„Früher war mehr Lametta“ - Diesen Spruch kennt wohl jeder. Was nicht jeder kennt, ist Lametta aus Stanniol-Lametta. Das Wort "Lametta" kommt vom italienischen Wort "lama", was so viel heißt, wie Metallblatt. Angeblich wurde Lametta 1610 in Nürnberg erfunden. Wer, wie und warum ist weiter nicht bekannt. Zu der Zeit bestand Lametta noch aus zerkleinertem Silber.
Erst Ende des 19. Jahrhundert kam ein Fränkischer Drahthersteller auf die Idee, versilberten oder vergoldeten Kupferdraht (Leonischer Draht) platt zu walzen. Ja schön … Jetzt hatte der Drahthersteller ein paar Fäden Lametta, wusste aber nichts damit anzufangen. Es war kurz vor Weihnachten und er hatte noch anderes zu tun. Also legte er die Metallfäden erst einmal auf die Zweige des Tannenbaumes.
Da kam dann seine Frau ins Zimmer und war über den Anblick so hocherfreut, dass sie vor lauter Freude das Tablett mit dem Kaffee fallen lies.
Ja Ok - ab der Stelle wo der Draht platt gewalzt wurde hab ich die Geschichte ein wenig erweitert … so von Weihnachtsromantik her.
Aber der genaue Ablauf, wie man auf die Idee kam, Lametta als Baumschmuck zu verwenden, ist nirgendwo wirklich belegt. Allerdings fand diese Verarbeitung des Leonischen Drahtes dann den Weg zur industriellen Fertigung von Lametta. Irgendwer muss ja dann auf die Idee gekommen sein, die Metallfäden an den Tannenbaum zu hängen und damit Eiszapfen zu simulieren – bzw. eine Winterlandschaft zu symbolisieren.
Ursprünglich bestand Lametta aus zerkleinertem Silber. Dann folgten die Leonischen Drähte, bis man dann Stanniol nahm – also eine Legierung von Zinn und Blei. Das hatte ein ganz schönes Gewicht, fiel aber besser und sah einfach schöner aus. Doch dann stellte man fest: „Verdammte Axt, das bleihaltige Zeug is ja höllengiftig“! Also … ersetzte man das Stanniol-Lametta durch Aluminium.
Wer noch Fotos aus den 60er 70er Jahren hat, wird wohl kaum Fotos vom Weihnachtsbaum finden, wo kein Lametta dran war!
Lametta entwickelte sich schnell zu einem traditionellen Baumschmuck.
Der glitzernde Schmuck an den Weihnachtsbaumzweigen hatte nämlich einen praktischen Nebeneffekt. Hatte der Baum offene Stellen, wo mal ein Zweig fehlte … oder man hatte nicht viel Baumschmuck, dann konnte man diese Stellen mit Lametta überdecken. Zudem wurde das Licht von den Kerzen reflektiert und ließ den Baum funkelnder erstrahlen.
So – jetzt war Weihnachten vorbei und man hat den Baum abgeschmückt. Jetzt gab es zwei Möglichkeiten: Man lässt das Lametta dran und wirft den Baum einfach so auf die Straße … oder man nahm Faden für Faden vom Baum herunter und hat es aufgebügelt, bevor es wieder zurück in den Verpackungsbrief ging. Denn Lametta war oft einfach zu teuer, um es einfach wegzuwerfen.
Eine weitere Möglichkeit war, aus den Lametta-Resten kleine Kugeln zu formen und die blöden Nachbarskinder damit zu bewerfen …
Hab ich natürlich nie gemacht und würde ich hier auch nie schreiben …. oh … egal^^
Nun stellte man aber fest, dass an vielen Tannenbäumen immer noch vereinzelt ein paar Lametta-Streifen hingen. Das war für die Umwelt jetzt nicht ganz so dolle.
Darum hat man mehr und mehr auf bleihaltiges Lametta verzichtet. Stanniol-Lametta ist jetzt nicht verboten, aber man rät natürlich davon ab. Egal, ob Stanniol, Aluminium oder Zinn – man kann es noch kaufen – bzw. bestellen. In den Läden findet man aber eher die Version aus Kunststoff-Folie. Aber auch das ist Umwelttechnisch jetzt nicht das Optimale und verschwindet ebenfalls immer mehr von den Tannenbäumen. So wird der Ausspruch: „Früher war mehr Lametta“ immer mehr zur nostalgischen Anspielung auf vergangene Weihnachten.
Schwierig …. die einen seufzen sehnsuchtsvoll, die anderen ziehen in Gedanken den Splint einer Granate^^ Die Rede ist von „Last Christmas“ …
"Last Christmas" war und ist ein Weihnachts-Hit des britischen Pop-Duos Wham! Diese Lexikon wurde am 24. August 2025 freigegeben … also genau dem Zeitpunkt, an dem diverse Radiosender das erste Mal in der Saison dieses Weihnachtslied spielen. Und je näher das Weihnachtsfest auf uns zu rast, erhöht sich die Wiederholungsrate dermaßen, dass ein atomarer Teilchenbeschleuniger ein echter Kindergarten ist!
Apropos Kinder … George Michael schrieb den Song im Februar 1984 in seinem Kinderzimmer, als er seine Eltern besuchte … mal eben^^ Ich meine, er hat auch alleine die meisten Sequenzen aufgenommen. Da bin ich mir jetzt aber nicht ganz sicher. "Last Christmas" wurde jedenfalls sehr schnell produziert und noch im gleichen Jahr - passend zur Weihnachtssaison veröffentlicht.
Es war zwar direkt ein Hit … und das Jahr für Jahr, aber es dauerte tatsächlich 39 Jahre, bis "Last Christmas" in den britischen Weihnachtscharts 2023 auf Platz 1. landete. Das Lied, das eine Trennung zu Weihnachten thematisiert, gehört eindeutig zu den meistgespielten Weihnachtsliedern in den Radiostationen! Wie gesagt – jedes Jahr.
Auch das Musikvideo dazu versetzt den allgemeinen Musik-Fan direkt in Weihnachts – bzw. Winterstimmung. Und das, wo es doch eigentlich ein Osterlied werden sollte. Dieses Gerücht wurde jedoch von Andrew Ridgeley dementiert. Was nun stimmt … ist eigentlich egal^^ Das Musikvideo wurde jedenfalls im Schweizer Skiort Saas-Fee gedreht – allein schon wegen der Schnee-Garantie.
Allein dieses Video wurde über fünf Milliarden mal gestreamt! George Michael verdiente mit dem Weihnachts-Hit so um die 300 Millionen Dollar. Nun – da hat er jetzt nichts mehr von, da er leider 2016 verstorben ist (am 25. Dezember – also genau an Weihnachten). "Last Christmas" wird auch die nächsten 50 – 100 Jahre ein Hit bleiben, der auf keiner Weihnachtsparty fehlen darf. Ob man das Lied nun mag … oder nicht.
Lebkuchen ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck, das besonders in Deutschland zur den Weihnachtszeit gehört. Ich muss gestehen, wenn es in den Läden die ersten Lebkuchen und Spekulatius gibt, hol ich mir das auch und probiere den aktuellen Geschmack. Erst zum Advent gibt es die zweite Fuhre …
Lebkuchen ist bekannt für seinen einzigartigen Geschmack und dieser würzigen Note, wofür Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken ganz allein die Verantwortung tragen.
Lebkuchen gibt es als Lebkuchenhäuser, Lebkuchenmänner, Herzen, Sterne und Brezeln. Ihr kennt diese Packungen aus dem Discounter … die liegen meist neben den runden Lebkuchen mit dem tollen Zuckerguss …. aber ich schweife ab^^
Lebkuchen hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Durch die kostbaren Gewürze ist dieses Gebäck auch seit je her mit Weihnachten verbunden. Lebkuchen soll für seine lange Haltbarkeit bekannt sein. Da kann ich allerdings nichts zu sagen … so lange hält Lebkuchen bei uns nicht^^ Aber dadurch ist es natürlich ein hervorragendes Weihnachtsgebäck … und wenn es soweit reicht – auch für den Winter. Denn Lebkuchen ist ein Symbol für Freude und Wärme.
Von Honigkuchen über Printen bis hin zu den beliebten Dominosteinen gibt es viele verschiedene Sorten, die in Deutschland, vielen Teilen Europas und in den USA genascht werden. In den USA freuen sich besonders die Kinder über den legendären Lebkuchenmann. Bei uns ist ja das Lebkuchenhaus sehr beliebt. Die ersten Nachbildungen eines Hauses soll es so zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gegeben haben. Vielleicht fragt man mal die Hexe aus Hänsel und Gretel … die wird es ja wohl am besten wissen.
Wie schon oben beschrieben, tauchen die ersten Lebkuchen im Spätsommer in den Läden auf. Angeblich um einen Ansturm während der Weihnachtszeit zu bewältigen. Die Wahrheit ist aber: Ich nerve die Verkäuferinnen und Verkäufer seit Mai mit meiner ständigen Fragerei, wann es denn nun endlich Lebkuchen gibt …
"Leise rieselt der Schnee" ist ein altes bekanntes deutsches Weihnachtslied. Das Problem dabei ist, es ist der Wunsch nach einem verschneiten Weihnachtsfest. Und das gibt es in ganz Deutschland schon seit langem nicht mehr. Es sind immer nur gewisse Regionen zu Weihnachten weiß. Aber Ok – das is nun mal so.
Das Lied wurde jedenfalls 1895 von dem evangelischen Pfarrer Eduard Ebel geschrieben. Man kennt es auch vereinzelt unter dem Titel "Weihnachtsgruß". Ebel hat das ursprüngliche Gedicht in seinem Gedichtband "Gesammelte Gedichte" veröffentlicht. Wer die Melodie dazu komponiert hat, ist leider unbekannt. Irgendwann war es einfach da. Und von da an nannte man das Werk "Leise rieselt der Schnee". Der Liedtext beschreibt eine herrliche Winterlandschaft. Der See ist zugefroren, der Schnee fällt und weihnachtlich glänzend der Wald … freue dich, Christkind kommt bald. Der Text sollte ja jedem halbwegs bekannt sein.
"Leise rieselt der Schnee" ist nicht nur eines der bekanntesten und beliebtesten deutschen Weihnachtslieder – es ist auch die Sehnsucht nach der friedlichen und besinnlichen Stimmung und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Das Lied ist ja ein echter Klassiker und wird sehr oft zur Weihnachtszeit gesungen … manchmal wird dabei der Text auch etwas verulkt^^ Z.B.: "Leise rieselt die Vier auf das Zeugnispapier" … oder "Leise pieselt das Reh, gelbe Spurn in den Schnee“ oder auch
"Leise pieselt das Reh in den Starnberger See".... Sowas würde mir ja nie einfallen *flöt* ^^
Meine persönliche Lieblingsversion ist übrigens die von Heino und den westfälischen Nachtigallen .. und das schon mein ganzes Leben!
Ich habe den Begriff Lichterbogen gewählt, weil es ja nicht nur den Schwibbogen gibt. Eine ebenso beliebte Fensterdekoration zur Weihnachtszeit ist die Kerzenbrücke. Diese elegante Beleuchtung besteht meist aus sieben bis neun elektrischen Kerzen. Und ja – es gibt auch welche mit echten Kerzen … die sind aber nicht so optimal mit Gardinen kompatibel. Ich sach nur …
Historisch gesehen sind die Kerzenbrücken aber auch nur ein „einfacher“ Abklatsch der Schwibbögen. Beide Beleuchtungen kamen im 18. Jahrhundert heraus – damals erst einmal mit echten Kerzen … Interessant wird die Sache dann dadurch, dass der New Yorker Elektroinstallateur Edward Johnson (einem Geschäftspartner von Thomas Edison) wohl als Erster so eine Kerzenbrücke elektrisch beleuchtet hat. Das war am 22. Dezember 1882 – also zu Zeiten, wo Strom fast noch als Hexenwerk galt.
Die Lichterbögen, die wir als Schwibbogen kennen, hatten ihren Ursprung im 18. Jahrhundert im Erzgebirge. Kommt jetzt nicht wirklich überraschend, denn das Erzgebirge ist ein wahres Weihnachtsland. Sie sind eine traditionelle Weihnachtsdekoration, die sehr oft Figuren und Symbole aus dem Bergbau zeigen. Da geht es um die Sehnsucht nach Geborgenheit und besonders nach Licht, was man unter Tage nicht wirklich viel hatte. Der halbrunde Bogen symbolisiert den Himmelsbogen, wenn man wieder das Tageslicht erblickt und nach Hause kommt.
Heute gehören Schwibbögen zur erzgebirgischen Weihnachtstradition wie das Salz in der Suppe. Aber auch in anderen Regionen sind sie zu finden.
Ich muss ganz ehrlich sagen – mir geht immer das Herz auf, wenn ich einen schönen Schwibbogen im Fenster sehe. Sie schaffen eine traumhafte weihnachtliche Atmosphäre. Die detailreichen Darstellungen sieht man von außen ja nicht immer ganz so gut … aber alleine der Lichterglanz – aber wartet – dafür mach ich am Besten ein eigenes Türchen auf.
Lichterglanz ist richtig und wichtig in der Weihnachtszeit! Wenn ich morgens meinen Einkauf erledige, oder am Nachmittag zum Weihnachtsmarkt gurke, dann ist es entweder noch dunkel … oder es wird langsam dunkel. Und ich fahr dann meist gemütlich mit meiner Rentnerkarre durch die Gegend, weil das Teil gar nicht so schnell fährt … is vielleicht auch besser so^^
Aber genau dann erfreue ich mich an Beleuchtungen in Vorgärten und Fenstern.
Man redet da ja oft von Hoffnung und Frieden, der mit dem Lichterglanz symbolisiert wird. Ja gut – kann man so sehen. Aber ein warmes Licht gibt mir einfach ein wohliges, heimeliges Gefühl – fertig aus. Na ja – und es sieht oft sehr schön aus. Und ganz egal, was die Lichtquelle ist. Kerzen sieht man ja eher weniger in den Fenstern – aber Zuhause dann … Was man allerdings in den Fenstern, Gärten und an den Häusern sieht, sind aber verschiedenste, tolle Illuminationen. Beleuchtete Figuren, Lichterketten und was es alles so gibt.
Von der „geistlichen“ Seite her sieht man das Licht als Hoffnung. Im christlichen Glauben ist das Licht eng mit der Geburt Jesu verbunden. Schließlich führte ja ein hell leuchtender Stern die heiligen drei Könige zum Stall von Bethlehem, wo Jesus grad das Licht der Welt erblickte …
Alles schön und gut – ich seh es da ein wenig irdischer und dazu auch praktisch. Mit Licht sieht man einfach mehr! Probiert es aus – es ist unglaublich.
Zuhause gehört Lichterglanz einfach zu einem gemütlichen Ambiente dazu.
In den Städten und Gemeinden sind im Advent meist die Straßen und Plätze mit herrlichen Weihnachtsbeleuchtungen dekoriert. Ok – in meinem Ort hab ich leider etwas Pech, da es da offensichtlich an Kreativität fehlt … oder man hat einfach keinen Bock^^ Beleuchtung ist zwar da … aber na ja – eben nicht in schön.
Das ist natürlich eher kontraproduktiv, wenn man die Kundschaft gern in die Stadt locken möchte und in vorweihnachtliche Stimmung bringen will, damit sie ihr Geld bei den lokalen Händlern lassen.
Also gucken wir Zuhause noch mal nach.
An manchen Häusern ist der Energieverbrauch in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit ein wenig gestiegen. Da musste man sich schon mal entscheiden: Zwei Wochen Urlaub oder die Weihnachtsbeleuchtung.
Aber zum Glück gibt es ja energieeffiziente LED-Beleuchtung. Auch Solar-Lichterketten bringen was … noch nicht soo viel – aber immerhin. Meist kommt der Strom aber weiterhin aus der Steckdose.
Draußen könnte man übrigens auch im Winter Gartenfackeln oder so entzünden. Nur mal so als Gedanke. Aber wie auch immer den Lichterglanz entfacht – es gibt ein wohliges Gefühl und bringt Gemütlichkeit in die dunkle Jahreszeit. Ohne dem gäbe es für mich keine schöne Weihnachtszeit …
Weihnachtliche Lichterketten sind ein beliebtes Dekorationselement. Von klassischen Modellen für den Weihnachtsbaum über batteriebetriebene Varianten bis hin zu Lichtschläuchen gibt es je nach Vorhaben verschiedenen Ausführungen. Da gibt es zum einen die Lichterkette für außen oder die gegenderte Version … die Lichterkette/innen^^
Die Lichterketten, wie wir sie heute kennen, sind jetzt nicht ganz so traditionsreich, wie andere Lichtquellen wie z.B. Kerzen. Hat man in früheren Zeiten mit Licht böse Geister abgewehrt, so wehrt man heute mit grellen Lichterketten eher Einbrecher ab. Mit Bewegungsmelder ist da ja einiges möglich. So wird aus dem Modetrend dann doch wieder ein Brauch, um z.B. mit dem Licht das Haus und die Familie im kommenden Jahr zu beschützen.
Es gibt ja eine große Vielzahl von Lichterketten für verschiedene Zwecke und Geschmäcker. Manche Beleuchtungen schaffen den Sprung von der Weihnachtsdekoration in die Ganzjahresbeleuchtung.
Sehr beliebt sind ja diese feinen Drahtlichterketten. Auch ich arbeite gerne damit. Sie sind ideal für kreative Dekorationen, da sie flexibel geformt und in simplen Papierbasteleien „versteckt“ werden können.
Augen auf – beim Lichterkettenkauf!
LED-Lichterketten sind schon mal eine gute Wahl für den langfristigen Gebrauch, da sie energieeffizient fast unkaputtbar sind. Wer jetzt nur ein schmales Budget hat, der kann auf die günstigsten Angebote zurückgreifen, sofern sie Solar- oder Batterie betrieben sind.
Wo der Stecker aber in die Steckdose kommt – da bitte Finger weg von Sonderangeboten! Achtet beim Kauf von Lichterketten auf das originale GS-Prüfsiegel. Da habt ihr geprüfte Sicherheit und weniger Brandgefahr in der Hütte … Ich sach nur.
Reden wir mal kurz über die Weihnachtsplanung … Es muss nicht jeder von Januar an planen. Ist ja auch nicht jeder so behämmert, wie ich^^ ABER … so ab August kann man gerade bei Lichterketten jetzt so langsam schon mal schauen, ob die Dinger überhaupt noch funktionieren. Ich hab ja gesagt – quasi unkaputtbar … aber wenn da ein Rasenmäher oder so drüber fegt – dann war´s das. Ansonsten haben die Lämpchen eine Lebensdauer zwischen 50.000 und 100.000 Stunden!
Ein weiterer Punkt ist das Kabel. Habt ihr schon mal so ein riesen Knäuel Lichterkette auseinander gefriemelt? Macht das nicht auf den letzten Drücker! Das kostet nur Nerven und am Ende eine neue Lichterkette … fangt damit rechtzeitig an.
Dann habt ihr schon mal ein vorweihnachtliches Erfolgserlebnis, dann einen herrlichen Lichterglanz – und die Weihnachtsharmonie ist auch gerettet.
Wir begeben uns nach Schweden und treffen auf Lucia - eine frühchristliche Heilige und Märtyrerin. Ihr Name Lucia bedeutet „die Leuchtende“. Beim Buchstaben „L“ haben wir es aber auch mit dem Licht^^ Macht aber auch alles Sinn. Lucia bedeutet „die Leuchtende“ - das kommt aus dem lateinischen „Lux“, was wiederum „das Licht“ bedeutet … Und das Lux ist ja auch die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke.
Bei Lucia handelt es sich eigentlich um eine Italienerin, die um 283n.Chr. geboren wurde und bereits 304n.Chr. … man muss es so sagen … ermordet wurde. Hier vermischen sich auch mal wieder die christlichen und heidnischen Kulturen.
Der Legende nach soll Lucia nachts Lebensmittel in die Katakomben von Syrakus gebracht haben. Da haben sich wohl Christen im Geheimen getroffen. Jetzt ist es nachts aber meistens dunkel … und um möglichst viel tragen zu können, hat sie sich einen Kranz mit Kerzen auf den Kopf gesetzt. So hatte sie etwas Licht – und die Hände frei, um die Lebensmittel zu tragen. Dieser Brauch wird auch heute noch fortgeführt – überwiegend in Nordeuropa. Es symbolisiert die Überbringung der Lebensmittel, sowie die Ankunft der Wintersonnenwende. Ich sagte ja bereits, dass hier und da die christlichen und heidnischen Bräuche ordentlich durcheinander gewürfelt werden. In der christlichen Kirche ist der 13. Dezember der Gedenktag für Lucia. Aber genauso eben in heidnischen Kulturen, die am selben Tag den Beginn der Wintersonnenwende feiern.
Aber egal … Der vielleicht bekannteste Brauch am Lucia-Tag ist dann wohl, dass ein Mädchen, wie einst Lucia, ein weißes Gewand trägt und einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf hat. Sie führt so aufgebrezelt eine Lichterprozession an, die von weiteren Mädchen – den sogenannten „Tärnor“ - begleitet wird.
Damit uns die Mädels nicht verhungern, wird traditionelles Gebäck gereicht. Es handelt sich dabei um Safranbrötchen, die dort Lussekatter genannt werden. Damit es abends auch etwas lustig wird, gibt es Glögg zum warm werden. Es ist eigentlich nichts anderes wie schwedischer Glühwein.
Auch in anderen skandinavischen Ländern feiert man den Lucia-Tag, aber jetzt nicht ganz so dolle wie in Schweden.
Und ganz oben steht ja, dass Lucia eigentlich Italienerin war – und so überrascht es nicht, das in Italien - insbesondere auf Sizilien der Tag zu Ehren der Heiligen Lucia begangen wird.
Wie kommt der Herr Zippelmütz den jetzt auf Lüge? Ganz einfach – wir reden hier in erster Linie von der "Weihnachtsmann- bzw. Christkind-Lüge"!
Das ist so ein weit verbreitetes Tradition-Ding, bei der Eltern ihren Kindern einen erzählen, dass eine imaginäre Figur (der Weihnachtsmann, das Christkind, Santa Claus etc.) die Geschenke bringt.
Das Wort „Lüge“ klingt in dem Kontext natürlich etwas hart – denn es hat ja auch noch niemand bewiesen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt … Ich sach nur.
Jetzt sieht es ja so aus, dass ich tief in mir drin auch noch ein Kind bin …. und wohl immer bleiben werde. So bekommt man bei mir auch den Zauber und die Magie der Weihnachtszeit zu spüren.
Das ist nicht nur Kopfsache! Vor allem das Herz am rechten Fleck gehört dazu, denn das Erzählen von Geschichten über Weihnachtsmann, Christkind oder gar dem Grinch kann die Kreativität und Vorstellungskraft der Kinder so weit anregen, dass sie wie im Wahn ihr Spielzeug wegräumen und sogar brav ihren Teller leer essen.
Nicht zu vergessen, der psychologische Aspekt. Psychologen erklären nämlich, dass kleine Kinder im Alter von etwa drei bis vier Jahren in einer "magischen Phase" sind. Man sagt, dass sie Realität und Fiktion noch nicht klar trennen können. Ebenso sei der Glaube an fantastische Figuren in dieser Entwicklungsphase normal und wichtig für die Fantasie-Entwicklung. Ok – kann man so sehen, paranormale Wissenschaftler erzählen euch was anderes. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Kommen wir zur nächsten Lüge: „Wir schenken uns nichts“!
Ist dieses Übereinkommen erst einmal beschlossen, sollte es wie beim Viehhandel per Handschlag besiegelt und vor allem auch eingehalten werden.
Denn bricht jemand diesen Vertrag sieht mindestens eine andere Person ziemlich dämlich aus. Denn auch, wenn man gesagt hat: „Wir schenken uns nichts“ … so ist nicht selten, die Enttäuschung am Ende doch da. Es ist schlichtweg peinlich, wenn man dann kein Geschenk hat – Also lasst diese Lüge!
Lüge Nummer 3. "Sei artig, sonst gibt's keine Geschenke" … Diese Lüge kann zwei Gründe haben. Es ist kein Geld da für Geschenke, oder es ist einfach eine pädagogische Maßnahme, um Kinder dazu zu erpressen, brav zu sein. Also wenn kein Geld für Geschenke da ist, bezichtigt man das Kind, dass es nicht brav gewesen ist … ja toll – und was, wenn es brav war?
Und die pädagogische Maßnahme? Jetzt war das Kind die letzten zwei Wochen vor Weihnachten extrem nervig und unartig, aber bekommt trotzdem Geschenke, weil das Spielzeug und das neue Smartphone ja bereits geliefert wurde^^
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die "Lügen zu Weihnachten" sind jetzt meist nicht wirklich böse gemeint. Man möchte damit eher den Zauber und die Magie der Weihnachtszeit schützen, als jemandem zu schaden. Dennoch handelt es sich dann um Lügen. Insbesondere die Geschichte vom Weihnachtsmann oder Christkind wird von den meisten als eine liebenswerte Tradition und nicht als schädliche Täuschung betrachtet. Aber wehe, man würde behaupten, dass eine Jungfrau nicht einfach so schwanger werden kann … dann wär aber der Teufel los … Ich sach nur.