Der Gabentisch zu Weihnachten, wie wir ihn heute kennen, ist in seiner Ausprägung eine relativ junge Erscheinung und eng mit der Entwicklung des bürgerlichen Weihnachtsfestes im 19. Jahrhundert verbunden. Vor dem 19. Jahrhundert war das Schenken zu Weihnachten ja oft anders organisiert. So gab es in einigen Regionen bereits zum Nikolaustag am 6. Dezember die Geschenke … wenn überhaupt. Geschenke gab es auch schon mal so im Laufe des Jahres. Da hatten die „Gaben“ auch eher eine symbolische Bedeutung.
Martin Luther hat dann kräftig mit geschraubt, als es darum ging, den Gabentisch zu Heiligabend aufzustellen. So ungefähr zu der Zeit fing man ja auch an, sich einen Tannenbaum ins Haus zu stellen. Der Christbaum war das Zentrum des Festes. Allerdings hatte man in vielen Fällen nur einen Tisch – und an dem wurde gegessen. So hat man die Geschenke eben unter oder neben den Baum gelegt.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Weihnachtsfest immer mehr zu einem Familienfest. Die Geschenke für die Kinder wurden größer – und auf dem Gabentisch fand man dann die kleineren Geschenke und die bunten Teller. Der "Gabentisch" in seiner heutigen Form ist eher schon als festliches Beiwerk zu betrachten. Das Smartphone hätte da sicher seinen Platz gefunden, aber beim Gamerstuhl oder E-Bike wird es dann schon schwierig^^
Es ist ja auch eine Platzfrage. Aber wer heute noch einen Gabentisch hat, findet darauf eher Süßigkeiten auf dem bunten Teller und kleine Geschenke wie z.B. Gutscheine. Der Gabentisch gehört oft traditionell dazu – und wenn auch nur die Krippe darauf aufgestellt ist … der Gabentisch muss sein.
In vielen Familien ist es das traditionelle Weihnachtsessen, für das einmal im Jahr ein regelrechtes Gänsemassaker veranstaltet wird. Der Gänsebraten zu Weihnachten ist oft untrennbar mit den Feiertagen verbunden. Ursprünglich war die Gans ja ein traditionelles Gericht zum Martinstag. Aber da dachte man sich: „Boah, war dat lekka … dat machen wir Weihnachten nochmal“. War ja auch praktisch – kurz vor dem Fasten noch einmal richtig zuschlagen … und zum Fastenende dann endlich mal wieder so richtig satt essen. Nach der Zeit der Enthaltsamkeit war ein reichhaltiger Gänse-Braten aber auch ein Zeichen von Fülle und Wohlstand. Die Gans galt schon immer als besonderes Festtagsgericht. Sie war größer und teurer als andere Geflügelarten und signalisierte damit den besonderen Anlass.
Jetzt gab es aber auch Familien, die hatten es nicht so dicke^^ Da gab es – wenn überhaupt – dann nur eine Gans. Und die war kurz davor auch noch ein nützliches Haustier. Denn eigentlich diente die Gans der Gewinnung von Bettfedern und der Verzehr des Fleisches war dazu ein lekka Nebeneffekt.
Und ganz gleich, ob arm oder reich – es war … und ist für jeden ein Hochgenuss und mit ein Höhepunkt des Weihnachtsfestes.
Man hat aber auch meist direkt ein Bild im Kopf, wie das auszusehen hat. Ein schöner Gänsebraten mit einer köstlichen Kruste. Dazu gehört eine gescheite Füllung mit Äpfeln, Zwiebeln und sogar Brot oder Kastanien. Die Gans wird meist über mehrere Stunden langsam in der Röhre gebraten - oft unter regelmäßigem Übergießen mit Bratensaft - um die Haut knusprig zu bekommen und das Fleisch saftig zu halten. Die Zubereitung ist oft aufwendig und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Daher kommt es oft vor, dass dann Oma, Muter und Tochter gemeinsam in der Küche stehen, während die Herren der Schöpfung im Wohnzimmer diverse Getränke probieren … ob die denn auch noch gut sind^^.
Klingt jetzt herrlich altbacken, aber is ja meistens so. Da wird dann gekocht, geklönt und der Rotwein für die Soße gekostet. Und damit da erst gar keine Diskussion entsteht – ich hab mich oft genug zwischen die Mädels geschummelt – einfach, weil ich kochen kann und gut helfen konnte. Aber wisst ihr, was von Generation zu Generation noch weitergegeben wurde und wird? Der Bräter! Ein großer Bratentopf, der meist tatsächlich nur zu Weihnachten aus dem Schrank geholt wird.
In den letzten Jahren gibt es allerdings Tendenzen, den Gänsebraten auch in kleineren Portionen oder als Entenbraten zuzubereiten, da eine ganze Gans für kleinere Haushalte oft zu groß ist.
Insgesamt bleibt der Gänsebraten aber ein zeitloses Symbol für das weihnachtliche Festmahl, das Gemütlichkeit, Tradition und kulinarischen Genuss vereint. Und vielleicht auch das ein oder andere Promillchen.
Weihnachtsgebäck ist ein wesentlicher Bestandteil der Weihnachtszeit und hat in vielen Kulturen eine lange und reiche Tradition. Es gibt eine enorme Vielfalt an Sorten, die sich in Zutaten, Form, Geschmack und regionaler Bedeutung unterscheiden. In vielen Haushalten beginnt das Plätzchenbacken schon in der Adventszeit und gleicht gelegentlich einem Festival der Rituale. Mal darf experimentiert werden, woanders werden jedes Jahr haargenau alte Rezepte verwendet. Das Gebäck wird dann in Dosen aufbewahrt und ist über die Feiertage hinweg verfügbar oder dient als kleines Geschenk sofern sie die Zeit überleben.
Typische Zutaten für Weihnachtsgebäck sind Gewürze wie Zimt, Nelken, Kardamom, Muskatnuss, Anis und Ingwer. Auch Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse), Trockenfrüchte (Rosinen, Korinthen, Datteln), Honig, Marzipan und Schokolade sind häufig verwendete Bestandteile.
Dadurch hüllt der Duft von frisch gebackenem Weihnachtsgebäck das ganze Haus mit einer warmen, heimeligen und weihnachtlichen Atmosphäre.
Das Backen von Weihnachtsgebäck ist oft eine liebgewonnene Familientradition. Kinder helfen beim Ausstechen und Verzieren, Rezepte werden von Generation zu Generation weitergegeben. Es ist ein Akt des gemeinsamen Schaffens und der Vorfreude auf die Feiertage.
Viele Formen und Zutaten haben symbolische Bedeutungen. Sterne, Monde und Herzen spiegeln oft religiöse oder kulturelle Aspekte der Weihnachtszeit wider. Mittlerweile gibt es eine reichliche Auswahl an Backformen und Ausstechformen, die besonders bei Kindern beliebt sind. Das ermöglicht – neben den vielen Rezepten, dementsprechend viele verschiedene Plätzchensorten. Da reicht die Auswahl von einfachen Butterplätzchen über Spritzgebäck bis hin zu Vanillekipferl. Aber auch Zimtsterne, Lebkuchen und Spekulatius wird daheim gerne gebacken, wobei man da aber auch gern auf die fertige Ware im Supermarkt greift, da man Spekulatius nicht im Thermomix backen kann^^ Ursprünglich kommt dieses Gebäck aus Belgien und den Niederlanden. Aber auch andere Länder haben wunderbares Weihnachtsgebäck. Ähnlich, wie bei uns z.B. der Christstollen wartet man an den internationalen Weihnachtstafeln ebenso mit traditionellen Köstlichkeiten auf. So gibt es in Italien die Panettone - Ein hoher, kuppelförmiger Hefekuchen mit kandierten Früchten und Rosinen. Dann gibt es noch „Pandoro“. Ein sternförmiger Hefekuchen, der oft mit Puderzucker bestreut wird, aber keine Früchte enthält.
In England gibt es die beliebten Mince Pies - Kleine Törtchen gefüllt mit "mincemeat", einer süßen Mischung aus Trockenfrüchten, Gewürzen und oft Brandy. Aber ich warne euch … die Teile machen süchtig! Aber welche Plätzchen tun das nicht … Schauen wir noch schnell nach Frankreich. Dort serviert man zu Weihnachten die Bûche de Noël. Das ist eine festliche Biskuitroulade, die wie ein Baumstamm geformt und dekoriert wird. Doch ganz gleich, wo gebacken wird … Meist blickt das Weihnachtsgebäck auf eine lange Tradition zurück. So hat man bereits im Mittelalter damit angefangen, Gebäck mit kostbaren Gewürzen zu backen. Diese waren zunächst Privilegien des Adels und der Geistlichkeit. Mit der Zeit, und als Gewürze erschwinglicher wurden, verbreitete sich das Backen von Festtagsgebäck auch in bürgerlichen Haushalten. Die Erfindung des Backofens und die Verfügbarkeit von Zucker spielten ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der heutigen Vielfalt.
Weihnachtsgebäck ist also weit mehr als nur eine Süßigkeit; es ist ein Stück Kulturgeschichte, eine Brücke zu Traditionen und ein Symbol für die Gemütlichkeit und den Zauber der Weihnachtszeit.
Der Ausdruck "Jetzt seid doch endlich gemütlich" ist ein Zitat aus Loriots Sketch "Weihnachten bei Hoppenstedts". Bei mir gehört der Sketch jedes Jahr dazu. Aber auch in anderen Haushalten kennt man den Text in- und auswendig … ähnlich wie bei Dinner for One.
„Jetzt machen wir es uns gemütlich“ ist meist der Wunsch nach Ruhe und Entspannung nach dem Arbeitstag in der hektischen Weihnachtszeit.
Weihnachtliche Gemütlichkeit ist dabei weit mehr als nur ein Gefühl!
Es ist das, was die Weihnachtszeit für viele Menschen so besonders und sehnsuchtsvoll macht. Und auch, wenn ein Weihnachtsmarkt z.B. urig und gemütlich ist, findet man die wahre Gemütlichkeit dann eher Zuhause.
Gemütlichkeit wird durch sämtliche Sinneseindrücke hervorgerufen. Und gerade im Advent wird man ja auf so vielen Ebenen besinnlich abgeholt.
Auf dem ersten Blick fallen da schon mal die Lichter, Dekorationen und Farben ins Auge. Mal sind es funkelnde Lichterketten an Bäumen und in Fenstern, mal der sanfte Schein von Kerzen auf Adventskränzen.
Dekorationen können dabei sehr emotional wirken, da es sich da oft um Erbstücke von den Eltern oder Großeltern handelt. Die Kombination aus Tannengrün mit aus Holz geschnitzten Artikeln wie Nussknacker oder Engel macht da schon warm ums Herz. Aber auch „kaltes“ Steingut … da gibt es ja eine Vielzahl an Figuren. Sehr beliebt sind aber auch kleine Häuschen, die als Windlicht dienen.
Weihnachtliche Gemütlichkeit wird aber auch durch Farben ausgestrahlt. Rote Schleifen, goldene Kugeln … und das tiefe Tannengrün dominieren und tragen zur festlichen Stimmung bei.
Und während die Augen vor lauter Glanz verwöhnt werden, steigt einem plötzlich der Duft durch die Nase … Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, das Aroma von Gewürzen wie Nelken, Zimt und Vanille …
Und dann der herrlich frische Duft von Tannenzweigen. Das verstärkt die Naturverbundenheit und Festlichkeit.
Jetzt gibt es was auf die Ohren – oder auch nicht. Denn gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit kann die bewusste Stille und das Innehalten zu einem Gefühl der Gemütlichkeit beitragen. Habt ihr schon mal Schnee gehört? Probiert es mal aus: Wenn es abends schneit, schön mit Tee oder nem Glühwein auf den Balkon setzen und genießen. Also ich kann es nicht beschreiben – aber es ist echt ein Traum … sofern keine Störgeräusche wie Autos oder so da sind.
Wem das dann zu still ist, der kann ja etwas Musik anmachen. Es ist, wie bei fast allen Gelegenheiten: Die passende Musik im Hintergrund trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Jetzt haben wir getrennt alle Sinne versorgt. Und jetzt mal alles auf einmal! Ein knisterndes Kaminfeuer verstärkt das Gefühl von Wärme und Geborgenheit und duftet herrlich, wenn man gutes, trockenes Holz verwendet. Kaminbesitzer werden wissen, was ich meine.
Und dann kommt es natürlich auch darauf an, was man daraus macht. Zum Beispiel sich in weiche Decken und Kissen einzukuscheln, während es draußen kalt ist, ist der Inbegriff von Gemütlichkeit. Weihnachtliche Gemütlichkeit definiert man gern mit Romantik, Geborgenheit, Behaglichkeit und Kindheitserinnerungen.
Die Essenz weihnachtlicher Gemütlichkeit liegt also in der Schaffung eines warmen, liebevollen und friedlichen Raumes – sei es physisch in unserem Zuhause oder emotional in unserem Herzen – in dem wir die besonderen Momente der Weihnachtszeit vollends genießen können.
Geschenke zu Weihnachten sind ein zentraler und tief verwurzelter Bestandteil des Weihnachtsfestes, der in vielen Kulturen weltweit zelebriert wird. Sie symbolisieren Liebe, Wertschätzung und die Freude am Geben.
Jetzt kann man sich finanziell ruinieren und alles nur vom Besten gnadenlos kaufen, oder vielleicht mal selber was basteln – falls das Talent vorhanden ist. Ich hab jedenfalls von Pumuckl eine ganz wichtige Regel gelernt: „Das Wichtigste ist, das man spürt, das man sich was gedacht hat dabei“.
Diese Geschenke-Regel besteht wahrscheinlich seit Anfang an … und sollte im Prinzip selbstverständlich sein. Aber historisch gesehen hab ich da meine Zweifel.
Die älteste und wohl bekannteste Erwähnung von Geschenken, ist wohl die mit den Gaben der Heiligen Drei Könige an das Jesuskind (Gold, Weihrauch und Myrrhe), die im christlichen Glauben als erste Weihnachtsgeschenke gelten. Aber jetzt mal ehrlich – was zum Henker soll denn ein Kind mit Weihrauch und Myrrhe???
Aber ok … es sind schließlich Könige.
Im Mittelalter war es dann der Heilige Nikolaus von Myra, dessen Gedenktag am 6. Dezember liegt. Er war der ursprüngliche Gabenbringer. Er beschenkte die Kinder mit kleinen Aufmerksamkeiten, was heute noch in vielen Regionen als Nikolaustag gefeiert wird.
Mit der Reformation, insbesondere durch Martin Luther, wurde die Bescherung in protestantischen Gebieten auf den Heiligen Abend verlegt, um den Fokus vom Heiligen Nikolaus weg auf das Jesuskind (später oft als "Christkind" personifiziert) zu lenken.
Im 19. Jahrhundert, mit der zunehmenden Bedeutung des bürgerlichen Weihnachtsfestes und der Verbreitung des Weihnachtsbaums, wurde das Schenken unter dem Baum zu einem festen Ritual. Geschenke wurden als Ausdruck von Zuneigung und Wohlstand betrachtet. In historischer Hinsicht war die Weihnachtszeit oft eine Zeit des Überflusses nach der Ernte, was sich im reichen Gabentisch widerspiegelte. Ja und dann kam der Weihnachtsmann ... Als Gabenbringer - oft eine Mischung aus Nikolaus und anderen mythologischen Figuren, setzte er sich so langsam aber sicher in vielen Ländern durch. Aber ich erzähle euch später im Lexikon noch was vom Weihnachtsmann.
Aber kommen wir doch mal dazu, wie wir uns gegenseitig beschenken … und warum. Geschenke sind eine greifbare Art, jemandem zu zeigen, dass man an ihn denkt, ihn wertschätzt und liebt. Die Mühe, die in die Auswahl oder das Basteln eines Geschenks gesteckt wird, drückt dies besonders aus. Daher geh ich auf den Satz: „Wir schenken uns diesmal nichts“ auch gar nicht ein …. klappt in den meisten Fällen nämlich eh nicht.
Es ist einfach schön, jemandem eine Freude zu bereiten, aber natürlich auch - selbst beschenkt zu werden. Das Leuchten in den Augen des Beschenkten ist für viele der schönste Teil der Bescherung.
Das Auspacken der Geschenke ist dabei ein festes Ritual, das Familien zusammenbringt und die festliche Atmosphäre verstärkt. Das kann natürlich auch daneben gehen, wenn das Geschenk ein totaler Griff ins Klo ist^^
Geschenke können aber auch ein Ausdruck der Dankbarkeit sein für Unterstützung, Freundschaft oder die gemeinsame Zeit im vergangenen Jahr.
Kleine Geschenke – sogenannte Mitbringsel, sind dagegen „nur“ eine kleine Aufmerksamkeit … manchmal auch dem Gruppenzwang zu verdanken. Wo wir auch schon bei den Herausforderungen beim Schenken wären.
Trotz der positiven Aspekte kann das Schenken zu Weihnachten auch mit Herausforderungen verbunden sein:
Die Kommerzialisierung der Weihnachtszeit heutzutage führt oft zu einem hohen Konsumdruck, was Stress und finanzielle Belastungen verursachen kann. Daher warne ich mit meiner Erinnerung auf Insta und Facebook jeden Monat am 24. - rechtzeitig an Geschenke zu denken. Das ist finanziell ein Vorteil – und oft wird aus Versehen schon mal eine Geschenkidee verraten. Also immer schön aufmerksam hin hören.
Und dann ist da noch die Sache mit der Erwartungshaltung. Denn sowohl der/die Schenkende als auch der/die Beschenkte können unter dem Druck hoher Erwartungen leiden, was die Freude trüben kann.
Ich persönlich bin ja dafür, den Fokus wieder mehr auf die ursprüngliche Bedeutung zu legen und den Druck zu mindern.
Wie Anfangs schon beschrieben, zeigen selbstgebastelte oder selbstgebackene Geschenke besondere Wertschätzung mit einer persönlichen Note. Und statt materieller Dinge könnte man gemeinsame Erlebnisse verschenken - z.B. Konzertkarten, ein gemeinsames Abendessen, ein Ausflug.
Bewusst mehr Zeit miteinander zu verbringen und gemeinsame Momente zu schaffen, kann wertvoller sein als materielle Geschenke.
Aber unabhängig von der Art des Geschenks bleibt der Kern der Weihnachtsbescherung der Gedanke an den anderen und die Bereitschaft, Freude zu teilen und Wertschätzung auszudrücken. Wie gesagt … „Das Wichtigste ist, das man spürt, das man sich was gedacht hat dabei“.
Weihnachtsgirlanden sind ein klassisches und vielseitiges Dekorationselement, das in der Weihnachtszeit verwendet wird, um eine festliche Atmosphäre zu schaffen. Ich z.B. bin immer wieder beeindruckt, wenn ich Bilder aus großen Adelshäusern oder in Filmen sehe, wo prunkvolle Tannengirlanden die Treppengeländer schmücken. Jetzt wisst ihr auch, wo ich mir die Trennbalken zwischen den Begriffen abgeguckt habe ...
Jedenfalls können die Girlanden aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen und dienen dazu, Räume, Geländer, Türen, Fenster und Außenbereiche zu schmücken – ja sogar ganze Straßenzüge und Fußgängerzonen.
Mir sind ja echte Nadelbaumgirlanden am liebsten. Das sind die traditionellsten Girlanden, die aus frischen Tannenzweigen (oft Nordmanntanne, Fichte, Kiefer oder Douglasie) gebunden werden. Im Haus verströmen sie ja einen herrlichen Duft, wovon man draußen leider nicht so viel merkt – aber es sieht schön aus. Wenn Tannengirlanden an Geschäften hängen greift man aber eh lieber zur künstlichen Variante. Die sind dann aus Kunststoff oder PVC und sehen auch gut aus. Sie sind wieder verwendbar, pflegeleicht und oft mit bereits integrierten Lichtern oder Dekorationen erhältlich.
Es gibt aber natürlich noch andere Girlanden – Diese bestehen aus glänzendem Folienmaterial und sind oft sehr voluminös und auffällig. Allein schon durch die Farben. Mal glitzern sie gold oder silbern … dann gibt es die Teile in weiß, rosa, rot, blau und sogar schwarz.
Es gibt ja auch noch Perlengirlanden. Holzperlen, Glasperlen oder Kunststoffperlen – was das Herz begehrt.
Und man kann tolle Girlanden auch selber basteln. Aus Papier, Goldfolie/Papier, Stoffresten, Filz oder Bastelfilz genäht oder geklebt. Oft findet man da Motive wie Sterne, Herzen oder Tannenbäume. Ich hatte auch schon mal eine Pizzakette als Girlande^^
Neben den Tannengirlanden sind aber auch die Lichterketten ganz vorne mit dabei.
Die beiden kann man sehr schön kombinieren, aber es gibt mittlerweile auch so viele fantastische Leuchtmittel als Girlanden, die das Eigenheim geradezu verzaubern.
Girlanden sind aber auch so vielseitig einsetzbar. Die Weihnachtsgirlanden sind ein zeitloses und anpassungsfähiges Dekorationselement, das maßgeblich zur Schaffung der weihnachtlichen Atmosphäre beiträgt, sei es durch ihren Duft, ihren Glanz oder ihre festliche Erscheinung.
Weihnachtsglocken sind nahezu ein ikonisches Symbol der Weihnachtszeit und tief in vielen Kulturen und Traditionen verankert. Ihre Bedeutung reicht von religiösen Ursprüngen bis hin zu einer allgemeinen Assoziation mit Freude, Festlichkeit und dem Beginn der Feiertage.
In der christlichen Tradition symbolisieren Glocken oft die Verkündigung der Geburt Jesu. Ihr Läuten kündigt eine freudige Botschaft an und ruft zur Feier auf. In vielen Kirchen läuten ja immer die Glocken an Heiligabend und am Weihnachtsmorgen besonders festlich.
Ursprünglich wurden Glocken aber auch dazu verwendet, böse Geister oder Dämonen zu vertreiben. Ihr Klang sollte reinigend wirken und Schutz bieten, was sich über die Rauhnächte auf die Weihnachtszeit übertragen hat, in der Licht über die Dunkelheit siegt.
Weihnachtsglocken als Dekoration finden sich in vielfältiger Form und Weise wieder.
Es gibt sie als Christbaumschmuck, als Wandschmuck, Hängedekoration usw.
Auch da finden sich viele verschiedene Materialien wie Metall, Keramiken, Glas und Kunststoff.
Und dann sind da noch die Weihnachtsglocken als Bild. Auf Servietten, Geschenkpapier, Fensterbilder oder gestickt oder gedruckt auf Tischdecken. Reden wir mal über die Klangvollen Glocken. Die Kirchenglocken sollte jeder kennen. Dann gibt es noch Kuhglocken, aber die haben mit Weihnachten ja eher wenig zu tun^^
Nicht zu vergessen – das Bescherungsglöckchen, mit dem die Bescherung eingeläutet wird. Und was wäre Weihnachten ohne "Jingle Bells"? Das charakteristische Geräusch von Schellen (kleinen Glöckchen), die oft an Schlitten (daher "Jingle Bells") oder an Türen hängen, gehört zum Klangrepertoire der Weihnachtszeit. Für den guten Ton sorgt meist Messing, Bronze oder Zinn, was einen klaren, resonant klingenden Ton erzeugen. Glocken sind schon was Feines … sofern man sich nicht im Kirchturm direkt neben der Glocke befindet^^
Insgesamt sind Weihnachtsglocken ein starkes und schönes Symbol, das uns an die Freude, den Frieden und die festliche Magie der Weihnachtszeit erinnert. Ihr Klang und ihr Anblick gehören untrennbar zu diesem besonderen Fest.
So … jetzt wird es lustig. „Ein Glühwein, swei Glühweih, Rei Lühwei, Hie Hühei…“
Glühwein ist aus der europäischen Weihnachtstradition, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, nicht wegzudenken. Er ist das absolute Sinnbild für Weihnachtsmärkte, kalte Winterabende und gemütliches Beisammensein. Sein wärmender Effekt und die aromatischen Düfte machen ihn zu einem der beliebtesten Getränke in der Advents- und Weihnachtszeit. Oder anders gesagt: Es ist ein Fest für die Sinne!
Glühwein ist ein heißes alkoholisches Getränk, das traditionell aus Rotwein hergestellt wird, der mit verschiedenen Gewürzen gesiedet und gesüßt wird. Es gibt auch Varianten mit Weißwein, die dann oft als "weißer Glühwein" bezeichnet werden. Alkoholfreie Versionen sind als Kinderpunsch oder alkoholfreier Punsch bekannt.
Die Zubereitung von Glühwein ist relativ einfach, erfordert aber etwas Fingerspitzengefühl, um den perfekten Geschmack zu erzielen. Er wird „nur“ erwärmt und nicht gekocht! Die ideale Temperatur liegt bei etwa 70-78 Grad Celsius.
Nach dem Erwärmen sollte der Glühwein idealerweise noch etwas ziehen, damit die Aromen der Gewürze gut in den Wein übergehen. Glühwein wird klassischerweise in hitzebeständigen Tassen oder Gläsern serviert.
Die Tradition des gewürzten Weins reicht weit zurück. Schon im antiken Rom wurde Wein mit Honig und Gewürzen vermischt, um ihn haltbarer zu machen und seinen Geschmack zu verfeinern. Solche Getränke wurden als "Conditum Paradoxum" bezeichnet. Das merkt ihr euch jetzt und probiert das bei der nächsten Gelegenheit mal aus: Zwei – drei Glühwein trinken und dann "Conditum Paradoxum" unfallfrei aufsagen. Aber weiter im Text! Der moderne Glühwein - wie wir ihn kennen - hat seine Wurzeln im Mittelalter. Im deutschsprachigen Raum gab es bereits im 15. Jahrhundert Aufzeichnungen über gewürzte Weine. Der Begriff "Glühwein" tauchte jedoch erst später, im 19. Jahrhundert, auf. Die Popularität des Getränks stieg mit dem Aufkommen der Weihnachtsmärkte im 20. Jahrhundert rasant an. Und Glühwein wird nun mal vor allem auf Weihnachtsmärkten genossen, wo er in großen Kesseln warmgehalten wird und der Duft schon von Weitem die Besucher anlockt. Aber auch zu Hause, bei Weihnachtsfeiern oder am Kamin, ist er ein beliebtes Getränk, das Gemütlichkeit und Festtagsstimmung verbreitet … sowie hier und da ein Karussell im Kopp^^
Der Glühwein ist somit nicht nur ein Getränk, sondern hauptsächlich ein Stück flüssige Weihnachtstradition, das Wärme, Geschmack und festliche Atmosphäre in die kalte Jahreszeit bringt – na denn Prost.
Es ist eines der ersten – wenn nicht sogar DAS erste Weihnachtsgeschenke der Geschichte! Gold ist seit Jahrtausenden ein faszinierendes Metall, das für Glanz, Macht, Reichtum, Wert und Hoffnung steht. Und die bekannteste Verbindung ist wohl die Weihnachtsgeschichte, in der die Heiligen Drei Könige dem neugeborenen Jesus Gold als eines ihrer Geschenke darbringen. Na ja … und anderes Zeug – aber wie schon mal gesagt: „Was zum Henker soll denn ein Kind mit Weihrauch und Myrrhe???“
Bleiben wir jedoch bei den Königs … und gehen ins Mittelalter. Gold stand schon damals wie heute für Macht, Reichtum und den Status eines Königs oder Herrschers.
Gold galt als das edelste aller Metalle, das nur Königen oder Tempeln gebührte.
Gold ist beständig und rostet nicht, was es zu einem Symbol für Ewigkeit und das Göttliche macht. In der dunklen und kalten Winterzeit bringt Gold mit seinem Glanz Licht und Wärme, was ja auch gut zur festlichen Atmosphäre von Weihnachten passt.
Jetzt hat nicht jeder das nötige Kleingeld für Schmuck aus Gold … oder nen Goldbarren. Muss aber auch nicht sein – spendet das Geld lieber mir – und zwar hier ;)
So beschränken wir uns eben auf die Dekoration. Und da ist die Farbe Gold ist neben Rot und Grün eine der traditionellsten Weihnachtsfarben und findet sich in zahlreichen Dekorationselementen wieder. Goldene Kugeln, Sterne und Ornamente sind klassische Elemente am Weihnachtsbaum. Goldene Akzente auf dem Tisch ... wie z.B. Kerzenleuchter, Serviettenringe oder Besteck, verleihen der Weihnachtstafel festliche Eleganz. Und da wir kein Gold verschenken, nehmen wir wenigstens goldene Geschenkverpackungen und Schleifen. Ist ja auch schön.
Wie ihr seht, ist Gold zu Weihnachten weit mehr als nur ein Edelmetall. Es ist ein tief verwurzeltes Symbol für Hoffnung, Beständigkeit, Königtum und festlichen Glanz, das die magische Atmosphäre der Feiertage maßgeblich prägt.
Der Gutschein … nicht selten der Retter in der Not! Gutscheine zu Weihnachten sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden und haben sich als gängiges Geschenk etabliert. Sie bieten eine praktische Lösung für Schenkende und Beschenkte gleichermaßen, sind aber nicht unumstritten.
Wer keine konkrete Geschenkidee hat oder befürchtet, das Falsche zu kaufen, findet im Gutschein eine einfache und sichere Lösung. Viele Online-Händler oder Kaufhäuser bieten deshalb ja auch Gutscheine an, die eine breite Auswahl ermöglichen.
Und wer kennt es nicht … Weihnachten kommt immer so plötzlich^^ Da kann man Heiligabend kurz vor Ladenschluss schnell noch mal los rennen und einen Gutschein besorgen. Und wer noch später dran ist greift auf den digitalen Gutschein zurück. Der kann per Mail direkt verschickt werden und ist – wie oben schon gesagt – der Retter in letzter Not.
Jetzt sind Gutscheine meist relativ unpersönlich und zeugen nicht gerade von Kreativität. Wobei man den Umschlag ja auch schön selbst gestalten kann – oder den Gutschein selbst, wenn man z.B. Zeit verschenkt. Ein Gutschein über ein Jahr Rasen mähen oder mit dem Hund des Beschenkten Gassi gehen. Das ist schon eine praktische Geschenkidee, besonders wenn das Geld sehr knapp ist.
Wenn man aber genug Geld hat und dann zum Gutschein greift … dann könnte das den Eindruck erwecken, dass sich der Schenkende keine Gedanken gemacht oder keine Zeit (oder Lust) für die Suche nach einem individuellen Geschenk investiert hat.
Ja, das liebe Geld^^ Früher war es ja so, dass man erst mal ne Stunde das Preisschild vom Geschenk geknibbelt hat … Heute macht ein Gutschein den finanziellen Wert des Geschenks klar deutlich – steht ja drauf. Das passt nicht jedem … Ich sach nur.
Es gibt da aber noch einen Haken an der Sache. So ein Gutschein muss ja in der Regel eingelöst werden. Mal wird es schlichtweg vergessen oder man kommt nicht in den Laden, woher der Gutschein ist. Irgendwas ist ja immer^^ Jedenfalls gehen in Deutschland pro Jahr schon mal 500 Millionen €uro flöten. Und das ist in der Tat eine schöne Bescherung. Aber ich möchte Gutscheine jetzt echt nicht schlecht reden. Denn Gutscheine zu Weihnachten sind eine moderne und praktische Geschenkoption, die in einer schnelllebigen Zeit einfach ihren Platz gefunden hat. Während sie an Bequemlichkeit kaum zu übertreffen sind, ist es wichtig, sie mit Bedacht und, wenn möglich, einer persönlichen Note zu versehen. So können sie von einem bloßen Geldersatz zu einem wohlüberlegten und geschätzten Weihnachtsgeschenk werden.