Operation Nations League – Neustart für die Nationalmannschaft

München – Noch immer schmerzt das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft. Aber es hilft ja alles nichts ... Aufstehen, Krone richten – und auf den Fokus auf die neuen Aufgaben richten.

Eine Aufgabe heißt „Nations League“!

Aber was soll das überhaupt mit dieser Nations League? Nun, aus der Gesamttabelle der UEFA Nations League ergibt sich später die Zusammensetzung der Auslosungstöpfe für die Qualifikation zur EURO 2020 – fertig aus. Es gibt eine Liga A und eine Liga B. Deutschland spielt, wie auch Frankreich in der Gruppe A.

Die deutsche Nationalelf trifft dabei in der ersten von vier Gruppen in Hin- und Rückspielen auf Frankreich und die Niederlande. Der Gruppenletzte steigt in Liga B ab, und die vier Gruppensieger der Liga A ermitteln dann im Juni 2019 in K.o.-Spielen den Gewinner der Nations League.

 

Klingt alles recht kompliziert, und ob das so sinnvoll ist, muss man dann sehen. Das Einfachste wäre ja: Einfach alle Spiele gewinnen, und gut is!

Aber wie soll das nach dem katastrophalen Abschneiden bei der WM 2018 funktionieren? Gestern hat Bundestrainer Jogi Löw ja einen 23-köpfigen Kader vorgestellt.

Auf dem Bild: Der Kader für neue Aufgaben (Foto: DFB)
Auf dem Bild: Der Kader für neue Aufgaben (Foto: DFB)

Im Aufgebot für das Nations-League-Duell mit Weltmeister Frankreich am 6. September (20.45 Uhr, live im ZDF) und das Länderspiel gegen Peru am 9. September (20.45 Uhr, live bei RTL) stehen drei Neulinge und drei Rückkehrer. Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Nico Schulz (TSG Hoffenheim) sowie Kai Havertz (Bayer Leverkusen) feiern ihre Premiere in der Vorbereitung des DFB.

 

Zurück im DFB-Flieger-Horst sind Jonathan Tah (Bayer Leverkusen), Leroy Sané (Manchester City) und Nils Petersen (SC Freiburg). Besonders die Aussortierung von Leroy Sané sorgte vor der WM für umfangreiches Kopfschütteln bei den Fans.

Ja die Fans … Jogi Löw und Oliver Bierhoff haben tatsächlich festgestellt, dass sich „Die Mannschaft“ dezent von den Fans entfernt hat. Nicht nur durch die Spielweise, für die Löw ganz klar die Verantwortung übernimmt, und sogar von Arroganz spricht.

Selbst, wenn Deutschland den Weltmeister-Titel verteidigt hätte, wäre eine gewisse Distanz spürbar gewesen. Das ist nun mal so, wenn die Playstation wichtiger ist, als die Vorbereitung auf die Gruppenspiele.

 

Aber es soll laut Bundestrainer ja Veränderungen geben.

Also geben wir der Nationalmannschaft eine Chance, und gucken, was der Alte gegen den neuen Weltmeister auf die Beine stellt.