Räuchermännchen

Ich liebe Räuchermännchen! Diese schönen Holzfiguren mit verschiedenen Berufen oder Charaktereigenschaften "rauchen" mittels spezieller Räucherkerzen und verbreiten so einen wohligen Duft in den Stuben. Ich selbst hab drei Männchen und ein Räucherhaus. Ein Koch, einen Soldaten und ein Waldmännchen. Eigentlich ist es Tradition, die Räuchermännchen am Samstag vor dem ersten Advent feierlich zu wecken. Is bei mir etwas anders … sobald ich die Sachen auspacke … und die Räucherkerzen gefunden hab … dann geht es auch ans Wecken, damit sie sich nicht erschrecken^^

Räuchermännchen sind – wer hätte es ahnen können - eine traditionelle erzgebirgische Weihnachtskunst. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es diese kunstvollen Figuren, die seit jeher als Bergmänner, Weihnachtsmänner, und sonstigen Berufen erhältlich sind. Aber gerade die Bergmänner sind ja so ein Erzgebirge-Ding.

Räuchermännchen sind Handwerkskunstwerke aus Holz, die in der Lage sind, zu rauchen. Die Figuren sind so konstruiert, dass man eine Räucherkerze einsetzen kann und der Rauch, der durch kleine Löcher im Körper austritt, verbreitet einen angenehmen Duft. Ich bevorzuge da die Duftnoten Vanille, Tanne und Kamin. Es gibt da noch viele verschiedene Düfte wie z.B. Zimt oder Weihrauch usw.

Es empfiehlt sich, beim Kauf eines Räuchermännchens tiefer in die Tasche zu greifen, wenn man sie rauchen lassen will. Es gibt günstige Varianten, die ganz nett aussehen … aber das war es auch. Wenn das Räuchermännchen so aus dem Mund rauchen soll, wie gedacht … oder mein Räucherhäuschen aus dem Schornstein – eben so, wie es sein soll … dann kriegt man das nicht für fünf €uro! 

Wie bei normalen Kerzen auch, soll man sie ja nicht unbeaufsichtigt brennen lassen – is klar … aber bei Billigfiguren würde ich es ganz lassen. Wer bei Räuchermännchen spart, kann im Falle eines Feuers teuer dafür bezahlen. Allerdings passiert es eher, dass die Räucherkerze gar nicht groß abbrennt, weil sie einfach erlischt. Da is dann nix mit Rauch.

Aber genau deswegen sind Räuchermännchen ja so beliebt. Diese rauchenden Dekorationsstücke eignen sich hervorragend als kleines Weihnachtsgeschenk. Sie stehen für Gemütlichkeit, Wärme und dazu verteilen sie auch noch einen weihnachtlichen Duft in der Stube. Also bei mir sind Räuchermännchen treue Begleiter in der Weihnachtszeit – und auch nur in der Weihnachtszeit. 

Rauhnächte

Das Thema „Rauhnächte“ wurde ja bereits mehrfach angekratzt, wo sich bestimmte Traditionen kreuzen. Die Rauhnächte sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6. Januar). Sie haben ihre Ursprünge in alten heidnischen Traditionen, die mit der Wintersonnenwende und dem Jahreswechsel verbunden sind. Die zwölf rauhen Nächte stehen symbolisch für die zwölf Monate des neuen Jahres und werden manchmal als "Losnächte" bezeichnet, da sie als Vorhersage für das kommende Jahr dienen können. Die Rauhnächte werden oft als eine Zeit der Besinnung, des Rückblicks und der Vorbereitung auf das neue Jahr betrachtet. Daher ist es fast schon logisch, dass da wieder heidnische, keltische und germanische Traditionen hinter stecken. Denn da kommen wieder Rituale und Orakel zum Vorschein, wie wir sie ja auch von Silvester her kennen. Bleigießen ist da ja nur ein simpler Zeitvertreib, der bei der Formulierung der Wünsche für das nächste Jahr helfen kann. Der Ottonormalheide räuchert erst mal die ganze Bude mit Kräutern und Harzen, um sie zu „reinigen“ und um negative Energien zu vertreiben.

Oft schreibt man auch seine Wünsche für das kommende Jahr auf und verbrennt sie dann in einer Feuerschale oder so. Aber nicht nur Bräuche sind Markenzeichen der Rauhnächte. Da geht es auch oft – bzw. eher immer um Mythen.

In einigen Überlieferungen werden die Rauhnächte als eine Zeit angesehen, in der Geister und Dämonen besonders aktiv sind. Da sollen die Grenzen ziemlich dünn abgesteckt sein, weshalb diese Zeit auch als Schwellenzeit betrachtet wird. Soll heißen: Die Gesetze der Natur sind außer Kraft gesetzt und die Tore zur Anderswelt sind geöffnet.

Es gibt zwar viele regionale Unterschiede und Überlieferungen zu den Rauhnächten. Aber es ist überall die Zeit zwischen den Jahren, in der die Menschen zur Ruhe kommen, sich besinnen und neue Kraft für das kommende Jahr sammeln.

Rauschgoldengel

Der Rauschgoldengel ist ein alter fränkischer traditioneller Christbaumschmuck, der eng mit dem Nürnberger Christkindlesmarkt verbunden ist. Die Figur des Rauschgoldengels geht auf eine Legende um einen Nürnberger Puppenmacher zurück, der nach dem Tod seiner Tochter einen Engel nach ihrem Ebenbild schuf. Daher kommt vielleicht auch die Ähnlichkeit mit einer fränkischen Bauerntracht des 18. Jahrhunderts. Weiter leitet sich der Name "Rauschgoldengel" von dem Material ab, aus dem er traditionell gefertigt wurde: Rauschgold, eine Art Messingfolie, die beim Bewegen ein "rauschendes" Geräusch erzeugte. Weiter hat der Engel einen Kopf aus Holz, Wachs oder Pappmaché, eine goldene Krone und ein Kleid mit einer Schürze.

Wie jetzt dieser Rauschgoldengel zum Nürnberger Christkindlesmarkt kam, weiß ich nicht … wahrscheinlich geflogen^^

Jedenfalls ist der Engel ein weltberühmtes Symbol für den Nürnberger Christkindlesmarkt und wird oft mit dem Christkind in Verbindung gebracht, der ja jedes Jahr den Weihnachtsmarkt dort eröffnet.

Dementsprechend gibt es gefühlt an jeder zweiten, dritten Marktbude Rauschgoldengel in verschiedenen Größen und Ausführungen. Da ist alles bei – vom kleinsten Anhänger bis hin zu lebensgroßen Figuren, die da einfach umstehen.

Solche Rauschgoldengel sind aber nicht nur auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt zu finden, sondern auch in ganz Deutschland als Weihnachtsdekoration. Gerade in Verbindung mit dem Weihnachtsbaum findet man den Engel gern als Schmuck der Christbaumspitze – und irgendwer muss ja für die Geschenke sorgen ...

Rentier

Das wohl bekannteste Rentier dürfte Rudolph mit der roten Nase sein. Doch bevor wir dazu kommen, werfen wir einen Blick auf das Rentier als Tier.

Was viele erstaunlicherweise gar nicht wissen … Rentiere sind echte Tiere! Das sind keine Fabelwesen, die zu Weihnachten ausgepackt werden.

Sie leben in kalten Regionen wie Skandinavien, Russland, Kanada und Alaska leben.

Das geht aber auch nur, weil sie ein dichtes Fell und hohle Haare haben, die die Tiere vor extremer Kälte schützen. Rentiere können bis zu -35° überleben. Aber nur ein wärmender Pelz reicht nicht. Fressen müssen die Tiere ja auch. Und wenn da jetzt Unmengen an Schnee liegen, dann helfen da nur die Hufe, die den Schnee quasi weg schaufeln. Und schon kommen die Rentiere an Futter.

Dadurch, dass sie die Kälte wegstecken und auch stets an Futter kommen, sind sie wichtige und beliebte Nutztiere in vielen nördlichen Kulturen.

Bei Rentieren ist es übrigens so, dass sowohl männliche als auch weibliche Rentiere Geweihe tragen, die sie im Winter abwerfen und im Frühjahr wieder neu wachsen lassen.

Und jetzt kommen wir mal so langsam dazu, was die Rentiere mit Weihnachten zu tun haben.

Da die Rentiere die Kälte so gut ab können und auch tüchtige Zugtiere sind, hat sich der Weihnachtsmann in seinen Stall geholt und spannt sie jedes Jahr vor seinen Karren … bzw. Schlitten. Die Rolle der ziehenden Rentiere basieren auf alte Traditionen und der nordischen Mythologie. Es ist aber auch eine beliebte und romantische Vorstellung, wie der Weihnachtsmann mit ihnen durch die Lüfte fegt und von Haus zu Haus fliegt. Ursprünglich waren es acht Rentiere, die den Schlitten des Weihnachtsmannes gezogen haben. Sie heißen Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen … Rudolph, das Rentier mit der leuchtend roten Nase, wurde erst später hinzugefügt und führt seitdem den Schlitten an. Vorher war das ganz schön riskant, ohne Beleuchtung zu fliegen^^ Rudolph hat sich zum Anführer der Rentiere entwickelt und steuert die ganze Truppe durch Wind, Wetter und Nebel. Das ist auch gut so, denn sonst würde Weihnachten ohne all die Geschenke ablaufen … und das will bestimmt niemand.

Rosenwasser

Rosenwasser steht in der Weihnachtszeit für Aroma und Duft. Es wird vor allem in der Küche für Marzipan verwendet, verfeinert aber auch Desserts und andere Süßspeisen. Ihr könnt davon ausgehen, dass überall, wo Marzipan eine große Rolle spielt, dass da der ein oder andere Tropfen Rosenwasser drin ist. Das ist dann z.B. Marzipanbrot, Marzipankartoffeln, Torten mit Marzipandecken usw.

Dazu nimmt man Rosenwasser auch gern für Cremes und Eis. Das gibt dem Ganzen (logischerweise) eine blumige Note. Es passt übrigens auch gut zu Himbeeren und Pfirsichen … falls es etwas fruchtiger sein darf.

Manchmal findet sich auch ein Schuss Rosenwasser in weihnachtlichen Heißgetränken wie Punsch und/oder Glühwein. Auch einfache Limonade kann damit verfeinert werden.

Das Zeug ist schon dufte …

Apropos Duft - Der Duft von Rosenwasser wirkt beruhigend, was besonders in der oft hektischen Weihnachtszeit sehr angenehm ist. Schon ein paar Tropfen Rosenwasser im Badewasser können zu einer entspannenden Atmosphäre beitragen.

Rosenwasser wird ja auch bei der Aromatherapie zur Entspannung und Stressreduktion eingesetzt.

Aber man kann ja nun nicht jedes mal baden gehen, wenn es stressig wird. Aber zum Glück kann Rosenwasser auch als Raumspray verwendet werden. Das beruhigt und schafft eine wohlige und beruhigende Stimmung – also wie geschaffen für eine besinnliche Weihnachtszeit.

Weiter kann man Rosenwasser auch als Gesichtswasser nehmen … oder einfach zur Erfrischung der Haut. Bitte bedenken … es kann der Haut helfen – Das Gesichtswasser hat eine reinigende Funktion … aber zaubern kann es auch nicht … ich sach nur^^

Auch für die Kopfhaut ist Rosenwasser geeignet. Wer also Probleme mit Schuppenflechte oder Ekzemen hat, kann es ja mal ausprobieren.

Wichtig ist vor allem, dass ihr beim Kauf von Rosenwasser darauf achtet, dass es für den jeweiligen Zweck geeignet ist. Nicht jedes Rosenwasser für die Hautpflege ist zum Verzehr gedacht … Also besser nicht ausprobieren.

Rosenwasser ist in der Weihnachtszeit nur ein kleines – aber dann doch enorm wichtiges Detail, dass für guten Geschmack und etwas Ruhe in der stressigen Weihnachtszeit steht.

Rosinen

Ursprünglich wollte ich mir die Rosinen für mein Weihnachtslexikon rauspicken … ich spoiler mal – hat nicht geklappt^^ Aber nun sind wir bei den Rosinen, also schauen wir uns das mal an.

Oft fragt man sich zuerst: Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen? Der Hauptunterschied zwischen Rosinen und Sultaninen liegt in der Traubensorte und dem Trocknungsprozess. Rosinen sind ein Überbegriff für getrocknete Weinbeeren, während Sultaninen eine spezifische Art von Rosinen sind, die aus hellen, kernlosen Trauben der Sorte Sultana gewonnen werden. Sultaninen werden vor der Trocknung behandelt (gedippt), was zu einer schnelleren Trocknung und einer helleren Farbe führt, während Rosinen meist ohne diese Vorbehandlung länger an der Sonne trocknen und dadurch dunkler werden. Soviel dazu.

Wir verwenden jetzt aber auch nur noch den Begriff Rosinen, weil es einfacher ist.

Rosinen sind eine traditionelle und feine Zutat in der Weihnachtsbäckerei.

Rosinenbrötchen oder Rosinenschnecken gehen ja eigentlich immer. Aber gerade Christstollen und Bratäpfel sind Rosinen ein Muss! Beim Dresdner Stollen ist das ja so ein Ding … da gibt es die 1:2-Regel … da muss der Stollen einen Mindestanteil an Rosinen zu Mehl von 1:2 haben. Sprich mindestens 1 Kilo Rosinen auf 2 Kilo Mehl. Manche Leute nennen den Stollen auch „Flüsterstollen“, weil die Rosinen so dicht beieinander liegen, dass sie miteinander flüstern können. Ich hab es ehrlich gesagt noch nie gehört, aber meist war ich ja wie die Rosinen mit Rum getränkt^^

Rosinen gehören nämlich mit Rum getränkt, dass die Schwarte kracht! Der Alkohol verfliegt übrigens während des Backens. Und die Rosinen selbst werden süßer und behalten ihre weiche Textur … zumindest die, die im Teig stecken. Die Rosinen, die da raus gucken, können schon mal ne leichte Kruste haben … Aber wie auch immer – die in Rum eingelegten Rosinen sorgen für die natürliche Haltbarkeit des Stollens.

Der Stollen symbolisiert übrigens das in Windeln gewickelte Christkind und passt deshalb so genial zur Weihnachtszeit. Was die Rosinen da drin symbolisieren, weiß ich nicht. Ich hab als klein Zippelmütz übrigens gedacht, dass Rosinen in Wirklichkeit Hasenkürtel wären^^ Ich weiß nicht mehr, wer mir das so erklärt hat, aber seit dem frag ich mich schon, was Rosinen im Stollen bedeuten …

Für mich sind Rosinen auch im Stutenkerl ganz wichtig, weil Stutenkerl mit ohne Rosinen und Pfeife gildet nicht! Also Rosinen in der Weihnachtszeit (und auch schon im Herbst) sind richtig richtig toll! Sie sorgen halt auch für ein feines Aroma, das ein wohliges Gefühl verbreitet.

Rothenburg ob der Tauber

Wir begeben uns mal wieder auf die Reise und schauen mal in der Weihnachtshauptstadt Deutschlands vorbei: Rothenburg ob der Tauber.

Da passt aber auch irgendwie alles. Der Charme der alten Innenstadt, das ganzjährig geöffnete Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt und dann noch das Deutsche Weihnachtsmuseum. Das gibt es aber das ganze Jahr – also immer! Und dann kommt in der Adventszeit ja auch noch der Reiterlesmarkt dazu.

Rothenburg gibt es schon seit dem Jahr 1000. Ursprünglich war das mal eine Festungsanlage (was man auch heute noch sieht) und befindet sich auf einer Anhöhe über dem Taubertal. Im Hochmittelalter war Rothenburg ein bedeutendes Herrschaftszentrum der Staufer und dementsprechend reich. Und auch der Weihnachtsmarkt – also der Reiterlesmarkt – blickt auf eine wohlhabende Vergangenheit zurück. Im 15. Jahrhundert diente der Markt wie woanders auch dazu, den Einwohnern die notwendigen Waren für die harte Winterzeit anzubieten.

So ist der Reiterlesmarkt einer der ältesten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland.

Der Markt öffnet Ende November/Anfang Dezember und ist bekannt für seine lebendigen Traditionen. Und dann die Vielzahl der liebevoll dekorierten Buden mit Weihnachtsschmuck, Spielzeug, traditionellem Kunsthandwerk und dann die weihnachtlichen Köstlichkeiten wie Glühwein, Bratwürste, gebrannte Mandeln und die Rothenburger Schneeballen … Boah, sind die lekka!!! Die Original Rothenburger Schneeballen gibt es schon 300 Jahre und sind ein in Fett ausgebackenes Mürbegebäck, die mit Puderzucker bestäubt sind. Wer mal in Rothenburg ist, kommt an den Teilen eigentlich gar nicht vorbei, denn die gibt es da an jeder Ecke. Egal ob Bäckerei, Konditorei oder eben dem Reiterlesmarkt. Kann ich euch nur empfehlen.

Was „Reiterle“ bedeutet, fragt ihr? Nun … Der Reiterle war/ist eine mystische Figur, der in Rothenburg als freundlicher Bote begrüßt wird. Das war aber nicht immer so … Es gab auch mal Zeiten, da war der Reiterle als unheimlicher Geselle gefürchtet. Aber dann haben die Rothenburger wohl erkannt, dass er doch nen ganz patenten Kerl is und die Traditionen der Vergangenheit in die Gegenwart trägt.

Es ist auch diese Verbindung von Geschichte und Moderne, die einem in Rothenburg eh immer über den Weg läuft.

Ja und dann ist da noch Käthe Wohlfahrts Weihnachtsdorf und das Deutsche Weihnachtsmuseum, das sich direkt darüber befindet. Also wer auf Weihnachten steht, sollte da unbedingt mal rein! Dort könnt ihr einen Großteil der Entwicklung weihnachtlicher Bräuche und Traditionen entdecken. Großartig ist auch der fünf Meter hohe Weihnachtsbaum, der sich dreht und bunt geschmückt die Besucher zum Staunen bringt. Wer sich gar nicht auskennt, dem empfehle ich den historischen Spaziergang (Christkind, Reiterle & Co) empfehlen. Da erfahrt ihr noch viel mehr über Rothenburg. Es lohnt sich eigentlich immer – aber gerade dann, wenn der mittelalterliche Stadtkern und seine Fachwerkhäuser leicht eingezuckert sind … oder auch tief verschneit, dann erlebt ihr ein weihnachtliches Ambiente, das euch so richtig in Weihnachtsstimmung bringt. Die Kirsche auf der Torte ist dann noch eine romantische Kutschfahrt … Ich sach nur. 

Rudolph mit der roten Nase

Da isser – der Rudolph mit der roten Nase. Er ist neben dem Weihnachtsmann, Nikolaus und dem Christkind wohl mit die beliebteste Figur in der Weihnachtszeit. Ich denke, jeder kennt die Geschichte von Rudolph, der wegen seiner roten Nase gemobbt wird. Die Lage ändert sich, als der Nebel zu dicht wurde und Rudolph mit der roten Nase den Weg leuchtet und der Weihnachtsmann mit dem Schlitten weiter ziehen konnte.

Angeblich hat ein gewisser Robert L. May den Rudolph 1939 als Werbefigur für eine Kaufhauskette erfunden und dazu auch ein Malbuch herausgebracht.

Die Geschichte hat auch ein Weihnachtslied inspiriert. Das hat aber gut 10 Jahre gedauert. Johnny Marks hat es komponiert und wurde 1949 von Gene Autry eingesungen. Das Lied hat sich zu einem echten Weihnachtsklassiker entwickelt und bringt ja auch richtig Weihnachtsstimmung in die Bude.

In dem Lied und der Geschichte sind ja auch die anderen Rentiere des Weihnachtsmanns aufgezählt, die da wären: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen.

Auch die Wissenschaft hat sich mit Rudolph befasst. So haben die Wissenschaftler überlegt, warum der Rudi eine so rote Nase hat. Eine Studie deutet darauf hin, dass die Nasen von Rentieren sehr gut durchblutet sind und viele Schleimdrüsen haben, die dann zu einer intensiven roten Farbe führen soll … wenn man sie mit einer Wärmebildkamera betrachtet. Ach ja? Und wieso leuchtet dann nur die Nase vom Rudolph? Merkt ihr selbst, oder??? Wissenschaftler^^

Und dann gibt es Quellen, die besagen, dass die Rentiere … also bis auf Rudolph … alles Mädels sind. Das könnte passen, da sie zur Weihnachtszeit ja noch ihr Geweih tragen … na ja … und dann die Namen … Welcher Kerl nennt sich denn bitte Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner oder Blitzen?

Aber wie auch immer – Rudolph the red nosed Reindeer ist eine tolle Geschichte, die grandios in die Weihnachtszeit gehört und in der meiner Meinung nach ein Stückchen Wahrheit steckt.

Rumkugeln

Rumkugeln sind eine köstliche Weihnachtsleckerei – ist einfach so. Aber nichts ist so, wie es scheint … oder man könnte auch sagen: „Für die Gäste stets die Reste“. Rumkugeln waren vom Ursprung her nämlich Resteverwertung. Klingt jetzt vielleicht etwas böse, aber man geht tatsächlich davon aus, dass sie in Dänemark erfunden wurden. Da hat man die Reste von Kuchen, Kekse und Plätzchen genommen – nen guten Schluck Rum dazu und zu einer formbaren Masse geknetet. Dann hat man daraus "Træstammer" (Baumstämme) oder "Romkugler" (Rumkugeln) modelliert. Ich steh ja auf Werte und so … Und das hier ist so genial, weil man nichts wegwerfen muss und lekka ist es auch noch.

Rumkugeln sind ja auch die perfekte Weihnachtssüßigkeit für alle, die nicht so gerne oder so gut backen können. Die Teile werden nämlich nicht gebacken, sondern gekühlt. Man nimmt einfach Kuchenreste, Kekse … oder wer das nicht hat, kann sich auch Biskuitböden kaufen. Dann hat man die Basis schon mal zusammen. Jetzt sagt so Mancher vielleicht: Dann kann ich die Rumkugeln auch direkt kaufen. Macht doch mal beides … kauft eine Tüte Rumkugeln im Supermarkt … und beim nächsten Mal kauft ihr die Zutaten. Der Rum dürfte da das Teuerste sein … dann kann man aber auch zu Rum-Aroma greifen, oder Amaretto schmeckt da auch klasse drin. Jetzt noch Kakao und Puderzucker rein um den Teig zu süßen und die Konsistenz zu perfektionieren. Zum Schluss noch Butter oder Margarine dazu und nun matscht man den Teig zusammen, formt daraus Kugeln und wälzt sie in Schokostreusel. Schon bei der Zubereitung merkt ihr, wie viele Rumkugeln ihr da raus bekommt. Und bei der Zubereitung steigt euch das Rum-Aroma schon so richtig in die Nase … also wenn da einem nicht weihnachtlich zumute ist, weiß ich auch nicht. Rumkugeln sind einfach eine grandiose Zugabe für den Weihnachtsteller.


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