C + M + B

An vielen Hauseingängen sieht man immer wieder „C+M+B“ an der Haustür stehen. Früher wurde das immer mit Kreide an die Tür oder den Türrahmen geschrieben. Heute hat man dafür ja mittlerweile Aufkleber mit Datum, QR-Code und und und …

Aber was bedeutet das überhaupt?

Bis heute denken viele Leute, dass „C+M+B“ für Caspar, Melchior und Balthasar steht. Denkste! Ist nicht so. C+M+B steht für den lateinischen Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat", was übersetzt "Christus segne dieses Haus" bedeutet.

Es sind die Sternsinger, die im Januar von Haus zu Haus ziehen und „Süßes oder Saures“ rufen ….. ach nee – das war was Anderes^^ Die Sternsinger singen Lieder, sammeln Spenden für den guten Zweck und lassen als Dank dann eben genau diesen Segen mit Kreide oder als Aufkleber an der Tür zurück. Das "C+M+B" an der Tür soll das Haus und seine Bewohner für das kommende Jahr unter Gottes Schutz stellen.

Caspar

Caspar war einer der heiligen drei Könige. Frei nach dem Motto „Sie hüllten sich in seltsame Gewänder und irrten planlos umher“ folgten sie dem Stern nach Bethlehem …

Es handelt sich ja um die drei Weisen aus dem Morgenland – das bedeutet soviel wie Sterndeuter, Magier und Philosophen.

Die drei Könige kamen quasi in drei Generationen zur Krippe um Jesus zu besuchen und zu beschenken. Der Erzählung nach war Caspar der Jungspund bei den drei Königen und als „People of Colour“ für Afrika unterwegs. Wie schon bei Balthasar beschrieben, waren damals ja nur drei Weltteile bekannt.

Wie auch immer - Die heiligen drei Könige brachten bekannterweise Geschenke mit. Im Laufe der Zeit wurden die Mitbringsel verschieden gedeutet. Man einigte sich dann auf Gold, Weihrauch und Myrrhe. Vermutlich waren da auch die ein oder anderen bewusstseinserweiternde Substanzen mit am Start …

Caspar wird traditionell die Gabe der Myrrhe zugeordnet. Myrrhe war ein kostbares Harz, das unter anderem zur Einbalsamierung verwendet wurde und so auf das Leiden und den Tod Jesu hinweist. Schon witzig genug, dass man sowas zur Geburt Jesu mitbringt … Na gut, muss der Casper selber wissen.

Es ist übrigens wichtig zu beachten, dass viele Details über Caspar und die anderen Könige, wie ihre Namen, ihr Aussehen oder ihre genaue Herkunft, auf späteren Legenden und Traditionen beruhen und nicht direkt in der Bibel erwähnt werden.

Christbaum

Der Christbaum ist der schönste Baum, den wir auf Erden kennen … Im Garten klein, im engsten Raum, wie lieblich blüht der Wunderbaum … Wenn seine Lichter brennen“ …. usw. So heißt es in einem beliebten Weihnachtslied.

Der Christbaum - auch Weihnachtsbaum genannt, ist ein immergrüner Nadelbaum (meist eine Tanne oder Fichte), der zur Weihnachtszeit geschmückt wird. Er ist eines der bekanntesten und ganz sicher beliebtesten Symbole des Weihnachtsfests.

Die Tradition, Bäume ins Haus zu holen und zu schmücken, reicht weit zurück und hat Wurzeln in heidnischen Kulturen, wo immergrüne Pflanzen als Symbole für Leben und Fruchtbarkeit galten. Es fällt langsam auf, dass die besten Traditionen gar nicht von Christen, sondern von Heiden …

Aber es kommt noch besser! Der heutige Weihnachtsbaum, wie wir ihn kennen, hat seinen Ursprung nämlich in Deutschland.

Im Mittelalter wurden am 24. Dezember sogenannte Paradiesbäume aufgestellt und mit Äpfeln geschmückt.

Die ersten schriftlichen Belege für geschmückte Bäume in Privathäusern stammen aus dem 16. Jahrhundert, hauptsächlich aus dem Elsass. Sie wurden damals oft mit Süßigkeiten, Nüssen und Papierornamenten behangen.

Durch die Ausbreitung der Tradition über Adelshäuser, besonders nach England durch Königin Victoria und Prinz Albert, wurde der Weihnachtsbaum im 19. Jahrhundert weltweit populär. Deutsche Auswanderer trugen die Tradition in die USA und andere Länder. Soweit zum historischen Siegeszug des Christbaums.

Heutzutage greift man beim Christbaum zu Nordmanntanne, Blaufichte oder auch zur Rotfichte. Einige Menschen greifen auch zu Christbäumen aus echtem Kunststoff. Die Wahl des Baumes ist halt Geschmackssache. Und das macht sich auch beim Baumschmuck bemerkbar. Hat man früher gern Kerzen, Äpfel und Strohsterne genommen, gibt es heute Lichterketten, Weihnachtskugeln, Girlanden und Lametta aus feinstem Plastik. Auf der Tannenspitze prangt dann die traditionelle Christbaumspitze oder ein Stern.

Aber egal, wie der Christbaum auch aussieht … er ist in vielen Familien DER Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Da versammelt man sich zur Bescherung, genießt die heimelige Atmosphäre und genießt den Anblick, bis zu dem Tag, wo er abgebaut wird.

Christbaumkugeln

Christbaum- bzw. Weihnachtskugeln sind ein fester Bestandteil der Weihnachtsdekoration und schmücken zu Millionen die Weihnachtsbäume weltweit.

Aber auch an Girlanden oder auf dem Tisch in Schalen sind die Kugeln zu finden.

Sie sind in unzähligen Farben, Größen und Formen erhältlich und tragen maßgeblich zur festlichen Atmosphäre bei und zeigen oft auch die Vorlieben des Baumschmückers.

Die Geschichte der Christbaumkugeln ist eng mit der Entwicklung des Weihnachtsbaums verbunden.

Der erste Baumschmuck bestand ja in der Regel aus Naturalien wie z.B. Äpfeln, Nüssen. Süßigkeiten, Gebäck, Strohsternen und Kerzen aus echtem Bienenwachs.

Christbaumkugeln aus Glas gibt es „erst“ seit dem 19. Jahrhundert. Dafür gehen wir kurz nach Thüringen – genauer gesagt in die Glasbläserstadt Lauscha. Einer Legende nach soll dort ein armer Glasbläser im Jahr 1847 mangels teurer Äpfel und Nüsse begonnen haben, gläserne Nachbildungen zu blasen. Gut 20 Jahre später entwickelte der Chemiker Justus von Liebig die Technik der Versilberung der Innenseite der Glaskugeln mit Silbernitrat, was ihnen ihren charakteristischen Glanz verlieh. Mal ehrlich … wer kennt es nicht? Da fällt beim Baumschmücken mal ne Kugel runter, und obwohl es ne rote Kugel war, liegen da lauter silberne Glasstückchen auf dem Boden^^ Das war dann eine echte Glaskugel.

Wie schon beim Christbaum, führte der Weg in die ganze Welt. Und durch stetige Qualitätsverbesserungen wurde die Massenproduktion und der Transport immer einfacher.

Die traditionellen Glaskugeln bestehen auch heute noch aus Glas. Die richtig hochwertigen Kugeln werden immer noch mundgeblasen und sind oft kleine Kunstwerke, die dann aber auch schon mal ein wenig mehr kosten.

Dann gibt es natürlich Kugeln aus Kunststoff. Besonders wertvoll für Haushalte mit Kindern oder Haustieren.

Christbaumkugeln sind übrigens nicht nur Dekoration, sondern oft auch Erbstücke, die über Generationen weitergegeben werden und so eine besondere emotionale Bedeutung haben – für mich zumindest.

Christbaumständer

Es is ja so: Der Baum ist gekauft … und ist der Baumständer nicht auffindbar, dann plöppt schon mal eine kleine schöne vorweihnachtliche Panik auf!

Denn der Christbaumständer ist das unverzichtbare Hilfsmittel, um den Weihnachtsbaum sicher, stabil und aufrecht aufzustellen!

Christbaumständer gibt es seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im frühen 17. Jahrhundert gab es zwar bereits frühe Versuche, Weihnachtsbäume gescheiten Halt zu geben, aber die sind auch dann gern mal gescheitert. Da hat man dann ein Holzkreuz an den Stamm genagelt, oder ein Loch in die Wohnstube gebuddelt …

Da ist so ein Christbaumständer doch schon ganz gut zu gebrauchen. Und es gibt mittlerweile viele verschiedene Arten. Ob als Topf mit integrierter Schraubverankerung oder als gusseiserner Schraubständer ... bis hin zum bruchsicheren Kunststoffständer mit Einzug- oder Einseil-Technik. Hm … Kunststoffständer hört sich irgendwie falsch an^^ Egal – Dann gibt es noch die Christbaumständer mit integriertem Wassertank, damit der Baum nicht all zu schnell vertrocknet und die Nadeln schon vor dem Fest für ne schöne Bescherung sorgen^^

Beim Kauf eines Christbaumständers ist es ratsam, auf einige Dinge zu achten. Entscheidend ist da natürlich die Baumgröße und dementsprechend auch die Stabilität, damit das Prachtexemplar nicht einfach umkippt. Praktisch sind auch die Christbaumständer mit Wassertank. Wichtig ist aber auch die Handhabung – erst recht, wenn man den Baum alleine aufstellt. Ein guter Christbaumständer sorgt eben nicht nur für ein sicheres Weihnachtsfest - sondern auch dafür, dass ihr lange Freude an eurem festlich geschmückten Baum habt.

Christi Geburt

Ohne Christi Geburt funktioniert die ganze Weihnachtskiste gar nicht! Matthäus und Lukas sorgten ja in ihren Erzählungen dem neuen Testament nach, was damals so vorgefallen ist. Die Weihnachtsgeschichte sollte eigentlich jedem Christen geläufig sein, aber wir reißen das hier noch mal kurz ab.

Also … Wir starten mit der Verkündigung an Maria. Engel Gabriel erscheint der Jungfrau Maria und erklärt ihr, dass sie ein Kind namens Jesus bekommt.

Es folgt die Reise nach Bethlehem. Kaiser Augustus ordnet ne Volkszählung an und jeder muss in seine Heimat. Ok – dumm gelaufen, hilft aber alles nix … Josef schnürt die schwangere Maria auf nen Esel und sie machen sich auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem.

Die Geburt im Stall. Da in der Herberge kein Platz für sie ist, muss Maria Jesus in einem Stall zur Welt bringen und legt ihn in eine Krippe. Das ist dann auch das Bild, was jeder bei der heimischen Krippe unterm Tannenbaum im Kopf hat.

Nun kommt die Verkündigung an die Hirten. Ein Engel erscheint Hirten auf den Feldern bei Bethlehem und verkündet ihnen die frohe Botschaft von der Geburt des Erlösers. Und nein – die ersten Worte des Engels waren nicht: „Stellt euch vor, ich habe das Christkind gesehen ...“. Was der Engel sagte, muss dennoch sehr überzeugend gewesen sein, denn die Hirten eilen daraufhin zum Stall, um das Kind zu sehen.

 Zu guter Letzt – die Anbetung durch die Weisen. Wir reden hier von den heiligen drei Königen. Die Weisen aus dem Morgenland folgen einem Stern und landen in Bethlehem am Stall. Sie finden das Kind, beten es ne Runde an und übergeben ihm kostbare Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. So weit – so gut ….

Jetzt haben wir ein kleines Problem: Wir kennen das genaue Geburtsdatum gar nicht. Also kein Jahr, kein Monat und erst recht kein Tag. Mensch Lukas und Matthäus, das wär doch das erste, was ich mir notiert hätte^^

Historiker gehen aber davon aus, dass Jesus zwischen 7 und 4 v. Chr. geboren wurde. Bedeutet also eigentlich, dass Jesus bei seiner Geburt bereits 4 bis 7 Jahre alt war ….

Ok – weil schwanger sein als Jungfrau reichte wohl nicht^^ Aber der 25. Dezember ist ja ein traditionell festgelegtes Datum, das theologische und kulturelle Bedeutung hat, aber nicht auf historischen Aufzeichnungen basiert. Trotzdem halten wir an dem 25. Dezember fest. Offiziell spricht man auch von Angleichung an heidnische Feste. Ich sag ja eher „Aneignung“. Weihnachten – also Christi Geburt wurde nun um die Wintersonnenwende herum gefeiert, die den längsten Tag des Jahres markierte und die Wiedergeburt der Sonne symbolisierte. Indem man die Geburt Christi auf dieses Datum legte, konnte man die heidnische Tradition christianisieren. Wie gesagt … Aneignung – aber nun gut – lassen wir es darauf beruhen.

Christkind

Mit dem Begriff ist nicht Jesus Christus direkt gemeint, sondern steht eher symbolisch für die tiefere, religiöse Bedeutung von Weihnachten. Zumindest mittlerweile ...

Freue dich, Christkind kommt bald“, heißt es im Lied „Leise rieselt der Schnee“.

Und damit ist eben die Person gemeint, die für die Bescherung sorgt. Ja ja … ich weiß, da ist noch der Weihnachtsmann, aber der ist später dran. Jetzt ist erst einmal das Christkind dran. Die Figur des Christkinds geht auf die Reformation im 16. Jahrhundert zurück. Der Reformator Martin Luther führte das Christkind als Geschenkebringer ein. Er wollte damit die Verehrung der Heiligen (wie des Heiligen Nikolaus, der traditionell am 6. Dezember Geschenke brachte) zurückdrängen und stattdessen die Geburt Christi und die direkte Verbindung zu Jesus in den Mittelpunkt rücken. Anstatt des Nikolaus, sollte "der Heilige Christ" die Gaben an Heiligabend oder am ersten Weihnachtstag bringen.

 Ursprünglich war das Christkind also direkt mit dem neugeborenen Jesuskind assoziiert. Und obwohl es protestantische Wurzeln hatte, wollte man dann doch irgendwen anderes, der die Geschenke bringt. Man dachte da vielleicht an so eine Art „Mutterperson“ … Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Figur dann zu einem engelsgleichen Wesen mit blonden Locken, einem Krönchen und mit Flügeln.

Vielleicht hat sich das Christkind gerade deshalb in katholisch geprägten Regionen festgesetzt, während im protestantischen Norden und Osten Deutschlands eher der Weihnachtsmann unterwegs ist.

Jetzt hat das Christkind direkt mehrere Aufgaben … daher kann es schon mal kein Mann sein ;)

Das Christkind eröffnet z.B. jedes Jahr den Nürnberger Christkindlmarkt. Das Christkind ist aber auch Botschafterin von vielen weiteren Weihnachtsmärkten. Sie sitzt nebenbei im Wolkenpostamt in Engelskirchen und ist dann natürlich für die Bescherung verantwortlich. Das Christkind schwebt still und leise in die Weihnachtsstuben und verteilt dort die Geschenke. Da das niemand mitbekommt, muss anschließend das Glöckchen geläutet werden, damit die Bescherung starten kann.

Christkindlmarkt

Ein Christkindlmarkt ist das Gleiche, wie ein Weihnachtsmarkt – Thema erledigt. Nee, Quatsch. Da kommt schon noch mehr, aber da wir ja bei dem Buchstaben „C“ sind, geht es hier nun um den Christkindlmarkt, wie er besonders im süddeutschen Raum genannt wird. Der Nürnberger Christkindlmarkt ist da wohl der Bekannteste.

Der Christkindlmarkt ist ein traditioneller Markt im Advent. Je nachdem hat der Markt eine Dauer von einem Tag bis hin zum kompletten Advent. Die Ursprünge der Christkindlmärkte reichen bis ins Mittelalter zurück. Im Spätmittelalter gab es in einigen Städten sogenannte Nikolausmärkte oder Thomasmärkte. Zwar gab es da schon Waren, die auf Weihnachten abzielten, aber in erster Linie die Bevölkerung auf den bevorstehenden Winter vorbereitet haben. Im Laufe der Zeit wandelten sich diese Märkte zu den heutigen Weihnachtsmärkten. Der Name "Christkindlmarkt" entstand im 16. Jahrhundert, um die religiöse Bedeutung von Weihnachten stärker zu betonen … denn so geht das ja nicht, ihr Heiden^^

Dennoch wurden auf den dann in „Christkindlmarkt“ umbenannten Märkten weiterhin Waren verkauft, die dem heidnischen Publikums entsprachen. Das klingt jetzt immer so wild, aber eigentlich geht es dann eher um Natur, Naturheilkunde, diverse Rituale und dem landwirtschaftlichen Zyklus. Also alles halb so wild. Im Laufe der Zeit haben sich die Christkindlmärkte weiterentwickelt und so gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Waren und Attraktionen. Da geht es von Kunsthandwerk, was ja hin zu Weihnachtsschmuck reicht, bis zu den beliebten Köstlichkeiten. Ob nun süß mit Lebkuchen, gebrannten Mandeln oder Paradiesäpfel – oder lieber deftig mit Bratwurst oder so wie in meiner Ecke … Grünkohl. Ne heiße Schokolade, Glühwein und so darf natürlich auch nicht fehlen.

Dann gehört noch ein feines Angebot an Geschenkartikeln dazu, und fertig ist die Laube. Na ja … nicht ganz – Denn sehr beliebt ist auch immer ein gewisses Rahmenprogramm mit Musik, Theateraufführungen, Krippenspielen oder Karussells für Kinder.

Auf dem Christkindlmarkt geht es aber nicht nur um Essen, Trinken und Konsum … Sie sind im Advent auch gern ein Treffpunkt für Freunde, Familien und Kollegen, um gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu genießen.

Und auch, wenn es von Region zu Region immer traditionelle Unterschiede gibt, sind die Märkte ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens. Baer ganz egal ob Norden, Süden, Osten oder Westen – Christkindlmärkte schaffen immer eine besondere, festliche Atmosphäre mit Lichtern, Düften und Weihnachtsmusik. 

Christrose

Die Christrose ist eine wunderschöne und faszinierende Pflanze, die vor allem in der kalten Jahreszeit blüht und daher eng mit dem Winter und der Weihnachtszeit verbunden ist. Dazu ist sie ja auch ein schönes Mitbringsel. Die Christrose gehört zur Gattung der Nieswurze und auch Schneerose oder Schneezauber genannt, was auf ihre Blütezeit im Winter hinweist. Die Christrose zeichnet sich durch ihre strahlend weißen, schalenförmigen Blüten aus, die oft schon unter einer Schneedecke hervorkommen können. Manchmal haben die Blüten aber auch einen Hauch von rosa oder grün im Angebot. Die Blätter sind dagegen immer dunkelgrün mit einer ledrigen Struktur. Darum nennt man es ja auch immergrün …

Die Besonderheit der Christrose ist schon die Blütezeit. Je nach Witterung blüht die Pflanze von Dezember bis März.

Heimisch ist die Christrose in den Bergregionen Mittel- und Südosteuropas. Daher ist es keine Seltenheit, dass man Christrosen im Alpenland findet, wo sie auf kalkhaltigen Böden wächst.

Der Name "Christrose" rührt daher, dass sie traditionell zur Weihnachtszeit blüht. Eine alte Legende erzählt, dass eine junge Hirtin zur Krippe in Bethlehem eilen wollte, aber keine Blume als Geschenk finden konnte. Aus ihren Tränen, die in den Schnee fielen, wuchsen dann die ersten Christrosen, die sie dem Jesuskind darbringen konnte. Was ich als Geschenk auch sinnvoller halte, wie z.B. Weihrauch oder Myrrhe …

Im Volksglauben galt die Christrose übrigens auch als Schutzpflanze gegen böse Geister und Unglück.

Unglück ist da auch schon das Stichwort. Denn alle Teile der Christrose sind giftig, insbesondere die Wurzeln! Der Saft kann Hautreizungen verursachen. Beim Umgang mit der Pflanze sollte man Handschuhe tragen. Und sie sollte nicht in Reichweite von kleinen Kindern oder Haustieren platzen, die dazu neigen, an Pflanzen zu knabbern. Das soll die Freude an dieser schönen Pflanze nicht mindern, denn die Christrose ist eine wunderbare Bereicherung für jeden winterlichen Garten und ein besonderes Geschenk für alle, die sich an ihrer frühen und symbolträchtigen Blüte erfreuen können.

Christstollen

Der Christstollen, oft einfach nur Stollen genannt, ist ein traditionelles deutsches Weihnachtsgebäck. Er ist ein schweres Hefegebäck, das reich an Butter und gefüllt mit Trockenfrüchten, Nüssen und weihnachtlichen Gewürzen ist.

Es gibt verschiedene Stollen-Varianten … Marzipanstollen, Mohnstollen, Quarkstollen oder ein einfacher Rosinenstollen.

Der absolute Star ist aber der Dresdner Christstollen! Er ist eine echte Besonderheit und ein geschütztes Markenprodukt. Nur Stollen, die nach bestimmten Qualitätsrichtlinien in Dresden und Umgebung hergestellt werden und bestimmte Zutaten-Anteile einhalten, dürfen dieses Siegel tragen.

Aber egal, für welchen Christstollen man sich entscheidet … Es gibt da zwei Punkte, die alle Stollen-Varianten vereinen: 1. Direkt nach dem Backen wird der heiße Stollen mit reichlich zerlassener Butter bestrichen und dick mit Puderzucker bestäubt. Dies verleiht ihm nicht nur Geschmack und Glanz, sondern hilft auch, ihn saftig zu halten.

Und 2. Die typische Form des Stollens soll das in Windeln gewickelte Jesuskind symbolisieren, und der Puderzucker soll dabei die Windeln darstellen.

Damit ist der Christstollen eine echte Kalorienbombe! Allerdings war das nicht immer so.

Der erste Stollen wurde 1329 urkundlich in Naumburg an der Saale erwähnt. 1474 wurde der Stollen dann in Dresden als Fastengebäck anerkannt. Das war damals noch eine recht fade Angelegenheit, da er für die Fastenzeit gebacken wurde und daher nur aus Mehl, Hefe und Wasser bestand.

Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht fanden das jetzt aber dann doch nicht so prickelnd und baten Papst Innozenz VIII. um die Aufhebung des Butterverbots. Und da Butter auch für den Papst ein Träumchen war, erteilte er daraufhin 1491 den sogenannten "Butterbrief".

Das war der Beginn des "fetten" Stollens, wie wir ihn heute kennen!

Und mal unter uns - Der Christstollen ist ja nicht nur ein Gebäck, sondern ein Symbol für die gute alte deutsche Weihnachtstradition und wird von vielen Menschen in der Advents- und Weihnachtszeit genossen. 


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