Vanille

Vanille geht immer! Aber gerade wegen dem warmen, süßen Duft und Geschmack ist es natürlich ein Garant in der Weihnachtsbäckerei. Wie bei allen Gewürzen war auch Vanille zunächst eine Kostbarkeit (nach Safran mit das Teuerste). Sie kam so um 1520 nach Europa und etablierte sich als Gewürz im Kaffee und in der Schokolade.

Nun gibt es ja echte und künstliche Vanille. Die echte Vanille wird aus der fermentierten Schote der Vanillepflanze gewonnen und hat ein sehr komplexes Aroma. Künstliche Vanille wird auf synthetischer Basis hergestellt. Da bastelt man einfach den Hauptgeschmacksstoff Vanillin nach.

 

Der Unterschied ist relativ einfach zu sehen. Kauft ihr echte Vanille-Schoten, dann bekommt ihr die in so Röhrchen. Und im Produkt – z.B. Vanille-Eis, seht ihr dann so kleine dunkle Pünktchen im Eis. Na ja – und das Aroma bei echter Vanille ist natürlich viel stärker. Dafür ist künstliche Vanille (z.B. als Vanillin-Zucker) wesentlich günstiger.

Und sind wir mal ehrlich – die Weihnachtsbäckerei geht ganz schön ins Geld^^

Aber es lohnt sich ja auch. Da gibt es so viele tolle Weihnachtsplätzchen und Gebäck, wie z.B. Vanillekipferl, Vanillehörnchen und auch im Lebkuchen.

Vanille verfeinert aber auch andere Sachen wie Desserts. Nach dem prächtigen Weihnachtsbraten passt ja auch immer noch ein Vanillepudding oder ein Eis oder irgendwas anderes Köstliches mit Vanillesoße.

Vanille ist ein kleiner Seelenwärmer, dessen Geschmack einen auch kurz in die Kindheit zurückschicken kann. Das passiert in der Weihnachtszeit aber eh öfter.

 

Und dann der Duft natürlich … gerade die Kombination mit anderen weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt oder Nelken, schickt euch in eine Wolke aus lauter weihnachtlicher Atmosphäre. Vanille wird ja auch in der Parfümerie verwendet, wenn es um warme süße Düfte geht. Was ja auch ein schönes Weihnachtsgeschenk ist.

Vanillekipferl

Vanillekipferl sind für viele Menschen ein absolutes Muss in der Weihnachtsbäckerei und gehören zu den beliebtesten Plätzchen der Adventszeit. Natürlich auch bei mir ...

Sie sind ein echter Höhepunkt auf dem Weihnachtesteller. Der zarte mürbe Teig zergeht förmlich auf der Zunge und bringt die Geschmacksknospen erleuchten wie den Stern von Bethlehem!

Woher das Vanillekipferl genau kommt, weiß ich nicht – aber allein die Bezeichnung „Kipferl“ deutet ja schon ein wenig in den süddeutschen Raum … und vor allem Österreich. Je nachdem, wie man es ausspricht hört man einen gewissen wiener Schmäh … Ich sach nur.

Einer Legende nach soll das Kipferl im 17. Jahrhundert entstanden sein – kurz nach der Wiener Belagerung der Türken. Da soll man aus Teig die Halbmondform geknetet haben, die an die Halbmonde der osmanischen Flaggen erinnern. Klar kann man das behaupten … aber dann macht man sich eben zum Hörnchen^^

 

Kipferl-ähnliches Backwerk … wie eben auch Hörnchen gibt es bereits seit dem 12. Jahrhundert. - Da hatte also schon Dracula seinen Spaß mit.

Aber das erste „richtige“ Vanillekipferl-Rezept wurde erst im 20. Jahrhundert niedergeschrieben. Und seitdem wird es von Generation zu Generation weiter gegeben, denn das gemeinsame Backen ist in vielen Familien eine beliebte Weihnachtstradition.

Es ist ja auch kein Hexenwerk … allerdings sollte man da ein paar Dinge beachten.

Nehmt kalte Zutaten. Vor allem die Butter sollte kalt sein. Vor der Verarbeitung sollte der Teig auch im Kühlschrank ruhen, damit der Teig auch schön mürbe wird.

Den Teig auch nur kurz kneten, bis sich die Zutaten so grade verbinden und auch das Rollen des Teiges sollte fix gehen. Der Teig könnte sonst zäh werden und verliert sonst seine mürbe Konsistenz.

Nach dem Backen werden die noch warmen Vanillekipferl mit einem Mix aus Puder- und Vanillinzucker gewälzt – fertig.

Jetzt sagt man, dass sich das volle Aroma in den Vanillekipferl erst nach ein paar Tagen entfaltet. Dafür soll man sie in eine luftdichte Dose packen, wo sie mehrere Wochen halten sollen …... Mehrere Wochen – Vanillekipferl … merkste selbst, oder?^^

Vanillekipferl sind absolute Seelenwärmer und ein Festgebäck der feinsten Sorte. Sie gehören auf jeden bunten Weihnachtsteller – also versteckt eine Dose mit dieser wertvollen Fracht sehr gut, damit ihr zu Weihnachten noch ein paar Kipferl habt. Das erfordert Disziplin, aber das geht schon. 

Väterchen Frost

Väterchen Frost ist eine Figur aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern, die an den Weihnachtsmann angelehnt ist. Sein offizieller Wohnsitz ist Veliky Ustyug, eine russische Stadt, wo es sogar einen „Väterchen Frost Erlebnispark“ gibt. Also wenn ihr mal da in der Ecke seid, schaut doch mal vorbei.

 

Seinen Ursprung hat Väterchen Frost in der slawischen Mythologie und ist eher eine Symbolfigur des Winters. Erst später bekam er die Aufgabe Weihnachtsgeschenke zu verteilen. Während der Sowjetzeit (1922 – 1991) war Väterchen Frost eher das Symbol des „abscheulichen Bürgertums“ … was auch immer das genau heißen soll …

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat man ihn aber als Gaben bringender Weihnachtsmann quasi wiederbelebt. Aber in Russland tickt die Uhr eh anders.

Väterchen Frost wird von seiner Enkelin Snegurotschka (Schneemädchen) begleitet. Aber nicht zu Heiligabend oder einem der beiden Weihnachtstage „unserer Zeit“ … Er erscheint erstmals in der Nacht vom 31. Dezember und dem 1. Januar – aber die Bescherung gibt es wohl erst zum Dreikönigstag. Es gibt da verschiedene Quellen (aus denen man nicht so ganz schlau wird). Also nagelt mich da nicht fest^^

 

Jetzt mal unabhängig davon, wann Väterchen Frost für die Bescherung sorgt, ist erst einmal wichtig, wie er unterwegs ist. Mal trägt er einen blauen Mantel – mal einen Roten. Wie unser Weihnachtsmann hat auch er einen weißen Bart. Er trägt eine Pelzmütze und hat ein Zepter in der Hand. So ausgestattet ist er in einem Schlitten unterwegs, das von Pferden oder Rentieren gezogen wird. Wie schon erwähnt, wird er von Snegurotschka begleitet. Einem jungen Mädel, das oft mit einem weißen oder hellblauen Kleidern auftaucht … Schneemädchen halt.

Im Prinzip ist VäterchenFrost eben so etwas wie unser Weihnachtsmann und Snegurotschka das Christkind … oder so. Nur halt mit den Zeiten … na, ich weiß ja nicht. Also ich möchte nicht bis zum Dreikönigstag auf meine Geschenke warten.

Vierundzwanzigster Dezember

Den 24. Dezember nennt man eigentlich nur so lange so, bis das letzte Türchen am Adventskalender geöffnet wird. Ab dann ist Heiligabend – egal ob morgens, mittags oder abends. Man könnte auch Tag der Erlösung sagen … oder noch einmal richtig Panik schieben. Wenn einem gegen 13:55 Uhr einfällt, dass er doch noch ein Geschenk braucht … oder eine ganz wichtige Zutat für das große Weihnachtsessen.

Manchmal ist es auch der große Tag der Anreise. Wenn Familien sich an einem Ort nach einem Jahr wieder zusammen finden usw.

So Floskeln wie z:B.: „Du bist aber groß geworden“ … die muss man über sich ergehen lassen. Schließlich gibt es ja noch Geschenke … Ich sach nur.

 

Es gibt ja sehr viele simple Traditionen an Heiligabend. Das fängt beim Essen schon an. Da gibt es dann Kartoffelsalat mit Würstchen, oder Raclette … oder sonst etwas, das man leicht, schnell, oder vorher vorbereiten kann. 

Ich hab das früher ja regelrecht zelebriert … früh morgens, wenn alle noch geschlafen haben, stand ich bereits in der Küche und meinen Kartoffelsalat gebastelt, damit der auch gut durchziehen konnte. Der Rest des Tages ging dann recht ruhig über die Bühne. Die Hauptaufgabe lautete dann: Wir warten aufs Christkind.

Wie schon oben erwähnt, gibt es aber dann Leute, die dann noch dringend was besorgen müssen. Und ich meine jetzt nicht die, die z.B. das bestellte Fleisch vom Metzger holen. Nein – ich meine die, die kurz vor Ladenschluss noch Zutaten holen müssen, die eigentlich in jedem Haushalt auf Vorrat da sein sollten … oder gar Geschenke. Also mehr Panik geht doch schon gar nicht mehr^^

 

Aber im Optimalfall ist alles im Haus.

Und dann kann man sich auf die weihnachtliche Familienzeit freuen. Und wenn dasn die Bescherung und das Essen gelaufen ist, gehört es für viele Familien zur guten Tradition, dass man noch zur Christmette geht. Kann jeder machen, wie er möchte – ich tu es nicht. Ok – in meinem Fall ist es mit spät raus ja eh nicht ganz so dolle. Aber ich muss gestehen – ich mag es an Heiligabend dann doch eher ruhig, harmonisch und weihnachtlich gemütlich.

Vom Himmel hoch

"Vom Himmel hoch, da komm ich her" ist ein bekanntes deutsches Weihnachtslied, das Martin Luther zugeschrieben wird. Es wurde vermutlich 1535 erstmals veröffentlicht und basiert auf einer traditionellen Volksweise. Luther soll es für die Weihnachtsbescherung seiner Kinder geschrieben haben. Das Lied erzählt die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive eines Engels, der den Hirten die Geburt des Jesuskindes verkündet. Es gehört zu den bekanntesten und meist gesungenen Weihnachtsliedern im deutschen Sprachraum und wurde auch von Johann Sebastian Bach in seinem Weihnachtsoratorium verwendet.

Obwohl es Martin Luther zugeschrieben wird, gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob er den Text vollständig selbst verfasst hat oder ob er auf vorhandene Volksweisen zurückgegriffen hat. Allerdings wurde die heute bekannte Melodie wohl von Martin Luther komponiert.

"Vom Himmel hoch" wird als wichtiges Weihnachtslied angesehen – bzw. angehört, das die Weihnachtsgeschichte auf eine zugängliche und feierliche Weise vermittelt. Mir persönlich ist das Lied eine Spur zu schwer. Es ist schön, ja – aber ich bevorzuge dann doch eher die fröhlichen Weihnachtslieder. Und zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden.

"Vom Himmel hoch" gehört so oder so zur Sammlung der ganz großen Weihnachts-“Hits“, das in der Weihnachtszeit einfach nicht fehlen darf.

Vorbereitungen

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten … sonst wär mein Abschnitt zur Weihnachtsplanung ja auch etwas albern, Ich sach nur^^

Es geht ja letztendlich immer noch um die Geburt von Jesus Christus … Aaaaber – im Zuge der ganzen Bräuche und Traditionen geht dieser Gedanke schon mal verloren. Beim Anzünden der ersten Kerze am Adventskranz, denkt man vielleicht mal kurz dran. Aber warum sollte Jesus euch beim Kneten des Plätzchenteiges in den Sinn kommen? Oder beim Gang zum Weihnachtsmann … da schießt echt niemandem in den Kopp:“Oh … bald hat Jesus Geburtstag“ - einfach nein – is nicht so.

Der Advent ist eine vierwöchige Periode, wo die Vorbereitung nicht nur aus Arbeit besteht. Klingt manchmal vielleicht so, weil man Kekse backen möchte, dann noch dekorieren, Geschenke kaufen und einpacken, nen Baum besorgen … klingt nach Stress … aber der größte Stressfaktor ist ja der ganz normale Einkauf, weil da die Leute irgendwie am Rad drehen. Ja gut – so manche Situation in der Familie macht das Weihnachtsfest auch schon mal stressig, worauf man sich evtl. vorbereiten muss.

 

Am besten bereitet man sich in aller Ruhe auf Weihnachten vor. Man beginnt den Tag mit dem Türchen am Adventskalender und dann arbeitet man nach und nach seinen Weihnachtsplan ab. Man lässt sich mit Weihnachtsmusik besudeln und dann geht es später gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt. Ich denke, so bereitet man sich dann optimal auf das große Weihnachtsfest vor. 


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