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Biden vs. Trump – Die US-Wahl 2020

USA – Nach einem langen Wahlkampf ist es heute nun so weit – der US-Präsident wird gewählt. Wir sind etwas zu weit weg - daher kann man wirklich schlecht vorhersagen, wer in den nächsten vier Jahren sein Unwesen im Weißen Haus treibt – und wie. Beim Fußball würden wir dabei vielleicht über die Begegnung „Not – gegen Elend“ reden^^ Aber es geht hier immerhin um den mächtigsten Mann der Welt! In unseren Medien wird z.B. überwiegend negativ über Trump berichtet. Aber ist er als Präsident wirklich so schlecht? Das wird man dann evtl. am Ergebnis der Wahl sehen … 

Wir reden hier im Prinzip immer nur über Joe Biden von den Demokraten und Amtsinhaber Donald Trump für die Republikaner. Dabei gäbe es da noch die Grüne Partei und die Libertäre Partei, die jeweils ihren Präsidentschaftskandidaten aufgestellt haben. Aber diese beiden haben im tatsächlichen Fall kaum Aussicht auf irgendeine Chance, da es sich in den USA eher um ein Zwei-Parteien-System handelt.

Das läuft also alles etwas anders, als bei uns. Allein schon bei der Amtszeit: Bei uns könnte der Bundespräsident insgesamt 10 Jahre auf dem Thron sitzen, und Kanzlerin Merkel klebt immerhin schon seit 15 Jahren auf ihrem Stuhl …

Der Präsident in den USA kann dagegen nur einmal wiedergewählt werden – bringt es also „nur“ auf insgesamt 8 Jahre (sprich zwei vierjährige Amtszeiten), wenn es für ihn gut läuft. 


The winner takes it all …

Wir reden da jetzt nicht über den Hit von ABBA, sondern über die Auswertung der Wahlstimmen. Es sind über 200 Millionen US-Bürger zur Präsidentenwahl aufgerufen. Dabei müssen sie in einem der 50 Bundesstaaten (oder im District of Columbia) leben und im Wahlregister eingetragen sein. Bei der Wahl entscheiden letztendlich aber dann die Bundesstaaten mit insgesamt 538 Wahlleuten, wer nun Präsident wird. Dieser benötigt eine absolute Mehrheit von 270 Stimmen. Es wird also nicht proportional abgerechnet, wie bei uns – sondern frei nach dem Motto: The winner takes it all.

Ein Beispiel:

In einem Bundesstaat sind 15 Wahlleute. Holt sich Trump da 8 Stimmen, gewinnt er auch die restlichen 7 Wahlleute. Die Stimmen der einzelnen US-Bürger spiegeln das eigentliche Ergebnis also nicht unbedingt wieder. So holte Hillary Clinton 2016 zwar die meisten Stimmen der US-Bürger, verlor aber dann aufgrund der Verluste in Bundesstaaten – bzw. Wahlleute.

 

Entscheidend sind da die sogenannten Swing States - Also Bundesstaaten, wo beide Kandidaten die Chance haben, zu gewinnen. Das sind z.B. Arizona, Florida, Michigan, Pennsylvania und Wisconsin. Dort wurde auch dementsprechend Wahlkampf betrieben. In anderen Staaten, wo ein Präsidentschaftskandidat quasi sein Heimspiel hat, ging es weniger auf Stimmenfang. So rechnet man eigentlich damit, dass Trump Kalifornien verliert und Biden in Mississippi kein Land gewinnt.

Eine große Rolle spielt in diesem Jahr die Briefwahl. Da streiten sich die Gelehrten schon ein Weilchen drüber. Es ging sogar so weit, dass Trump überlegt hat, die Wahl zu verschieben. Aber da hatten ja sogar seine Republikaner was dagegen.

 

Wie bei fast allen Themen, spielt Corona auch hier eine tragende Rolle. 19 der 50 Bundesstaaten haben die Hürden für eine Briefwahl gesenkt. Bei uns läuft es ja recht simpel ab: Du kriegst deinen Wahlbrief und kannst ohne weiteres deine Briefwahl-Unterlagen beantragen. In Texas z.B. muss man aber noch einmal extra ausführen, dass man sich wegen einer Covid-Infektion besorgt zeigt und lieber per Brief wählt. 


Trotzdem werden in diesem Jahr wohl weitaus mehr US-Bürger zur Briefwahl greifen. Dadurch könnte sich die Auszählung aber hinziehen …

Für uns (halbwegs) neutrale Beobachter bedeutet das in erster Linie:

Das wird eine lange Nacht mit Popcorn, Chips und Cola … oder auch Kaffee^^

Die ersten Prognosen gibt es wohl so ab Mitternacht unserer Zeit. Zwar fangen diverse TV-Sender mit ihrem Wahl-Programm heute ab 20:15 Uhr an, aber spannend wird es eher am frühen Mittwochmorgen so ab 02:00 Uhr.

 

Lohnt sich denn das Wachbleiben oder gar den Wecker zu stellen? Gute Frage^^ Ob am Mittwoch nämlich ein konkretes Ergebnis vorliegt oder zumindest eine relativ sichere Prognose … das steht in den Sternen.

 

Aber egal was passiert – am 20. Januar 2021 wird der Präsident vereidigt – egal ob Donald Trump oder Joe Biden. Einer von beiden wird es!

 

Hier findet ihr einen Berg an weiteren Informationen und im Laufe der Zeit dann auch die Ergebnisse.

 

Zum Schluss noch ein Kalauer:

Ich drücke Biden die Daumen“ … „Es kann aber doch nur einer Präsident werden“