Sack

Es gibt mehrere Bedeutungen für den Begriff Sack, wenn es um Weihnachten geht. Als Negativ-Beispiel kann man da den Grinch nehmen, der sagt: „Ihr mit eurem Weihnachten geht mir auf den Sack“. Oder die Schakkeline, die die Tür öffnet und sagt: „Da steht ein alter Sack in ner roten Kutte vor der Tür“ und die Mutter antwortet: „Lass Papa rein – er macht heute den Nikolaus“ …

Aber wir wollen dann doch lieber über sie schönen Dinge reden.

Da ist schon mal der Nikolaus oder der Weihnachtsmann, der einen großen Sack voller Spielzeug dabei hat. Je praller der Sack, umso größer die Bescherung – ganz einfache Rechnung. In diesem Fall symbolisiert ein großer Sack Wohlstand und Überfluss.

Bei uns ist es z.B. so, dass es zum Nikolaus für jeden einen großen Sack voller Süßigkeiten und so gibt, damit wir in der ganzen Weihnachtszeit eine „Grundversorgung“ haben.

Der Sack allgemein ist ja eh ein beliebtes Motiv im Bereich der Weihnachtsdekoration. In vielen Häusern hängen z.B. Adventskalender mit 24 kleinen Säckchen. Oft gibt es auch Jutesäckchen, wo Topfpflanzen drin sind … zum Beispiel Weihnachtssterne. Oder einfach einen Sack mit Füllwatte gefüllt vor die Tür stellen … da kann oben noch eine Puppe raus gucken, oder ein Spielzeugauto – rotes Schleifchen dran – fertig. Das sieht sehr schön aus und schürt die Vorfreude auf die weihnachtliche Bescherung. Oft bekommt man ja auch Nüsse oder diverse Früchte in Jutesäckchen. Man kann Dekosäcke aber auch in allen Größen kaufen. So oder so ist ein Sack – bzw. Jutesack, ein schönes weihnachtliches Motiv. Und wenn zu Nikolaus oder Weihnachten ein großer Sack mit Geschenken wartet, ist es noch schöner. 

Safran

"Safran macht den Kuchen gel" – Das kennt doch jeder aus dem Kinderlied "Backe, backe Kuchen". Alles Kinder haben mitgesungen, und nicht ein Kind hat mal gefragt, was das bedeutet. Damals dachte ich, das wär normal – denn ich wusste es. Ich bin aber auch quasi in einer Bäckerei groß geworden. Ihr könnt ja mal eure Kinder fragen … aber ohne Google natürlich!

Es bedeutet nichts anderes, als dass Safran dem Kuchen einen gelben Farbton verpasst. Der Trick ist schon seit dem Mittelalter bekannt. Und daher kommt auch der Begriff „gel“. In verschiedenen Sprachen und Dialekten findet man den Begriff „gehl“, was übersetzt „gelb“ heißt.

Aber was genau ist denn nun Safran? Das "rote Gold", wie Safran auch genannt wird, wird aus den Blütennarben des Safrankrokus gewonnen. Da braucht man schon mal etwa 200.000 Blüten für ein Kilo Safran. Das muss alles von Hand in einer recht kurzen Zeit geerntet werden. Deshalb ist das Gewürz auch etwas teurer.

Safran liegt mit 14.000 €uronen pro Kilogramm ziemlich weit vorne … dann mit etwas Abstand kommt Vanille und Chili … Ich sach nur.

Jetzt nimmt man Safran in der deutschen Weihnachtsküche tatsächlich eher wegen der Farbe, aber natürlich auch in Verbindung mit Gewürzen wie Zimt und/oder Kardamom. Safran gibt dem Gebäck einen leicht bitteren Geschmack … und ein herbes Aroma ist auch was feines bei der weihnachtlichen Atmosphäre.

In Schweden z.B. ist Safran ein traditionelles Weihnachtsgewürz. Das ist ganz wichtig für das Luciafest am 13. Dezember. Da gibt es nämlich die Lussekatter – ein lekka Hefegebäck mit Safran drinnen und ordentlich Rosinen oben drauf.

Also unter uns – Safran findet in der schwedischen Küche, wie auch in Spanien oder Frankreich etwas mehr Verwendung – aber allein durch das Lied "Backe, backe Kuchen" in Kombination mit dem Weihnachtsklassiker „In der Weihnachtsbäckerei“ kommt doch richtig Stimmung in die Bude.

Santa Claus

Santa Claus brauch ich euch glaub ich, nicht mehr vorstellen. Er ist wohl einer der bekanntesten Weihnachtsmänner auf der ganzen Welt. Er hat seinen Ursprung in verschiedenen Traditionen und Legenden, insbesondere in der Figur des Heiligen Nikolaus …. Aber wenn man an Santa Claus denkt, dann fällt einem auch direkt Coca Cola ein. Ist einfach so. Der Getränkehersteller hat jetzt den Santa Claus nicht erfunden – das behauptet da auch niemand. Aber das Bild des Weihnachtsmanns, bzw. des Santa Claus´, wie wir ihn heute kennen, geht schon stark auf die Cola-Kappe. Die Legenden des Weihnachtsmanns kennt man ja schon was länger. Und da gibt es Illustrationen, wo man den guten Mann in goldenen, blauen oder braunen Mänteln findet.

Und hier kommt jetzt der amerikanische Illustrator Haddon Sundblom ins Spiel – bzw. an den Zeichentisch. Das ganze fing 1931 an … Sundblom orientierte sich an einem Gedicht aus dem Jahre 1822. „A visit from st. Nicholas“ von Clement Clark Moore … Und in dem Gedicht hat der Weihnachtsmann einen roten Mantel. Woher jetzt der Bart und die Stiefel kommen, weiß ich nicht genau. Die Legende besagt, dass Sundblom mal einen Freund und mal sich selbst als Model nutzte … wahrscheinlich per Spiegel oder so. Also einer von beiden hatte dann zumindest wohl einen Bart. Haddon Sundblom hat seine Zeichnung jedes Jahr für Coca Cola bis ins Jahr 1964 wiederholt … und in der Zeit kann ja auch schon mal ein Bart wachsen … ich sach nur^^

Fakt ist: Den Weihnachtsmann gab – und gibt es so oder so! Es ist also keine Erfindung von Coca Cola. Aber ohne diesen Getränkehersteller und den Illustratoren Haddon Sundblom würde Santa Claus etwas anders aussehen.

Jetzt wisst ihr zwar, wie die Figur vom Santa Claus zustande kam, aber woher der Weihnachtsmann kommt …. nicht. Diese Informationen findet ihr unter W – wie Weihnachtsmann.

Schaufenster im Advent

Hier in meiner Ecke ticken die Uhren etwas anders … also nicht nur bei mir^^

Hier gibt es zum Ende Oktober ein großes Volksfest (SimJü) – und wenn das vorbei ist, dann wird der Weihnachtshebel umgeschaltet! Die Bäcker und Konditoren fangen mit ihrer Weihnachtsbäckerei an, wo man außerhalb allerdings noch nicht so viel mitbekommt – außer in den sozialen Medien. Aber dann, so ganz langsam verändern sich die Schaufenster auf ganz magische Weise. Und spätestens, wenn mein Freund Hubertus seinen Stern mit Schweif an seinem Buchladen hat … dann ist es bald soweit. Wer mich auf Facebook und Insta verfolgt, sieht es jedes Jahr – denn es ist tatsächlich eines meiner Lieblingsmotive für die „Guten Morgen Postings“.

Es wird ja hier einen Bereich geben, wo ich Tipps gebe, in welchen Läden ihr tolle Geschenkideen findet. Da kommt der Laden ganz sicher vor – denn Bücher sind immer eine tolle Geschenkidee. Aber ich schweife ab^^

Es gibt viele Läden, die ihre Schaufenster sehr weihnachtlich gestalten. Natürlich machen die das, um die Kunden anzulocken und ihre Produkte zu bewerben. Es gibt aber einfach Läden, da gibt es nichts für mich. Und trotzdem fahre ich da mit meinem „Spielmobil“ ganz langsam durch die Stadt und schaue mir die Schaufenster an. Das hab ich schon als Kind auf dem Schulweg gemacht und ich denke, das wird sich bei mir nie ändern. Ich bin da allerdings auch sehr diszipliniert … ich lasse mich ja nicht einfach durch Weihnachtsdekoration anlocken … bis ich beim Bäcker vorbei komme^^ Da gibt es gerade ganz frische Spekulatius – und ich dann so: „Verdammt“

Wenn ich das Lädchen dann verlassen habe (und das ist echt nur ein ganz kleiner Laden), dann probiere ich den ersten Spekulatius … nehm vorsichtshalber noch einen Keks … und begutachte die nächsten Schaufenster.

Bei vielen Läden weiß ich ja, was mich erwartet. Sie hängen jedes Jahr die gleiche Dekoration auf. Und das ist auch gut so. Ich liebe es einfach … das Tannengrün, die Lichterketten, Sterne und Kugeln und was es sonst noch so gibt. Da geben sich einige Händler richtig viel Mühe. Wenn ihr bei euch im Advent durch eure Stadt geht, guckt euch die Schaufenster doch mal genauer an – auch bei den Läden, wo ihr noch nie geschaut habt. Vielleicht schafft ihr es ja auch mal, all die Geschenke lokal zu besorgen. 

Schlitten

Guten Tag … mein Name ist Schlitten … Bob Schlitten“ Sorry, der musste einfach sein^^ Der Schlitten ist untrennbar mit Weihnachten verbunden. Sei es als „Verkehrsmittel“ für das Christkind oder den Weihnachtsmann, oder als Transportmittel für all die Geschenke, die verteilt werden möchten.

Aber auch eine romantische Schlittenfahrt durch das verschneite WinterWunderWeihnachtsland ist eine wunderschöne Vorstellung. Es ist für Viele sogar das perfekte Bild von Weihnachten. Allerdings ist in unseren Gefilden der Schmalhans Küchenmeister, was Schnee angeht.

Zum Glück kann aber der Schlitten vom Weihnachtsmann fliegen – sonst wär Essig mit den Geschenken^^

Das Bild kennt ja sicher jeder, wie der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten durch den Himmel fliegt. Das geht natürlich nur, weil er von seinen Rentieren gezogen wird. Die Rentiere … das sind: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und natürlich Rudolph mit der roten Nase, der den Weg durch Nebel und Dunkelheit leuchtet. Klar – dieses Bild kommt jetzt hauptsächlich aus den USA durch diverse Filme zum Beispiel. Allerdings findet man dieses Motiv in realistischer Form in Finnland. Denn da liegt auch genug Schnee. Dort ist der Schlitten ein ganz normales Transportgerät.

Aber kommen wir zurück nach Deutschland. In den südlichen Regionen Deutschlands ist meist eher das Christkind unterwegs. Angeblich auch mit einem Schlitten. Das Dumme daran ist: Man sieht das Christkind so gut wie gar nicht. Der Weihnachtsmann lässt sich ja hin und wieder erwischen … wenn er sich zu lange bei Milch und Keksen aufhält^^ Aber das Christkind? Irgendwie nicht so.

Aber dafür lässt das Christkind gern schon mal einen Rodelschlitten für die Kinder da. Ok – auch der Weihnachtsmann versteckt so einen Schlitten gern mal etwas weiter hinten unter oder neben dem Tannenbaum. Früher war das ja tatsächlich ein Standardgeschenk – aber die Zeiten ändern sich und man verschenkt den Schlitten hauptsächlich in Regionen, wo auch dann mal Schnee liegt. Denn ohne Schnee ist rodeln etwas blöd^^ Aber ja - da kommt Nostalgie auf …

Aber blicken wir mal in typische Winterurlaubsgebiete. Ich denke da an die Alpen, an das Erzgebirge oder auch Winterberg. Da werden Schlittenfahrten ja als Touristenaktionen angeboten. So richtig schön mit einem Schlitten, der von Pferden gezogen wird … mit Schellen und Glocken … und Zack – sind wir mitten drin im „Jingle Bells Modus“. Das ist so schön romantisch und bringt einen so richtig in Weihnachtsstimmung und leitet einen herrlichen Advents- oder Weihnachtsabend ein.

Zum Abschluss haben wir dann noch die Schlitten zur Dekoration. Da hab ich natürlich auch mehrere von … in allen Größen. Ein etwas größerer, der ein paar Geschenke trägt. Dann sind da Schlitten zum Aufhängen an den Tannenzweigen. Und diverse Fensterbilder. Der Schlitten an sich ist schon ein großes Symbol, das mit Emotionen spielt. Nostalgie, Romantik und natürlich die Vorfreude auf die Geschenke. Es ist natürlich die Magie des Winterzaubers – z.B. bei einer Schlittenfahrt durch den WinterWunderWald. Wer sich da nicht in Weihnachtsstimmung bringen lässt, dem kann ich auch nicht helfen.

Schnee

Wo wir gerade schon beim Schlitten waren, darf der Schnee natürlich auch nicht fehlen. Viele Menschen sehnen ja weiße Weihnachten herbei – jedes Jahr. Aber auch nur so viel, dass es keine Probleme macht. Also von Leuten, die ein Dach über dem Kopp haben, nicht mehr mit dem Auto raus müssen und den Vorratskeller bis oben hin gefüllt haben … inklusive Klopapier^^

Weiße Weihnachten - also Weihnachten mit Schnee, sind in Deutschland und vielen anderen Teilen Europas ein oft gehegter Wunsch, aber mittlerweile auch ein eher seltenes Ereignis. Die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen ist deutlich gesunken – zumindest in unserer Region. Aber wir in unserem Fall können dann immer noch nach Winterberg fahren. In den höheren Lagen, wie z.B. den Mittelgebirgen und den Alpen ist die Wahrscheinlichkeit eben höher. Zum Glück lassen wir uns ja alle nicht durch Bilder und Filme beeinflussen^^ Die Vorstellung von weißen Weihnachten steckt einfach in uns drin … ich weiß auch nicht. Es hat ja irgendwas von einem Tipp-Spiel … schneit es oder schneit es nicht? Das ist hier die Frage. Bei mir ist es ja so, dass es mir reichen würde, wenn es zu Weihnachten schneit und dann bis Neujahr liegen bleibt. Ein leicht verschneiter Adventssonntag kann natürlich auch was. Das wäre für jeden Weihnachtsmarkt die perfekte Grundlage. Man kommt trotz der leichten Schneedecke leicht hin und der Verbrauch an Glühwein steigt. Ist einfach so. Wenn es jetzt im November schneit, ist es auch ok, denn Schnee sieht ja schon schön aus. Mit Schnee nach der Weihnachtszeit hab ich meine Probleme, weil dann die Weihnachtsdeko fehlt^^. Witzig ist es, wenn man in Monaten wie Oktober, November – bzw. März, April sich einen Scherz erlaubt. Da muss allerdings die Chance bestehen, dass es schneit. Da stellt man sich den Wecker und geht zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr mit der Schneeschaufel raus und schrappt mit der Schaufel ein paar mal über den Boden. Und dann guckt mal zu den Nachbarn rüber … überall gehen die Lichter an und die Nachbarn blicken erst einmal erschrocken auf die Straße … meist dauert es nen Kaffee, bis sie dann peilen, dass gar kein Schnee liegt. Aber macht das bitte nur, wenn ihr euch gut mit den Nachbarn versteht und sie auch Spaß verstehen!

Ich sags ja – Weiße Weihnachten ist so ein typisches Weihnachtsding. Die Sehnsucht trifft soo viele Menschen, je näher das Weihnachtsfest rückt. Und ich sag euch eins … wenn die Wettervorhersage Schnee voraussagt, dann steh ich sogar nachts zwischendurch auf und gucke aus dem Fenster. Gern bleib ich da auch ne Weile sitzen und sehe den Flocken zu … bei nem Kaffee oder so. Und Weihnachtsmusik spielt eh den ganzen Tag …

Schneemann

Der Schneemann ist ja eigentlich eher ein Wintermotiv. Allerdings findet man sie auf Bildern, Postkarten, auf Geschenkpapier, Fensterbildern usw. oft zusammen mit dem Weihnachtsmann oder anderen weihnachtlichen Motiven. Schneemänner sind halt traditionelle Figuren, die man gern in den Weihnachtsferien baut. Es ist aber auch ein toller Zeitvertreib. Mal ist es ein Spaß für die ganze Familie … aber auch eine super Beschäftigung für die Kinder – und die Eltern können das Weihnachtsfest in aller Ruhe vorbereiten.

Jeder Bau eines Schneemanns hat ja die gleiche Grundlage. Drei Schneebälle in drei verschiedenen Größen. Diese werden aufeinander gestapelt und dann kann man sich überlegen, was man sonst noch macht. Man kann zwei kleine Schneebälle als Armstumpen dran pappen … oder man platziert die beiden kleinen Bälle woanders und bastelt einfach ne Schneefrau^^

Wir haben früher meist ne Karotte als Nase genommen und aus Kohlen die Augen und den Mund kredenzt. Man kann aber auch Steinchen nehmen. Als Hut diente dann ein alter Topf oder so und man kann ihm auch einen Schal um den nicht vorhandenen Hals wickeln. Aber nehmt den später wieder mit – sonst gibt das Ärger von Mama ...

Je nachdem, wie viele Details man ausarbeitet, umso länger dauert das natürlich. Und mittlerweile gibt es echte Künstler unter den Schneemannbauern. Da kommen schon mal Comicfiguren zum vorschein … wie z.B. Snoopy oder Micky Maus. Das hat mit Weihnachten jetzt nicht wirklich viel zu tun, aber es ist eine tolle Zeitüberbrückung, damit das Warten aufs Christkind nicht zu langweilig wird.

Schokolade

Weihnachten ohne Schokolade geht ja mal gar nicht! Da wird das Spiel noch nicht einmal angepfiffen! Ich persönlich kann da eher auf einen Tannenbaum verzichten … aber Weihnachten – bzw. Nikolaus ohne Schokolade … nee.

Und was gibt es nicht alles an tolle Formen für Schokolade. Allein im ganz einfachen Adventskalender habt ihr 24 verschiedene Schokostückchen. Dann gibt es besondere Tafeln Schokolade mit Tannenbäume drauf, Sterne usw. Dann gibt es so viele verschiedene Pralinen und die ganzen Hohlfiguren ... Da gibt es ja dann Weihnachtsmänner, Weihnachtsfrauen, Nikoläuse, Bären und was weiß ich noch. Ich hab das ja ne Zeit lang beruflich gemacht. Daher weiß ich ja auch, dass die Arbeit mit Schokolade eine halbe Wissenschaft ist … aber kein Hexenwerk!

Ich müsste ja auch eigentlich hier von Kuvertüre sprechen und nicht von Schokolade. Aber ich will den Abend nicht im Klugscheißermodus verbraten. Ja doch etwas …

Der Unterschied zwischen Schokolade und Kuvertüre liegt ganz einfach im Fettgehalt – speziell im Anteil der Kakaobutter. Kuvertüre muss mindestens 31% Kakaobutter enthalten. Schokolade hat einen geringeren Kakaobutteranteil. Für uns hier ist das eigentlich uninteressant – aber Kuvertüre ist flüssiger beim Schmelzen, lässt sich einfacher verarbeiten und dann hat man am Ende auch noch einen perfekten Glanz, wenn man richtig temperiert hat. 

Ich wechsel wieder in den Schoki-Modus.

Eine sehr gute Temperatur für dunkle Schokolade liegt bei 30° und 32°. Vollmilch und weiße Schokolade liegt mit 28° bis 29° etwas drunter.

Der Witz bei weißer Schokolade ist übrigens, dass es nur aus Kakaobutter, Milch und Zucker besteht. Vollmilchschokolade und dunkle (meist zartbitter) Schokolade enthält zusätzlich Kakaopulver. Je dunkler, je mehr Kakaopulver. Und in weißer Schokolade ist nicht ein Krümel drin … schmeckt trotzdem sau-lekka.

Wir lieben hier ja die Kombination von Vollmilchschokolade und weißer Schokolade. Darum gibt es zu Nikolaus für jeden einen Sack voll – ich sag mal zu 80% - 90% Kinderschokolade. Ü-Eier, ne Tafel Kinderschokolade, Schokobons, Duplo, Hanuta und was es alles da gibt. Ebenso beim Adventskalender, den wir selbst befüllen. Da gibt es jeden dritten, vierten Tag Kinderschokolade. Krieg ich da eigentlich was für, wenn ich Kinderschokolade schreibe? Kinderschokolade, Kinderschokolade, Kinderschokolade ….

Wie gesagt … 80% - 90%! Es fällt auch Milka und gelegentlich Lindt mit rein. Besonders die Tafel Milka mit den Tannenbäumen muss sein.

Und ein großer Weihnachtsmann gehört natürlich auch dazu, aber da geh ich spontan dran … wo ich mich vom Aussehen her schockverliebe – der darf es dann sein. Hui … wie oberflächlich^^ Aber da kann es auch schon mal eine Figur aus dem Supermarkt oder Discounter oder gar vom Konditor sein, was dann allerdings nen Taler mehr kostet.

Es gibt ja auch besondere Weihnachtssorten mit Zimt, Apfel usw. - da haben wir dann aber eher weniger von.

Schokolade – egal in welcher Form ist immer eine tolle Geschenkidee. Es gehört einfach in den Advent und zu Weihnachten dazu. Da kann man machen, was man will. 

Schuhe putzen

Es ist mittlerweile eher eine Redensart als gelebte Praxis … das Schuheputzen vor dem Nikolaustag. Hab ich als Kind auch gelegentlich gemacht – aber eher aus Versehen. Bei uns gab es ja eine große Nikolaustüte. Aber woher kommt diese Tradition? Es muss ja irgend einen Sinn machen, dass man die Schuhe putzt und dann vor die Tür stellt. Allein da kann man ja heutzutage schon Pech haben und die Schuhe sind weg, noch bevor der Nikolaus was rein gesteckt hat.

Aber woher stammt diese Tradition?

Fangen wir erstmal mit dem Nikolaus an. Die Geschichte des Bischofs von Myra sollte bekannt sein, wenn ihr das Weihnachtslexikon bis jetzt aufmerksam gelesen habt.

Nikolaus war recht spendabel … Mal warf er Goldklumpen durch das Fenster, ein anderes Mal warf er Geldmünzen durch den Kamin … Gut, dass es da noch keine Geldscheine gab^^

Aber damals hat man seine Strümpfe am Kamin aufgehängt, damit sie nach einem feuchten Marsch wieder trocken werden. Und am nächsten Morgen machten sie ein recht dummes Gesicht, als sie dann die Münzen in den Strümpfen fanden.

Ich ahne, dass da gerade ein Schuh draus wird^^

Es ist ja nun allgemein bekannt, dass nur brave Kinder etwas vom Nikolaus bekommen. Als „Beweis“, dass man brav war, stellte man dann die geputzten Schuhe vor die Tür. Am nächsten Morgen fand man dann Süßigkeiten, gutes Obst und kleine Geschenke vor. In die schmutzigen Schuhe kamen dann Kohlen rein … oder schrumpelige Kartoffeln … vielleicht noch ne Rute. Ich hätte ja ehrlich gesagt Schuhputzzeug rein gelegt – aber mich fragt ja keiner^^

Man nimmt den Nikolaus ja gern als Respektsperson, der den Kindern Gehorsam bei bringt. Alles schön und gut – nur dumm, wenn Kinder dann Papas Wildlederschuhe auf hochglanz polieren wollen … ich sach nur^^

Ich find es ehrlich gesagt eine schöne Tradition. Aber es sollte dann die ganze Familie zusammen die Schuhe putzen. Erstmal macht es gemeinsam bei ner Tasse Punsch mehr Spaß – und die Kinder lernen Schuhe zu putzen. Und man kann ja nebenbei Weihnachtsmusik oder einen schönen Weihnachtsfilm laufen lassen.

Schwibbogen

Schwibbögen sind schon was Feines. Diese meist halbrunden Lichterbögen aus Holz sind ein weitverbreitetes Symbol für die Weihnachtszeit - besonders im Erzgebirge.

Aber man findet diese Art der Dekoration ja mittlerweile in ganz Deutschland. Es gibt sie mit weihnachtlichen Szenen wie Winterlandschaften oder Bergmannsmotiven. Denn bei den Bergmännern hat der Schwibbogen seinen Ursprung. Die Schwibbögen sollten die Sehnsucht der Bergleute nach Licht in den dunklen Winternächten und unter Tage ausdrücken, da sie ja meist eine sehr lange Zeit unter Tage gearbeitet haben. So entstanden im 18. Jahrhundert im Erzgebirge die ersten Schwibbögen. Der Bogen selbst symbolisiert dabei den Himmelsbogen, und die Lichter stehen für die Sehnsucht nach dem Tageslicht und die Hoffnung auf die sichere Heimkehr. Ursprünglich dienten Kerzen als Beleuchtungsmittel. Dann gab es irgendwann die ersten elektrischen Glühbirnchen und mittlerweile ersetzen LED-Lichter die teuren Stromfresser. Aber egal, wodurch sie die Fenster beleuchten … Ein Schwibbogen ist ein starkes weihnachtliches Symbol, das Wärme und Geborgenheit ausstrahlt.

Auch wenn es in erster Linie nicht mehr unbedingt um die Sehnsucht der Bergleute geht, sind Schwibbögen auch weiterhin ein fester Bestandteil der erzgebirgischen Weihnachtstradition.

Beim ersten Gedanken an Schwibbögen denkt man fast automatisch an Holz. Sie wurden und werden hauptsächlich aus Holz gefertigt. Und dann die feinen Schnitzereien – das ist echtes Kunsthandwerk. Neben den klassischen Modellen gibt es aber auch noch mehrstöckige Schwibbögen und solche mit zusätzlichen Lichteffekten, die für eine besondere Atmosphäre sorgen. Das sind schon hochkomplexe Konstruktionen, die natürlich ihren Preis haben. Aber unter uns – wenn man pfleglich damit umgeht, hat man sein ganzes Leben etwas davon. Und nicht selten sind Schwibbögen ein Erbobjekt. Die Teile halten schon ein paar Generationen aus.

So ein Schwibbogen strahlt aber auch alles aus, was die Weihnachtszeit ausmacht … Wärme, Geborgenheit und eine etwas magische gemütliche Atmosphäre. 

Scrooge

Ebenezer Scrooge, der Protagonist von "A Christmas Carol" (Eine Weihnachtsgeschichte) von Charles Dickens, ist ein geiziger und hartherziger Mann, der Weihnachten hasst.

Charles Dickens schrieb diese Weihnachtsgeschichte im Jahre 1843. Veröffentlicht wurde sie dann pünktlich zu Weihnachten am 19. Dezember 1843.

Ebenezer Scrooge würde man heute als Kredithai bezeichnen …

Reißen wir die Geschichte mal kurz ab: Er ist Geldverleiher und bekannt für seine Ablehnung von Weihnachtsstimmung und Nächstenliebe. Auch wenn er freundlich gegrüßt wird, hat Scrooge nur ein widerliches Verhalten übrig … Er lehnt Weihnachten strikt ab und betrachtet es als "Humbug". Er ist ekelhaft unfreundlich zu seinem Angestellten Bob Cratchit und lehnt sogar die Einladung seines Neffen zu einem Weihnachtsessen ab. Klingt irgendwie nach dem Grinch, aber der is ja dagegen noch harmlos^^

In der Weihnachtsgeschichte wird Scrooge in drei aufeinander folgenden Nächten von drei Geistern besucht, die ihm seine Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft zeigen. Es ist ja so eine Art Weihnachtsmärchen … und es kommt, wie es kommen musste: So langsam erkennt Scrooge die Bedeutung von Weihnachten, Nächstenliebe und Mitgefühl. Quasi über Nacht vollzieht er eine Wandlung, als ihm der Geist der zukünftigen Weihnacht das nächste Weihnachten zeigt. Das ist so schlimm für Scrooge, dass er sofort beschließt, ein besserer Mensch zu werden. Er wird freundlicher, großzügiger und begeht den Weihnachtstag mit Freude. Gekrönt wird das Weihnachtsfest dadurch, dass Scrooge mit einem großen Truthahn und Geschenken bei seinem Angestellten Cratchit auftaucht. Unterwegs spendet er noch von seinem vielen Geld an die Armen und feiert zum Schluss mit seinem Neffen dann doch noch Weihnachten und alles ist gut.

Eine Weihnachtsgeschichte“ is aber nicht nur ein Weihnachtsmärchen, sondern eine sozialkritische Auseinandersetzung mit den Missständen die im England des 19. Jahrhunderts auf der Tagesordnung standen. Aber nicht nur in England gab es zu der Zeit Armut und der Ungerechtigkeit … auch hier.

Die Geschichte hat sich bis heute gehalten. Theaterstücke und etliche Neuverfilmungen haben die Weihnachtsgeschichte bis in die heutige Zeit übertragen. Denn das Problem an sich besteht immer noch. Auch so widerliche Personen wie Scrooge finden sich immer wieder … Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich alle Menschen ändern - und gemeinsam friedlich Weihnachten feiern können. 

Silvester

Wir überspringen mal kurz das Weihnachtsthema. Denn es geht um Silvester – dem letzten Tag im Jahr. Silvester fällt in der Regel auf den 31. Dezember. Dieser Tag befindet sich mitten in den Rauhnächten. Silvester ist bis obenhin zugepackt mit Traditionen und Bräuchen. Von Bleigießen über zusammen feiern, essen und trinken bis hin zum Feuerwerk übertrifft dieser Tag in Sachen Brauchtum in manchen Haushalten sogar das komplette Weihnachtsfest. Alles, was irgendwie nach Orakel oder Glücksbringer klingt, wird ausgepackt. Manche Leute sitzen alleine still für sich und lassen das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Die meisten Leute ziehen da aber eine große Feier mit Freunden und Familie vor.

Aber egal ob nun allein oder mit vielen Menschen … das Hauptziel ist es, das neue Jahr um Punkt 24:00 Uhr zu erreichen und mit einem Sekt oder so anzustoßen, sich ein frohes neues Jahr zu wünschen und um dann das große Feuerwerk zu zünden … bzw. zünden zu lassen.

Ich hab schon lange nichts mehr über Heiden und den germanischen Wurzeln gesagt, die ja dann in der Silvesternacht krachend und leuchtend zum Vorschein kommen. Denn antürlich hat das alles wieder vorchristliche Ursprünge. Mit dem Knallen vertreibt man die bösen Geister und begrüßt das Neue Jahr. Heute nennen wir es Silvester (S I L V E S T E R … nicht Sylvester – Silvester hat mit Stallone nichts – aber auch gar nichts zu tun), früher bei den alten Germanen nannte man es Feuer-Fest. Auch die Römer haben das Jahresendfest gefeiert. Schon damals galt die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester „zwischen den Jahren“. Auch wenn es am Silvesterabend nicht unbedingt so scheint, ist es eine Zeit der Ruhe, der Besinnung, der Hoffnung und Freude auf das neue Jahr.

Sinterklaas

Es klingt ja ein wenig wie „Santa Claus“ … ist aber die niederländische Version des Heiligen Nikolaus. Wer jetzt Nikolaus ist, brauch ich ja nicht mehr groß erklären … allerdings wird der Nikolaustag – bzw. der Abend zuvor in den Niederlanden etwas anders gestaltet …sagen wir es mal so.

Es fängt ja schon damit an, dass es bereits Mitte November mit dem "Intocht Sinterklaas" (Einzug von Sinterklaas) losgeht. Sinterklaas kommt zusammen mit den „Zwarte Pieten“ (eine Art Knecht Ruprecht) mit einem Schiff (dem Dampfschiff Pakjesboot 12) in einer bestimmten Stadt an. Die Ankunftsstadt wechselt jährlich. Allein die Ankunft ist schon so ein großes Ereignis, dass es fast immer im TV live übertragen wird. Wenn Sinterklaas dann angekommen ist, begrüßt er erst einmal die Kinder. Dann gibt es eine große Parade mit viel TamTam, wo er mit seinem Schimmel Amerigo durch die Straßen der Stadt zieht. Das erste Ziel ist in der Regel das dortige Rathaus, wo Sinterklaas offiziell begrüßt wird. Die fröhliche Prozession geht dann unter dem Jubel der Besucher – meistens Kinder – lustig weiter. Die Kinder dürfen dabei auch mit kleinen Geschenken rechnen.

Ich sag ja – das ist ein riftich großes Fest, das die Kinderaugen zum Leuchten bringt und die Vorfreude auf Weihnachten bis zum geht nicht mehr steigert. Schon dieser Einzug ist ein wichtiger Teil der niederländischen Kultur.

In den folgenden Wochen finden dann noch weitere kleine Veranstaltungen für Sinterklaas statt. Da besucht er dann die Kinder und feiert ein wenig mit ihnen. Das geht bis zum „Pakjesavond“ (dem Abend des 5. Dezember). Da geht es dann richtig ab, mit „Surprising“ (einem Wichtelspiel), sowie Schokoladenbuchstaben, Pepernoten und Kruidnoten als kleine Gaben.

Also das ist schon anders wild, wie man da Nikolaus feiert. Mit hier ist das nicht zu vergleichen.

Jetzt muss ich aber noch etwas zum „Zwarte Pieten sagen: ein zwarte Piet (Schwarzer Peter) ist ein Helfer von Sinterklaas. Es ist in der Regel eine schwarz geschminkte Figur. Er ist Teil eines alten Brauchs. Das Aussehen wird, wie man das in der heutigen Zeit so macht … kontrovers diskutiert. Es wird als rassistisch empfunden. Kulturelle Aneignung usw. Mittlerweile gibt es ja die „Rainbow Piets“ mit bunten Gesichtern … Ganz ehrlich – das ist so bescheuert, dass ich eine Clown-Demo erwarte, wo sich Clowns über die bunten Gesichter vom Piet aufregen. Macht euch doch mal mit der Geschichte der Niederlande vertraut – das ist ein kulturelles Erbe, ihr Pfeifen!

Man ey - Das Sinterklaas-Fest ist in den Niederlanden ein zentrales Ereignis, das die Menschen, Familien und Freunde zusammenbringt, und für viele ist es das wichtigste Fest des Jahres, sogar wichtiger als Weihnachten! Macht es nicht kaputt!

Spekulatius

Ich erzähle jetzt mal was aus dem Nähkästchen. Dieser Text entstand zu einer Zeit, da war nicht mal Mitte August … und es lagen die ersten Spekulatius im Laden! Wurd aber auch Zeit – denn immerhin war August und Spekulatius ist ja ein traditionelles und sehr beliebtes Weihnachtsgebäck.

Für so verrückte Weihnachtsfanatiker, wie ich einer bin (Lothariel beglaubigter Weihnachtsgnom), ist es ein erster Berührungspunkt mit der bevorstehenden Weihnachtssaison. Natürlich wird die Ware getestet – aber nicht genauer betrachtet. Das war früher anders. Denn da waren auf den Spekulatius weihnachtliche Motive. Auf dem Keks wie auch auf der Packung. Also zumindest etwas Tanne war auf der Verpackung. Und je früher der Spekulatius in den Supermarktregalen lag umso neutraler wurde der Aufdruck.

Es der charakteristische Geschmack aus all den typischen Weihnachtsgewürzen, der den Spekulatius zu einem der beliebtesten Kekse der Weihnachtsbäckerei macht.

Aber was macht den Spekulatius so beliebt und warum können wir den schon im August essen?

Ich sag euch was: Der einfache Butterspekulatius hat seinen Ursprung vermutlich in den Niederlanden oder Belgien. Böse Zungen behaupten, dass er deshalb so hell ist^^

Damals hat man die Kekse auch das ganze Jahr über gegessen. Er eignet sich aber auch vorzüglich als Teegebäck. Die Niederlande und Belgien sind ja jetzt nicht soo weit weg von Deutschland. Um genauer zu sein grenzen beide Länder ja direkt an Nordrhein-Westfalen. Und genau da wurde der Spekulatius so ab dem 17. Jahrhundert weiter entwickelt und zog ins Land hinaus. In vielen Bäckereien wird die Tradition übrigens noch weitergeführt, dass man den „echten“ Spekulatius mit Holzformen (Model) prägt. Besonders die überdimensionale Version,wo ein Gebäck schon mal bis zu 40 cm lang ist. Das ist dann aber auch echtes Kunsthandwerk und hat seinen Preis! Ansonsten wird heute per Walze in Masse produziert. Das geht halt um ein Vielfaches schneller.

Mit den typischen Weihnachtsgewürzen kamen dann auch die Gewürzspekulatius in den Handel. Der unverwechselbare Geschmack kommt von Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat, Anis und Ingwer. Dieser Gewürz-Mix ist eben auch verantwortlich für den würzigen Mürbeteig, aus dem dann der beliebte Spekulatius wird.

Der Spekulatius an sich ist mehr als nur ein Keks! Mit seinen Gewürzen und Aromen steht er als Symbol für die Weihnachtszeit und der Geschmack weckt meist schöne Kindheitserinnerungen. Ich verbinde z.B. Spekulatius immer mit Adventssonntagen und dem Nikolaustag … ich weiß aber nicht mehr warum – aber ich bin ja auch alt^^

Aber ich hab auch mal gelesen, dass Spekulatius oft am Nikolaustag verteilt wurde, da der Nikolaus evtl. der Namensgeber sein könnte. Das halte ich natürlich für quatsch … denn sonst käme am 6. Dezember ja der heilige Spekulatius. Jaa – Experte kann ich^^

Nein ernsthaft – der heilige Nikolaus wurde auch als „Speculator“ bezeichnet, was so viel heißt, wie „Aufseher“ … oder eben auch „Bischof“. So wird dann letztendlich auch ein Schuh draus – oder halt ein Stiefel.

Spekulatius gibt es ja in verschiedenen Sorten. Neben dem klassischen Gewürzspekulatius werden die Kekse auch mit Butter oder auch Mandeln angeboten. 

In den Niederlanden und Belgien wird der Spekulatius aber auch mit Karamellgeschmack angeboten – und zwar das ganze Jahr! Aber wir sind hier in Deutschland ja auch auf einem guten Weg …

Aber selbst wenn es hier das ganze Jahr Spekulatius geben würde, bleibt er für mich immer ein Weihnachtsgebäck! Es ist halt ein typisches Gebäck aus der Weihnachtsbäckerei, dessen Entstehungsgeschichte, die Gewürze und Motive untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden sind. 

Springerle

Springerle sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck, das besonders in der Schweiz und in Süddeutschland gebacken wird. Der Name entstand durch den Backvorgang. Es war irgendwann im Mittelalter in einer kirchlichen Hostienbäckerei. Ob es nun so geplant war, oder nicht .. ist auch nicht raus. Aber dort drückte man den Teig in spezielle Modeln und beim Backen springt das Gebäck quasi hoch – daher der Name Springerle. Markant sind auch die charakteristischen „Füßchen“ die während des Backens entstehen.

Man nennt Springerle auch „Bildgebäck“. Meist findet man da christliche Motive zu Weihnachten und Ostern. Sie galten oft als wertvolle Geschenke, bzw. Opfergaben – wahrscheinlich durch die detailreiche Prägung.

Die Herstellung läuft ähnlich ab, wie beim Spekulatius – nur dass es sich hier um einen komplett anderen Teig handelt. Hier besteht die Basis überwiegend aus Mehl und Puderzucker. Ein paar Eier dazu, nen Schuss Kirschwasser und etwas Anis. Deshalb sehen Springerle auch etwas nach Gips aus – schmecken aber anders …. fragt mich aber nicht, woher ich das weiß^^

Da liegt aber auch etwas die Gefahr – denn Springerle werden nicht nur gegessen, sondern werden auch als Weihnachtsbaumdekoration oder als Geschenk verwendet. Nun sind Springerle nach dem Backen – na sagen wir mal – etwas hart. Sie brauchen aber auch etwas Zeit um zu „reifen“, bis sie dann weich genug sind, um gegessen zu werden. Aber durch die Härte nach dem Backen sind die Springerle auch gut haltbar. Dennoch sind schlaue Köppe auf den Trichter gekommen, den Teig durch Modelliermasse zu ersetzen. Aber wie gesagt – Springerle werden oft als Deko oder als Geschenk genutzt … z.B. für den Zahnarzt^^

Springerle gehören jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten – das liegt aber vielleicht auch daran, dass man warten muss, bis man das Gebäck essen kann.

Aber gerade in Süddeutschland und der Schweiz gehören Springerle in die Weihnachtszeit.

stade Zeit

Die stade Zeit“ ist ein Begriff aus dem süddeutschen Raum, und bedeutet wörtlich "die stille Zeit". Das bezieht sich in erster Linie natürlich auf die Advents- und Weihnachtszeit … aber in meiner Zeit in Bayern wurde oft genug „sei stad“ … also sei still gesagt^^

Man verwendet diesen Begriff also meist in Bayern und Österreich.

Die stade Zeit“ drückt genau das aus, was die Weihnachtszeit ausmacht: Eine Zeit der Stille, der Besinnung, der Ruhe, der Einkehr und Vorbereitung auf Weihnachten. Auch wenn wir hier bei uns den Begriff eher weniger bis gar nicht verwenden, ist es für mich quasi eine Einladung, dem Alltagsstress zu entfliehen, zur Ruhe zu kommen und die besondere Atmosphäre in der Weihnachtszeit zu genießen.

Stall von Bethlehem

Wie uns im Weihnachtsevangelium berichtet wird, wurde Jesus in einem Stall in Bethlehem geboren. Meist wird die Geburtsstätte als ganz einfacher Stall oder gar nur als ein Unterstand mit einer Futterkrippe dargestellt. Etwas anderes haben Maria und Josef nicht gefunden, weil einfach keine Unterkunft, bzw. Herberge gab. Wie die genauen Umstände der Geburt waren, ist im Neuen Testament nicht wirklich beschrieben – und der Stall auch nicht … also müssen wir uns da einfach unseren Teil denken.

Die beiden hatten sich ja auf den Weg gemacht, um der Volkszählung zu entfliehen. So reisten sie nach Bethlehem. Aber da musste zu dem Zeitpunkt ne Messe oder so sein, denn alle Zimmer waren belegt. Jetzt drängte aber ein wenig die Zeit und der Stall musste als Unterschlupf herhalten.

Wie gesagt – die Situation ist nirgendwo genau beschrieben … und den guten Lukas kann man ja nun auch nicht mehr fragen, warum er das nicht auch aufgeschrieben hat. Er berichtet aber, dass Jesus in eine Krippe gelegt wurde. Und das war ja schon mal ein ganz guter Hinweis auf eine Futterkrippe. Also muss es ein Stall gewesen sein.

Und genau so haben viele Künstler diese Szenerie auf die Bilder gemalt – also lassen wir das auch so stehen.

Und auch, wenn wir es zu Weihnachten ganz gern mal krachen lassen, ist es quasi ein Wink mit dem Zaunpfahl, in aller Bescheidenheit mal auf die einfachen Dinge des Lebens zu achten. 

Stern von Bethlehem

Der Stern von Bethlehem ist der Wegweiser im Matthäus-Evangelium. Er soll den heiligen drei Königen den Weg zu Jesus´Geburtsort gezeigt haben. Nun gut – die drei Weisen aus dem Morgenland sollen ja Sterndeuter gewesen sein … von daher also kein Problem. Also folgten sie dem Stern, um dem Jesukind die Geschenke zu bringen.

Viele Wissenschaftler haben bereits versucht, dieses Himmelsphänomen zu erklären. Eine gängige Theorie ist z.B. eine enge Konjunktion von den Planeten Jupiter und Saturn. Andere Wissenschaftler reden dagegen von einer Supernova oder einem Kometen. Doch welcher darf es sein?

Oft wird der Halleysche Komet als Stern von Bethlehem bezeichnet. Das Problem: Der Halleysche Komet schwirrte mit seinem Schweif so um das Jahr 12 v. Chr. Durch die Gegend. Passt also jetzt nicht so ganz mit Jesu Geburt ...

Zuletzt war der Komet für uns 1986 sichtbar. Hmm … Das muss so ein Gottesding sein … denn mit 1986 verbinde ich eigentlich die Hand Gottes (Maradonna).

Jedenfalls kehrt der Halleysche Komet alle 75 bis 76 Jahre zur Erde zurück – bzw. daran vorbei, hoffe ich. Das hängt ja auch alles vom Verkehr da oben ab^^

Bis zum nächsten Termin müssen wir noch etwas warten. Die Vorhersagen haben den 28. Juli 2061 ergeben. Nun – wir werden es sehen … oder auch nicht. Is ja doch noch etwas hin.

Vielleicht war aber auch der Komet Catalina der Weihnachtsstern. Der flog zuletzt im Dezember 2015 hier vorbei und war auch nur mit dem Fernrohr zu sehen. Ein weiterer Komet, der in Frage käme war der Komet Leonard. Auch er erreichte nur die Nähe unserer Erde.

Man kann machen, was man will – es gibt einfach keine endgültige astronomische Erklärung für den Stern von Bethlehem.

Jetzt muss man aber auch dazu sagen: Der Stern von Bethlehem ist nicht nur ein astronomisches Phänomen, sondern eben auch ein Symbol der Führung, der göttlichen Offenbarung (wie man in Kirchenkreisen sagt), und auch ein Zeichen der Hoffnung. 

Der Stern wurde zu einem festen Bestandteil der Weihnachtsgeschichte und findet sich daher auf Bildern, Postkarten und besonders auf der Weihnachtskrippe wieder.

Gelehrte aus Religion und Wissenschaft können es einfach nicht belegen, was da oben nun los war. Aber das ist ja das Schöne an Weihnachten. Wenn man euch sagt: „Du glaubst auch an den Weihnachtsmann“ …. Aber an drei Typen, die einem Stern folgten soll man glauben, obwohl man bis heute nicht weiß, was es war … wenn überhaupt. Aber an Weihnachten darf man auch gern mal Quatsch reden ...

Stern

Sterne spielen eine zentrale Rolle in der Weihnachtszeit. Da steht der Stern von Bethlehem aus der Weihnachtsgeschichte schon mal ganz oben. Aber der Stern im Allgemeinen liegt natürlich ganz besonders als Motiv im Fokus. Als Dekorationsstück, auf Bildern und Geschenkpapier, Tischdecken usw. Oft findet man einen Stern als Christbaumspitze vor.

Und dann gibt es ja auch noch den Weihnachtsstern als Pflanze. Mir ist der Zimtstern allerdings am Liebsten … welch Überraschung^^

Sterne kann man auch sehr leicht basteln. Einen Papierbogen zwei bis drei mal zusammengefaltet, zwei gezielte Schnitte – und Zack – Stern fertig. Auch Strohsterne sind sehr beliebt. Gerade Strohsterne sind für mich eine schöne Kindheitserinnerung, denn die hab ich mit Mama gebastelt.

Jetzt kann man aber auch Sterne in allen Variationen und Größen kaufen. Angefangen beim Herrnhuter Stern bis hin zu grell leuchtenden Sternen für das Fenster.

Und dann gibt es natürlich auch Sterne als Beleuchtung für Läden oder als Weihnachtsbeleuchtung über Straßen und Fußgängerzonen. Da fallen mir gleich die beleuchteten Sterne an den Laternen in meiner alten Heimat Unna ein. Und das ist in meinen Augen mit einer der wichtigsten Punkte – Die Erinnerung an die Kindheit. So mancher Stern überlebt Generationen. Ich selbst habe verschiedene Sterne, die sind 30 – 40 Jahre alt.

Für die Einen hat der Stern eine religiöse Bedeutung und die Anderen sehen darin eine schöne Dekoration. Ich hab dazu noch meine Erinnerungen an die Kindheit. Und in der Weihnachtszeit kommen so manche Erinnerungen hoch. 


© by Zippelmütz