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Herzliche Grüße nach Kyritz zum Tag der deutschen Einheit aus Werne

Foto: Viefhues
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In diesem Jahr sind viele Feierlichkeiten, internationale Projekte und Begegnungen auf Grund der Corona Pandemie ausgefallen. Die Partnerstädte versuchen gemeinsam, wo es möglich ist, Begegnungen und Projekte ins virtuelle zu verlegen. Um den Tag der deutschen Einheit nicht ohne ein Zeichen an unsere ostdeutsche Partnerstadt verstreichen zu lassen, möchten wir virtuelle Grüße nach Kyritz senden.

 

Unser Bürgermeister, Lothar Christ - Kollegen und Kolleginnen der Stadtverwaltung, sowie einige Freunde der Städtepartnerschaft und Mitglieder des ICW zogen sich für den virtuellen Gruß das T-Shirt aus Kyritz „the place to be“ an und signalisierten so „wir denken an euch“.

Foto: Viefhues
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Ein Klick und die Bilder werden groß ;)


Stadtwappen Kyritz
Stadtwappen Kyritz

Kyritz liegt im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin, erhielt im Jahre 1237 das Stendaler Stadtrecht und wurde 1358 Mitglied der Hanse.

Kyritz trägt im Volksmund den Beinamen „an der Knatter“. Für den Nebenarm der Knatter der Jäglitz war das Geräusch der früher zahlreichen knatternden Wassermühlen namensgebend.

Händler die durch Kyritz fuhren, gaben der Stadt den Beinamen. Heute ist die Knatter vertrocknet und nur noch eine, der damals fünf Wassermühlen, existiert noch. Aber für Zippelmütz gibt es „die Knatter“ noch - und Kyritz kennt er auch schon lange … Warum steht weiter unten.

Kyritz ist geprägt von seiner Altstadt mit der Pfarrkirche St. Marien und den vielen Denkmal Geschützen Einzelhäusern. Die Lage der Stadt an der herrlichen Kyritzer Seenplatte und der Flugplatz Heinrichsfelde tragen zum Bekanntheitsgrad der Stadt bei.

Gefördert durch private Verbindungen und familiäre Bande kam es im Jahre 1990 zur Begründung einer Städtepartnerschaft, welche auch heute noch aktiv durch Vereine und Organisatoren unterstützt wird.

Die Entfernung von Werne nach Kyritz beträgt ca. 440 KM. Ist also nicht sooo weit weg und durchaus einen Besuch wert.


Woher kennt aber Zippelmütz denn nun die Stadt Kyritz?

Dafür begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise in die 70er und 80er Jahre …

Wie es damals bei uns so üblich war schauten wir gern die großen Shows im Fernsehn. So auch den Blauen Bock mit Heinz Schenk. Pflichtprogramm für klein Zippelmütz war jeweils die Weihnachts- und Karnevals-Ausgabe …

Und in der Karnevals-Sendung vom Blauen Bock gab es zum Ende IMMER ein besonderes Lied von Ernst Hilbich! Der heute 89-jährige präsentierte stets in einem anderen Kostüm das Lied: Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter

 

Eigentlich hieß der Ort ja Kyritz … Und Heinz Schenk war es, der das besagte Lied schrieb. Die Legende besagt, dass Schenk den Ernst Hilbich nach einem Dreh mal beiseite genommen hat und ihm sagte: „Du, wir müssen mal was anderes machen, nicht immer nur über die Karnevals-Hochburgen Mainz, Köln und so. Sing über einen Ort, der ganz weit weg ist, wie Knieritz an der Knatter.“

Ganz weit weg … in der ehemaligen DDR halt^^ Hinter der Mauer war damals eben weit weg, weil man ohne weiteres nicht unbedingt dahin kam.

Irgendwann nach der Wende bekam Hilbich dann einen Anruf … aus Kyritz – eben aus jenem Ort, den er in seinem Karnevals-Hit vermeintlicher Weise besungen hatte. „Ich kenne nur deshalb die ganze Geschichte von Kyritz und der Knatter,“ sagte Hilbich darauf. Vorher hatte er nicht den Hauch einer Ahnung, dass es Kyritz wie auch die Knatter (die eigentlich die Jäglitz war) tatsächlich gibt.

 

Und damit ihr wisst, worüber ich jetzt geschrieben hab – Hier nun das Lied: