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Die Weihnachtsgeschichte nach … äh … Zippelmütz

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas dürfte ja jedem so halbwegs geläufig sein.

Darum nehmen wir von der Story mal etwas Abstand … hahaha – welch geschickter Wortwitz zu diesen Zeiten^^

Jedenfalls hat Zippelmütz sich ma wieder Gedanken gemacht, wie dieses Ereignis heutzutage in Werne an der Lippe aussehen könnte … wovon Lukas uns eigentlich erzählen wollte:

Denn es war ja in Wirklichkeit so: Der im Münsterland bekannte Kiepenkerl Josef war gerade mit seinem vertrauten Weibe, der Maria, unterwegs. Die Zeit drängte ein wenig, denn sie war schwanger und sollte in den nächsten Tagen ein Kind zur Welt bringen. Eben das Christkind, worum sich die ganze Chose hier ja dreht. Eigentlich wäre die Geschichte hier zu Ende, denn wir haben ja schon einen Christ, und der ist weiterhin unser Bürgermeister! 

Aber – es geht dann doch noch etwas weiter. Der Kiepen-Jupp und seine Maria suchten jedenfalls eine Herberge.

Und es war jetzt auch echt fünf vor zwölf, denn Maria trug mittlerweile ne Wanne vor sich rum … das war schon nicht mehr feierlich. Aber das war jetzt gar nicht so einfach … so mitten im Lockdown^^ Da ne Herberge zu finden war eigentlich unmöglich, weil ja alles dicht war. Und dann diese nervige Stoff-Maske im Gesicht … Der Kiepen-Jupp schaute sich um und fand einfach nichts, wo Maria werfen könnte. Jetzt kamen die beiden auf die glorreiche Idee, es mal im Krankenhaus zu versuchen. Dort angekommen, wurden sie aber vertröstet, da man den Platz für die Corona-positiv-getesteten frei halten wollte. Aufregung war da nun ganz schlecht für Maria, aber als man ihr den Rat gab, die Geburt zu verschieben, da sah sie rot! Sie schimpfte wie ein Rohrspatz und gab erst mal der AFD die Schuld. Das macht man ja heute so. Man verflucht jeden Zweifler, nennt sie Covidioten … oder potentielle Mörder … Na ja, vor lauter Frust kann das schon mal passieren – auch wenn es falsch ist, einfach alles und jeden über einen Kamm zu scheren. Aber das ist ein anderes Thema^^

Jedenfalls kamen die beiden Suchenden nun in die Innenstadt … Dort gab es – nicht nur aufgrund dieser fürchterlichen Pandemie – viel Leerstand. So machten Maria und Josef aus der Not eine Tugend und fanden in einem Laden Unterschlupf.

Jetzt war es auch höchste Eisenbahn, denn die werdende Mutter stand schon enorm unter Druck. 

Währenddessen kamen ein paar Hirten und schauten recht lustig in der Gegend herum. Darum heißen sie ja auch: Schaulustige^^

Und mit einem lauten Knall flog plötzlich ein Egel vom Himmel hoch und jauchzte so zwei drei mal: „Platz da … macht mal ne Rettungsgasse“.

Die Hirten guckten jetzt ziemlich limitiert und vergaßen vor Schreck nun auch noch den nötigen Abstand bei dieser Versammlung. Der Engel schnappte sich ein Mikrofon und legte los. Nachdem er die Versammlungsregeln vorgetragen hatte, bat er einen Moment um Stille … Aus dem Laden ertönte kurz ein „Fump“ … und Marias Kind war geboren. 

Der Engel blickte zu dem Laden, erhielt einen Daumen hoch … und setzte zur frohen Kunde an: „Fürchtet euch nicht, ihr Schisser! Ihr habt eh viel zu viel angst, ihr Nasen … aber es is ja so - ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr“!

Der Engel fuchtelte noch so n bisken mit den Flügeln hin und her … und faltete sie spektakulär auseinander und posaunte:“Töröööö – Dort drüben findet ihr ein Kind, dass in Windeln gewickelt in der Krippe liegt.“

Da überkam es einen der Schafhirten und dieser schrie: „Corona is keine Grippe“!

Der Engel legte die Stirn in Falten und meinte:“Krippe … nicht Grippe“ …

Nach diesem kleinen Zwischenfall beendete der Engel seine Show und verschwand ebenso spektakulär, wie er gekommen war.

Das mussten die Leute ersma irgendwie verdauen und sprachen untereinander: „Wow, das war ja mal nicht schlecht … Kommt, wir gehen mal hin, und gucken uns das mal an, was der Engel da grad vom Stapel gelassen hat“. Und sie kamen eilend, und fanden beide, Maria und Jupp - dazu das Kind in einer Krippe liegend.

Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort über Facebook, Twitter und Instagram aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Man wunderte sich jetzt allgemein schon ein wenig, was die Leute da erzählt haben. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Zum großen Finale war nun eigentlich ein tolles Feuerwerk geplant … aber auch das wurde wegen dem großen „C“ verboten. So knipsten die Hirten das Licht an und aus, weil man ja dringend ein Zeichen setzen musste^^ Nun priesen und lobten sie Gott für alles, was sie so gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Später kamen dann auch noch die heiligen drei Blockwarte vorbei, die auf die Namen Lars Christmas, Udo Fröhliche und Felix Navidad hörten. Sie hatten sogar ein paar Geschenke dabei: Eine FFP2-Maske, eine Flasche Desinfektionsmittel und Möhren … irgend sowas. Das ganze Zeugs packten die drei dann zu dem Kind in die Krippe, womit auch ersma Ruhe im Karton war – daher ja auch „Stille Nacht“.

Mit der Ruhe war es dann aber relativ schnell wieder vorbei. Der Kiepen-Jupp hatte sich nämlich um etwas Nahrhaftes für das Neugeborene gekümmert … Er musste aber schnell einsehen, dass Kartoffelsalat nix für das Babyfläschchen is. So bekam er dann ersma nen sauberen Anschiss von seiner Maria … und als Zugabe auch von dem Baby^^

In diesem Sinne – Frohe Weihnachten und bleibt gesund!