Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne Wortspielchen mache. Ich hab ja jetzt nicht so Zeug wie Germanistik oder so studiert. Ich war zwar ne Zeit lang regelmäßig in der Uni, aber die hieß auch nur so und war ne Kneipe. Das Thema Wortspielerei ist so komplex, wie ich bei den Recherchen festgestellt habe, dass ich auf Fachbegriffe verzichte. Ich verwende ja gerne Doppeldeutigkeit, gleich klingende Laute oder auch verdrehte Worte. Manchmal passiert es ja auch aus Versehen, wenn ich Wechstaben verbuchsle … So geschehen, als ich Begriffe gesammelt habe. Beim Buchstaben „O“ taucht „Oh du Fröhliche“ auf. Es flog in den Kopp und wurde schnell aufgeschrieben – zu schnell^^ Denn auf einmal stand da „Udo Fröhlich“. Ein schon älteres Phänomen taucht immer dann auf, wenn sich die Schlagzahl im Radio bei dem Lied „Last Christmas“ erhöht. Besonders in den sozialen Medien stellt man gern die Frage: „Wer ist eigentlich dieser Lars Christmas“? Und dann führt eines zum anderen, denn die Familie Christmas besteht ja nicht nur aus Lars. Da gibt es noch Mary Christmas und Wyatt Chrismas.
Das geht jetzt natürlich nicht nur mit Namen. Versucht mal nach drei vier Glühwein frohe oder schöne Weihnachten zu wünschen … da kann schnell „Frohe Schweinachten“ rauskommen^^ Ist halt das gleiche Prinzip.
Mein Hauptziel ist es ja, den Leserinnen und Lesern ein Lächeln zu entlocken – oder zumindest ein kleines Schmunzeln.
Das Schlimme daran ist ja, dass manche Namen dann einfach so im Kopf bleiben. Je nachdem, wie gut der „neue“ Namen ist. „Niko Laus“, „Chris Kind“ und „Chris Mess“ sind zur rechten Zeit häufig im Umlauf, werden aber als Namen nicht so erkannt. Und diese Beispiele find ich jetzt auch gar nicht so dolle. Aber wehe, man macht sich da bei ner guten Kaffee Kanne man Gedanken dazu …
Da kommt man dann auf so Namen wie „Karl Toffelsalat“,“Bob Schlitten“, „Eva N.Gelium“, „Maria Undjosef“ oder „Felix Navidad“.
Die Weihnachtszeit, die oft mit Traditionen, Ritualen und einer gewissen Leichtigkeit verbunden ist, bietet hier einen fruchtbaren Boden für solche sprachlichen Spielereien, wenn man ihn mit Kaffee beträufelt. Sie tragen dazu bei, die oft besinnliche, aber manchmal auch stressige Zeit aufzulockern und mit einem Augenzwinkern zu begegnen. Und das mache ich ja besonders gern.
Eigentlich sind so Namen wie "Udo Fröhliche" ein Zeichen dafür, wie lebendig Sprache ist und wie man Kreativität und Humor nutzen kann, um für einen kleinen Moment die Stimmung aufzulockern. Wenn das klappt, ist es natürlich meist "Rainer Zufall" … Ihr seht, wie leicht das geht. Aber man muss es auch können. Es bringt nichts, auf Teufel komm raus irgend einen Namen zu finden, der allem die Krone aufsetzt. Das ist nämlich meist ein "Klara Fall" von Rohrkrepierer^^
Wie auch immer – wenn die Stimmung zu Weihnachten zu kippen droht, oder es gar zu festlich wird … kann man mit diesen Wortspielen ironisch oder humorvoll auf Klischees hinweisen, die in die heutige Zeit eventuell nicht mehr passen – auch wenn man in der Weihnachtszeit ganz besonders auf alte Traditionen wert legt.
Ich spreche kaum italienisch. Aber die paar Brocken, die ich kann - reichen für eine freundliche Begrüßung, ich kann zum Geburtstag gratulieren und ich kann Eis und Bier bestellen. Und frohe Weihnachten kann ich meinen italienischen Freunden auch wünschen. "Natale" ist das italienische Wort für Weihnachten. Wörtlich genommen heißt es "Geburt". Also äußerst passend für Weihnachten. "Natale" wird allerdings auch manchmal als Vor- oder Familienname verwendet, wobei es sich dann nicht unbedingt um den Weihnachtsmann handelt.
Die italienischen Weihnachts-Feierlichkeiten ähneln unserem Weihnachtsfest in vielen Belangen – jedoch nicht in allen. Weihnachtsbaum, Krippe und das große Festessen im Kreise der Familie … alles soweit wie bei uns. Allerdings kommen in Italien an Heiligabend eher Meeresfrüchte auf den Tisch. Wenn die Mitternachtsmesse (Santa Messa di Natale) gelesen ist, gibt es noch ein süßes Brot – so als Betthupferl.
Mit Mitternachtsmesse hatten wir es ja nicht so … aber wenn wir mit unseren neuen Spielsachen gespielt haben und es langsam dann doch Zeit fürs Bett wurde, haben wir ganz gern noch ein Stück Torte gegessen …
Kommen wir zur Bescherung. Das läuft in Italien etwas anders. Da gibt es nämlich zwei Möglichkeiten. Am Morgen des 25. Dezember sorgt "Babbo Natale" für die Bescherung. Er ist ein wenig vom amerikanischen Santa Claus abgekupfert, aber das macht ja nix. Und dann hätten wir noch „Befana“ - eine gute Hexe, die den Kindern zum Dreikönigstag die Geschenke bringt. In Italien ist Natale also nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch ein wichtiges kulturelles und familiäres Ereignis. Es kann – je nach Familientradition dann eben bis zum 06. Januar dauern, bis es Geschenke gibt … Aber wie auch immer – ich wünsche euch jetzt schon mal "Buon Natale", was wörtlich "Gutes Weihnachten" bedeutet.
Den „Felix Navidad“ hatten wir ja bei den Namen schon. "Navidad" ist das spanische Wort für Weihnachten und ist auch der Name für das Weihnachtsfest in Mexiko, das vom 16. Dezember bis zum 6. Januar gefeiert wird.
"Navidad" leitet sich vom lateinischen Wort "nativitas" ab, was "Geburt" bedeutet … ihr wisst schon – Geburt Jesu Christi und so ...
Es wird oft in Verbindung mit weihnachtlichen Gegenständen verwendet, wie "árbol de Navidad" (Weihnachtsbaum) oder "luces de Navidad" (Weihnachtsbeleuchtung). Also eigentlich wie bei uns … hier wird zur Weihnachtszeit ja auch alles mit einem „Weihnachts-Irgendwas“ ausgeschmückt. Da gibt es dann auf einmal Weihnachtsbier … nur mal so als Beispiel.
"Feliz Navidad" ist der spanischer Gruß, der "Frohe Weihnachten" bedeutet und worauf sich das Wortspiel mit „Felix Navidad“ bezieht.
Und auch hier gleicht das Weihnachtsfest dem Unseren. Religiöse und kulturelle Traditionen prägen wie bei uns das Weihnachtsfest mit allem Zipp und Zapp wie Weihnachtsessen, Geschenke und festliche Dekorationen.
Ähnlich wie in Italien steht "Navidad" mehr im Zeichen der Familie, als z.B. bei uns. Aber sonst gibt es kaum Unterschiede.
"Navidad" ist in der spanischen Sprache und Kultur eben das, was wir hier als Weihnachten bezeichnen, und es ist eng mit den religiösen und kulturellen Traditionen des Festes verbunden.
Herzlich willkommen zurück im Gewürze-Paradies. Wir sind nun bei den Nelken, die zum einen ein traditionelles Gewürz in der Weihnachtsküche sind und zum anderen ein beliebtes Detail bei der Dekoration ist. Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums und stammen ursprünglich aus Indonesien. Nelken wurden bereits im Mittelalter als kostbares Gewürz gehandelt und sind seitdem ein fester Bestandteil unserer Weihnachtskultur.
Wir begeben uns in die Weihnachtsküche und schauen mal in die Töpfe. Nelken finden wir z.B. in Wildgerichten und Marinaden. Und sehr beliebt ist der mit Nelken gewürzte Rotkohl. Das gibt dem Ganzen eine vorzügliche weihnachtliche Note.
Beim Würzen sollte man allerdings sparsam mit Nelken umgehen. Sie sind ein echt starkes Gewürz, das sehr intensiv schmecken kann.
Aber auch in feinen Heißgetränken wie Glühwein und Punsch sorgen Nelken für ein warmes, würziges Aroma.
Und wie sollte es anders sein?! Auch in der Weihnachtsbäckerei sind Nelken mit dabei. Oh, das reimt sich … und was sich reimt ist gut.
Nelken sind ein wichtiger Bestandteil von Lebkuchen, Spekulatius und vielen anderen weihnachtlichen Plätzchen und verleihen ihnen diesen unvergleichbaren weihnachtlichen Geschmack.
Es ist aber nicht nur das Aroma, das diese Weihnachtsmagie ausströmt. Auch der Duft verzaubert! So findet man in der Weihnachtsdekoration oft mit getrockneten Nelken gespickte Orangenscheiben. Und genau dieser Duft ist ähnlich wie Tannenduft untrennbar mit der Advents- bzw. Weihnachtszeit verbunden.
Wenn wir vom Nikolaus reden, ist die Rede vom heiligen Nikolaus von Myra. Er war Bischof und lebte im 4. Jahrhundert. Deshalb hat der Nikolaus, wenn er euch einen Besuch abstattet, eine Mitra (Bischofshut) auf dem Kopf, einen Rauchmantel an und natürlich den Bischofsstab in der Hand. Alles andere ist Mumpitz! Der Nikolaus ist nicht der Weihnachtsmann! Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, ist eine Figur, die sich aus Nikolaus und Knecht Ruprecht unter Einflüssen von nordischen und germanischen Mythen entwickelt hat.
Aber der Nikolaus ist natürlich eng mit Weihnachten verbunden.
Durch Martin Luther und seine Reformation und die damit verbundene Ablehnung der Heiligenverehrung, wurde in protestantischen Regionen der Nikolaustag durch Weihnachten als Hauptfest der Weihnachtszeit ersetzt. Böse Zungen behaupten:
„Dem war aber auch nichts heilig“ …
Mittlerweile sind da die Fronten geklärt und der Nikolaus hat seinen eigenen Tag am 6. Dezember – dem Nikolaustag. Er gilt als Vorbote für den Weihnachtsmann, ist aber eine separate Figur. Der Nikolaus ist bekannt für seine Freigiebigkeit und Hilfsbereitschaft. Und eigentlich weiß jedes Kind, dass der Nikolaus am Nikolaustag kleine Geschenke mitbringt. Ist aber auch logisch. Schließlich ist er der Schutzpatron der Kinder, Seeleute und Kaufleute.
Bei uns sieht man den Nikolaus ja eher in Schulen und Kindergärten … mal auf dem Weihnachtsmarkt. In den Niederlanden sieht das etwas anders aus. Erst einmal heißt er dort Sinterklaas. Aber dort reist er mit dem Schiff an und zieht dann hoch zu Ross durch die Stadt. Es gibt – gerade im süddeutschen Raum aber auch „Umzüge“ mit dem Nikolaus. Da lässt er sich aber auch gern mit einer Schlittenkutsche durch die Stadt ziehen … gefolgt von einer wilden Horde Krampusse. Die kümmern sich dann tatkräftig um die bösen Kinder^^
Der Nikolaus selbst kümmert sich natürlich höchstpersönlich um die braven Kinder. Oft hat er ja ein goldenes Buch bei sich … aber unter uns – da steht auch viel Käse drin. Anders kann ich mir es nicht erklären, dass ich trotz einem Blick in das goldene Buch kleine Geschenke bekommen hab …
Nun – auch der Nikolaus kann mal Fehler machen. Und auch, wenn er mit der Weihnachtsgeschichte im eigentlichen Sinne so rein gar nichts zu tun hat, gehört er natürlich zum Advent und zur Weihnachtszeit dazu. Bei uns z.B. sorgt der Nikolaus für die komplette Schokoladenversorgung im Advent. Das versüßt dann ein wenig das Warten aufs Christkind … oder den Weihnachtsmann.
Kommen wir zu einer schönen Tradition, die ich aus gewissen Gründen nicht begehen kann – aber dazu später mehr. Es geht um den Nikolausstiefel.
Der Nikolausstiefel ist ein beliebter Brauch, der (Überraschung) mit dem Nikolaustag und Weihnachten verbunden ist. Da bringt man die Stiefel – bzw. Schuhe auf hochglanz, was etwas blöd ist, wenn es Wildleder-Schuhe sind … Ich sach nur.
Dann stellt man die Stiefel am Abend vor dem Nikolaustag vor die Tür und wartet, dass sie der Nikolaus irgendwann mitten in der Nacht mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken füllt.
Der Brauch geht natürlich auf die Kappe des Heiligen Nikolaus, der ja als Wohltäter bekannt war.
Eine Legende besagt, dass der Nikolaus Goldmünzen in die Socken von drei armen Schwestern warf, um ihnen eine Mitgift zu ermöglichen. Daraus hat sich dann die Tradition entwickelt, dass zum Nikolaustag die Stiefel oder Schuhe gefüllt werden. Eine „Erweiterung“ dazu ist die Variante, wo nur die braven Kinder Süßigkeiten und so bekommen … und die Kinder, die nicht so brav waren, bekamen Kohlenstücke in die Schuhe geschoben.
Aber denken wir jetzt so an das 18. - 19. Jahrhundert zurück, dann waren Kohlestücke im Winter schon mal recht praktisch. Schokolade brennt nämlich nicht ganz so gut. So wird nämlich ein Schuh draus. Der Nikolaustag ist ja quasi als Auftakt zur Weihnachtszeit zu sehen …. und als letzte Chance, zu Weihnachten die gewünschten Geschenke abzustauben. Aber dafür sollte man brav die Schuhe putzen! Dann kommt da auch was rein. Auf Lebensmittel würde ich da aus Gründen aber verzichten^^
Apropos „aus Gründen“ …
Bevor der Nikolausstiefel die Welt erobert hat, gab es andere Behälter für die kleine Bescherung zum Nikolaustag. Da nahm man Papiertüten oder auch Jutesäcke. Und wisst ihr was? Da geht viel mehr rein!!! Und genau aus dem Grund bringt uns der Nikolaus immer einen großen Jutesack (also für jeden). Irgendwo auch zu recht – denn wir sind ja fleissig wie die Bienen … nur halt nicht immer ganz brav^^ Darum ist auch immer eine Rute mit drin … so als Warnung^^
Der Inhalt ist dann ähnlich wie woanders auch. Da ist von Süßigkeiten über Obst und Nüsse, auch mal Spielzeug dabei – z.B. in Form von Ü-Eiern … aber meist ist da noch ein kleines Plüschtier drin. Zur Weihnachtszeit werden wir halt irgendwie zu Kindern … Und ich finde das gut so!
Der Nikolaustag ist für uns eine Art Vorbote der Weihnachtszeit. Bei uns Erwachsenen ist der Advent ja doch irgendwie voll mit Stress und Alltag. Aber der Nikolaustag steigert bei den Kindern … und bei uns natürlich auch dann die Vorfreude auf Weihnachten.
Der Nordpol wird oft mit Weihnachten in Verbindung gebracht, da er als der einzig wahre Wohnort des Weihnachtsmanns gilt. Viele Menschen – besonders Kinder – glauben ja, dass er dort in seinem Weihnachtsdorf mit vielen helfenden Elfen und natürlich seinen Rentieren lebt. Der Weihnachtsmann hat da am Nordpol auch seine Spielzeugwerkstatt und natürlich eine eigene Weihnachtsbäckerei.
Der Nordpol ist ja stets verschneit und die eisige arktische Landschaft symbolisiert den Winterzauber in der Weihnachtszeit.
Die Beschreibung des Wohnorts vom Weihnachtsmann rührt natürlich von Büchern und Filmen her. Allerdings auch von Erzählungen her. Da kommen wir wieder in den Bereich der nordischen Mythologie … und irgendwo muss der Weihnachtsmann natürlich all die Geschenke, die er mit seinen Elfen in der Weihnachtswerkstatt produziert, auch lagern. Dazu eignet sich eben ein Ort, wo nicht jeder so einfach hinkommt.
Jetzt wollen die Menschen aber trotzdem wissen, wie der Weihnachtsmann so lebt. Und dafür gibt es in einigen Ländern – wie z.B. Finnland – richtige Weihnachtsdörfer die man besuchen kann und wo man auch immer per Webcam mal vorbei schauen kann.
Es ist einfach ein schöner Gedanke, dass da am Nordpol der Weihnachtsmann lebt und sich das ganze Jahr auf Weihnachten vorbereitet um von da aus zum Weihnachtsfest mit seinem Rentierschlitten in alle Welt zu starten.
Nürnberg – Hier ist einer der ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte Zuhause.
Der Christkindlesmarkt findet in der Adventszeit auf dem Hauptmarkt in Nürnberg statt. Da der Platz aber mittlerweile nicht mehr reicht, hat man noch ein paar Nebenplätze dazu genommen. Nürnberg ist bekannt für traditionelle Weihnachtsartikel, Lebkuchen und dem berühmt-berüchtigten Nürnberger Glühwein. Darum wird die Stadt auch gern als Weihnachtsstadt bezeichnet.
Der Nürnberger Christkindlesmarkt wird traditionell mit dem Prolog des Nürnberger Christkinds vom Balkon der Frauenkirche eröffnet.
Dort gibt es eine Vielzahl von Weihnachtsbuden mit weihnachtlichem Kunsthandwerk, Spielzeug, Lebkuchen, Glühwein und anderen Spezialitäten.Es ist halt ein "Städtlein aus Holz und Tuch". Es gibt sogar einen eigenen Weihnachtsmarkt der Partnerstädte. Ok – bei der Anzahl der Partnerstädte lohnt sich das auch: Vertreten sind nämlich die Partnerstädte und befreundeten Kommunen Aného (Togo), Antalya (Türkei), Atlanta (USA), Bar (Montenegro), Brasov/Kronstadt (Rumänien), Charkiv (Ukraine), Córdoba (Spanien); Gera (Deutschland), Glasgow (Großbritannien), Kavala (Griechenland), Kalkudah (Sri Lanka), Klausen und Montan (Italien), Krakau (Polen), Nizza (Frankreich), Prag (Tschechien), San Carlos (Nicaragua), Santiago di Cuba, Shenzhen (China), Skopje (Mazedonien), Venedig (Italien) und Verona (Italien) sowie die Region Corrèze (ehem. Limousin - Frankreich) ….. noch irgendwelche Fragen?
Dazu kommen dann noch viele kleinere Weihnachtsmärkte in den Stadtvierteln Nürnbergs. Aber die Hauptattraktion ist natürlich der Nürnberger Christkindlesmarkt, der jedes Jahr Millionen von Besuchern anzieht. Neben dem zahlreichen Angebot bietet Nürnberg aber auch ein tolles Programm für Kinder. Da besteht die Möglichkeit, das Christkind zu treffen, Lebkuchen zu backen, Geschenke zu basteln und vieles mehr. Ob da jetzt auch Lametta bügeln dabei ist, weiß ich nicht, denn schließlich wurde das Lametta ja im Frankenland erfunden ...
All das im festlich beleuchtetem Ambiente der historischen Altstadt ist schon ein Knaller im Advent.
Ich denke, das sollte man mal erlebt haben! Der Christkindlesmarkt beginnt in der Regel am Freitag vor dem ersten Advent und endet am 24. Dezember – ein guter Zeitpunkt um die ersten Nürnberger Bratwürschtl und Lebkuchen zu probieren.
Weihnachtszeit ohne Nüsse geht ja mal gar nicht. Ganz gleich, ob man sie mag oder nicht. Nüsse sind nicht nur Nahrung, sondern tragen auch viel Symbolik mit sich. So
waren sie immer schon ein Symbol für Fruchtbarkeit und galten in früheren Zeiten als beliebtes Geschenk. Das sind Nüsse übrigens immer noch – gern in Kombination mit einem schönen Nussknacker. Manchmal steckt auch ein gesundheitlicher Aspekt dahinter. Nüsse sind nämlich reich an Vitaminen, Mineralstoffen, gesunden Fetten, Ballaststoffen und Proteinen. Also eigentlich allem, was man für den Winter so brauchen kann.
Früher waren Nüsse ein Zeichen für Wohlstand und wurden deshalb auch als Baumschmuck am Weihnachtsbaum verwendet. Im süddeutschen Raum lässt man sie oft natürlich – aber man hängt sie auch gern vergoldet oder versilbert an die Tannenzweige oder steckt sie an den Adventskranz oder einem Gesteck. Und dann ist da noch die Sache mit dem Nikolaus … Am Nikolaustag werden traditionell die Schuhe oder Stiefel mit Nüssen gefüllt. Bei einem anderen Brauch wirft der Nikolaus den braven Kindern Nüsse durch das Fenster – geöffnet natürlich^^.
Nüsse sind ein beliebter Snack. Und das nicht nur zu Weihnachtszeit. So findet man gesalzene Erdnüsse das ganze Jahr auf Partys – und natürlich zu Silvester.
In der Weihnachtsbäckerei findet man besonders Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse in den süßen Leckereien. Nüsse sind dabei so vielseitig. Ob nun als ganze Frucht oder gehobelt, gehackt, gestiftelt oder gemahlen … Nüsse geben den Plätzchen und anderen Süßigkeiten ein so herrliches Aroma. Na ja … und Marzipan gäbe es ohne Mandeln gar nicht. Man kann Nüsse aber auch trinken – in köstlichem Nuss-Likör oder Schnaps.
Ihr seht – Nüsse sind nicht nur ein beliebter Snack und eine beliebte Zutat in der Weihnachtsküche, sonder auch noch ein kleiner Aufwärmer für kalte Winterabende. Na dann prost.
Nussknacker gehören als Werkzeug sowie Dekoration in die Weihnachtszeit. Man sieht sie als Soldaten, Bergmann, Jägersmann und auch als König. Sie gelten als Glücksbringer und symbolisieren Figuren, die Stand halten können und jede noch so harte Nuss knacken.
Die Wurzeln der Nussknackerfiguren reichen bis ins späte 17. Jahrhundert zurück. Der erste Nussknacker, wie wir ihn heute in Form und Farbe kennen, wurde um 1870 hergestellt. Wilhelm Füchtner aus dem Erzgebirge hatte wohl so manche harte Nuss zu knacken und baute den ersten hölzernen Gesellen, der ihm die Arbeit abnehmen sollte. Das Erzgebirge gilt ja als Weihnachtsland und dort hat man ein Händchen für solche Holzarbeiten. Und während man da so gebastelt hat, wurden vielleicht Märchen erzählt … z.B. das Märchen „Der Nussknacker und der Mausekönig“von E.T.A. Hoffman, das 1816 veröffentlicht wurde. Es handelt sich da um einen Nussknacker, der zum Leben erwacht und ein Abenteuer mit dem Mädchen Clara erlebt. Daraus entstand ja dann auch noch Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“. Ich vermute jetzt mal, dass der Wilhelm Füchtner es nicht so mit Tanzen hatte – aber das Märchen so toll fand, dass er sich so einen Nussknacker irgendwie zusammen gedengelt hat. Das Märchen, das Ballett, dann die Handfertigkeiten und die tiefe Verbundenheit zu den Soldaten und den Bergarbeitern führten dann letztlich zum Siegeszug der Nussknacker in aller Welt. Ich persönlich habe zwei Nussknacker – und mit keinem werden Nüsse geknackt! Der große Nussknacker steht als Deko rum und guckt, dass ich keinen Blödsinn anstelle … allerdings relativ erfolglos^^
Dann hab ich noch die kleinere Version als Räuchermännchen, der im Advent stets bei mir am Basteltisch vor sich her quarzt und den Raum mit Weihnachtsduft füllt.