemand in Not ist … das sollte ja selbstverständlich sein!

Ich rede davon, anderen Menschen einfach eine Freude zu machen – Und ganz nebenbei sorgt man noch dafür, dass so tolle Lebensmittel nicht einfach in die Tonne gekloppt werden.

 

Und mal unter uns: Das klappt nicht nur mit Lebensmitteln … Wir werden das Thema bei Gelegenheit noch einmal aufnehmen.