Die Zippelmütz-Kolumne  - Hier kolumniert der Herr frei aus der Mütze heraus!

ESC – Was ist denn da passiert???

Früher saß man gemeinsam mit Familie und Käsepilz vor dem Fernseher, und hat Grand Prix geguckt. Als man dann älter war, gab es die ersten Partys mit Freunden und Käsepilz. Und 2018? Da gewinnt der Käsepilz den ESC!

Wobei ich dem Käsepilz da wirklich unrecht tue – Denn der Käsepilz kann wenigstens was^^

 

Die 25-jährige Netta hat sich für Israel zum Sieg des ESC gegackert. Nun – Auffällig war es in der Tat. Schrill – bunt – was völlig anderes. Aber sonst? Nicht zu gebrauchen!

ESC – Eurovision Song Contest … Song Contest … Darüber stolper ich aber schon seit mehreren Jahren. Lieder, die richtig was taugen, gewinnen da nicht so oft – schlagen dafür aber in den Charts ein. Ich fürchte, Nettas Lied „Toy“ schlägt da auch ein. Aber auch nur, weil es ja so Mode ist, sich an die #Metoo-Debatte dran zu kleben. Das – und viele andere Themen sind wichtig, und ich finde gut, dass man drüber spricht. Aber es gibt Situationen, da ist es wirklich unpassend, weil es das eigentliche Ereignis zerstört. Der Echo wird nicht die letzte Gala sein, die darunter leidet. Filmfest in Cannes, der Oscar, der Grammy … überall ballert man seine politische Meinung raus, und plättet damit die eigentliche Sache, um die es geht.


Das ESC-Ergebnis ist das beste Beispiel. Es gab viele tolle Lieder, und ein Tipp wollte mir diesmal so gar nicht entgleiten. Fest stand für mich aber: Dieses Lied darf nicht gewinnen! Einfach weil es entsetzlich schlecht ist. Das ist jetzt meine Meinung, und über Geschmack lässt sich ja streiten. Aber ich steh ja nicht alleine da. Verschiedenste Musikstile verteilen sich in meinem Freundeskreis. Da ist man nicht immer einer Meinung. In diesem Fall war jedoch kollektives Koppschütteln angesagt.

 

Bei Michael Schulte waren wir uns alle dann wieder nicht so einig – aber das macht nix. So ist das beim ESC nun mal. Ihm kann man zu einem grandiosen 4. Platz einfach nur gratulieren!

 

Das Problem ist aber, dass es beim ESC einfach nicht mehr um den Song geht – und das macht mir Sorgen! Ok … wir müssten nach Gildo Horn und Alf Igel eigentlich schweigen – aber das war ne Spaß-Aktion, und ordentlich mit einem Augenzwinkern versehen. Das war ja so gesehen sogar eine Huldigung an den Grand Prix vergangener Zeiten.

Damals ging es noch um den Song – Und nun? Manche Leute reden davon, dass ein Zeichen für ganz Europa gesetzt wurde. Zeichen? Da wurde ja noch nicht mal ein Notenschlüssel für gedengelt! Es war einfach entsetzlich schlecht. Von den hässlichen Grimassen der „Künstlerin“ mal zu schweigen.

 

Ich hoffe ja immer noch, dass es einfach nur ein genialer Werbegag der Firma war, die diese Winkekatzen produziert. Dann hat das natürlich seine Wirkung erziehlt – wenn auch den wenigsten aufgefallen ist, dass eine Katze schon im Halbfinale und bei den Proben gar nicht gewunken hat. Aber das nur nebenbei.

 

Sollte das jetzt nicht der Fall sein … dann frag ich mich – und das zurecht: WAS IST DA PASSIERT?

 

Ach du dickes Ei !!!

Habt ihr noch alle Ostereier im Nest?

Kaum ist Weihnachten vorbei, feiern wir schon das nächste traditionsgeprügelte Familienfest der Christenheit – Ostern. Nicht falsch verstehen … ich mag Ostern. Aber in Zeiten wie diesen, wo man doch so viel von Heimat und Traditionen redet, darf man vielleicht mal fragen: Wie sehr hält man es denn nun mit Traditionen und Bräuchen?

In den sozialen Medien hat man es schon am Karfreitag erahnen können. Mit dem Wissen um diese Feiertage ist es nicht so weit her! Da werden Bilderchen mit Hase und Osterei gepostet – und darauf steht: Euch allen einen schönen Karfreitag^^

Nun – ich bin jetzt echt nicht so der Christ … Eher im Gegenteil. Ich bin zwar christlich erzogen, und im Ausweis steht auch irgendwas mit katholisch … aber sonst? Wer mich auf Facebook verfolgt, der weiß, dass ich eh nicht in den Himmel komme. Aber so ein Ostereierbild mit Karfreitags-Gruß , das würd selbst mir nicht einfallen.

Warum „feiern“ wir denn Karfreitag? Ehrlich gesagt, so richtig feiern ist das ja nicht. Wir brauchen nicht zur Arbeit und hängen zu Hause rum. Also wie Jesus, dem wir an diesem Tag gedenken, weil er am Kreuz für uns gestorben ist, und all unsere Sünden auf sich genommen hat. So sagt es zumindest die Bibel. Das wäre heutzutage nicht so leicht … so viele Kreuze gäb es gar nicht! Aber da ist nun also jemand für uns gestorben, und wir posten fröhliche Hasenbilder? Nicht euer Ernst?!

 

Wenn jemand in eurem Bekanntenkreis stirbt, denkt noch einmal an meine Worte, und greift dann doch bitte zu einer fröhlichen Gratulations-Karte. Es gibt tolle Karten … z.B. für Neu-Rentner: „Willkommen im Klub“ - „Endlich geschafft“ - „Jetzt geht´s los“ … usw. Merkt ihr was?

 

Fröhlich wird es dann zu Ostern. Am Ostersonntag feiern wir dann die Auferstehung Christi. Alles Leben erwacht, und der Frühling macht alles neu. Da darf es dann vor Hasen und Eiern nur so krachen.

Aber nööö – da gibt es ja auch was zum Diskutieren.

Prof. Dr. Jörg Meuthen von der AFD hat sich am Gründonnerstag ein wenig über den „Traditionshasen“ ausgelassen, den man käuflich erwerben kann. Um das mal klar zu stellen: Wir reden hier über einen Schokoladenhohlkörper in Hasenform^^

Eigentlich keine weltbewegende Sache … oder? Denn im Fachkreis der Schokohasen redet man bereits von einer „Meutherei“!

In seinem Post gibt es einen kleinen Denkanstoß:

 

Unser Land ist christlich geprägt, nicht islamisch; deshalb heißt es bei uns Osterhase, Osterei und Osterfest - nicht dagegen Traditionshase, Traditionsei und Traditionsfest. Vielleicht besteht die nächste Stufe des Irrsinns dann in der Forderung, die Osterinsel in Polynesien möge in „Traditionsinsel“ umbenannt werden?“

 

Sollte vielleicht ein lustiger Witz sein – ist es aber nicht. Die Traditionsreiche Inselregion Polynesien liegt ja nicht wirklich in Deutschland. Politisch gesehen gehört die Osterinsel zu Chile, wo sich bei dem Herrn Prof. Dr. ja evtl. wieder der Kreis schießen könnte …

Gehen wir doch mal an die Symbolik des Hasen. Für mich gehört der Osterhase einfach zu Ostern dazu. Es ist ein traditionelles Symbol, das sagt: „Hey, Zippelmütz – es ist Ostern“ … mehr nicht! Ich bin damit so aufgewachsen, ich mag Hasen – und gut ist.

Bibeltechnisch begründete man die Hasensymbolik mit der lateinischen Übersetzung. Seit der Spätantike symbolisierte man mit „Hase“ den schwachen Menschen.

Angsthase“ … „Hasenfuß“ … macht also irgendwie Sinn. Hat mit Ostern an sich also gar nix an der Mütze, denn Hasenfüße gibt es immer.

Jetzt kann man sich natürlich darüber aufregen, dass es da „Traditionshase“ heißt, statt „Osterhase“ … O.K.^^

Der Traditionshase hoppelt aber schon seit zig Jahren über die Kassenbons. Genau so, wie der Schmunzelhase oder der Goldhase.

Und wenn gewisse Leute sich darüber aufregen, darf man doch zurecht fragen: „Habt ihr noch alle Ostereier im Nest?“

Herr Meuthen ist ja auch bereits ein wenig zurückgerudert, und es gibt wesentlich wichtigere Dinge zu besprechen. Aber schon in ein paar Monaten reden wir erneut darüber, wenn die ersten Zipfelmänner in den Regalen stehen^^

 

Ich pfeif mir jetzt fröhlich nen Schokihasen rein. Mir doch egal, wie der auf dem Kassenbon genannt wird – schmecken muss er! In diesem Sinne – Frohe Ostern!

Lasst doch einfach den Alk aus dem Kopp … wenn ihr es nicht vertragt …

Der Rosenmontag – schön mit gut gelaunten Närrinen und Narren, bunt geschmückten Wagen, fantastische Kostüme, Bonbons, Popcorn usw. Ja, war schon toll, und das Wetter hat ja auch mitgespielt. Da hat sogar das Bierchen trotz der Temperaturen geschmeckt. Ja – ich habe Bier getrunken. Umso schlimmer, dass ich hier nun den Finger hebe, und einen auf Moralapostel mache!

 

Aber was gestern vor – und vor allem nach dem Rosenmontagszug in Werne abging, besorgt mich auf so vielen Ebenen. Aber das war sicher nicht nur in Werne so.

Schon gegen 12 Uhr Mittags saßen die ersten Experten gut verteilt in der Stadt, und zogen sich so manches Getränk rein, dass für deren Alter eindeutig nicht vorgesehen war.

Auch unterwegs liefen mir immer wieder Jugendliche über den Weg, die munter diverses hartes Zeug dabei hatten …

OK – wir waren früher sicher auch keine Engel – ABER … ICH HAB MIT 13-14 JAHREN SICHER NICHT SO GESOFFEN!

 

Dann kam der Rosenmontagszug, und da, wo ich stand, war eher die ruhige Ecke(Ich weiß schon warum). Nach dem Zug ging es dann Richtung Markt und Kirchplatz … Der eigentlichen Party-Zone …

Da war sie … die feiernde Meute – und leider auch schon sehr viele angeschickerte Jugendliche … Zugegeben, leicht angeschossene Personen des älteren Semesters torkelten auch rum, waren aber eben nicht so präsent, wie die Jugendfraktion.

Ich will ja gar nicht den Alkohol verbieten – dann würde ich mir ja selbst in beide Knie schießen – aber muss man sich denn so die Hirse voll knallen, dass man gar nichts mehr auf die Kette kriegt? Es kam, was kommen musste: Erste Opfer, die gar nicht mehr ansprechbar waren … wild torkelnde Suffköppe, die alles rammten, was im Wege war (inklusive Personen und Kirche … aber die war stärker) usw.

Ganz schlimm war die Art und Weise, wie so manches Mädel auf fragwürdige Weise um Hochprozentiges bettelte … Und das zu #MeToo – Zeiten … Aber dann später einen auf Belästigung machen, oder wie?

 

Pöbeleien, Schlägereien und natürlich die Wildpinkelei ließen auch nicht lang auf sich warten (Da war übrigens jedes Alter vertreten!).

Ich kann ja meine Klappe nicht halten … und da gab es dann flux ein:“Aufhören – Einpacken“ … hat natürlich keiner im Suff drauf reagiert^^

Und da liegt vielleicht auch schon eines der Probleme: Der Respekt! Respekt vor anderen,Respekt vor Regeln – und Respekt vor Alkohol.

Nun gibt es sicher Eltern, die sofort sagen: „Mein Kind macht das nicht“ …. Ja nee, is klar – guckt doch nochmal genauer hin. Wessen Wodka-Pulle ist denn das denn da in eurem Vorgarten? Aber aufpassen … nicht, dass man noch in die Kotze tritt^^

 

Sämtliche Größen im Werner Karneval sind wirklich genauso geschockt, wie ich! Heißt Feiern denn wirklich nur noch Saufen, bis der Arzt kommt?

Das kann – und will ich so gar nicht wahr haben! Wildes besaufen unter dem Deckmantel des Karnevals …

 

Liebe vollgesoffene Jugend,

habt ihr auch nur den Hauch einer Ahnung, was das für eine Arbeit es ist, den Karneval zu organisieren?

Wisst ihr, wieviel Herzblut im Karneval steckt?

Wisst ihr überhaupt, warum man Karneval feiert?

 

Wenn ihr so toll seid, dann stellt doch selber mal was auf die Beine! Aber das – was ihr am Rosenmontag gezeigt habt, war ganz ganz große Scheiße!

Wieso klappt es denn bei anderen Jugendlichen? Die gehen im Zug mit, oder feiern friedlich und in maßen den Werner Karneval. Aber nööö … man muss sich ja die Hirse zu knallen, bis man nicht mal mehr weiß, ob man Männlein oder Weiblein is^^

 

Ich fürchte, dass der Rosenmontag 2018 noch lange ein Thema sein wird, und hätte ernsthaft Verständnis dafür, wenn 2019 gar nicht erst auf den Straßen gefeiert wird – Ergo … auch kein Rosenmontagszug. Wäre es das, was ihr wollt? Ja dann seid ihr ja kurz davor, diese schöne Tradition zu brechen – ICH GRATULIERE!

 

Noch fünf Minuten, Mama …

Ihr kennt das bestimmt auch von früher – da spielt man im Kinderzimmer auf dem Boden mit Lego, und dann kommt Mama rein, und sagt: „Jetzt ist aber langsam Schluss hier, Zeit fürs Bett“! Puh … das war das Zeichen für die täglichen Verhandlungen^^ „Noch fünf Minuten, Mama“ …

 

Mamas Uhr muss ne ziemlich olle Zwiebel gewesen sein, denn es hat dann so 10 – 15 Minuten gedauert, bis sie wieder kam. „Wir spielen gerade so schön“ … Mein großer Bruder und ich haben uns die Verhandlungsphrasen ohne jede Absprache aufgeteilt.

 

"Wir spielen gerade so schön" … Mein Bruder und ich … Ja nee, is klar^^

 

Aber irgendwann war ja dann wirklich Schluss.

Heute vor 10 Jahren war dann endgültig Schluss – aber mit allem! Der 26. Oktober 2007 sollte der letzte Tag sein, an dem ich meine Mama gesehen habe.


Zwei Tage zuvor ging sie mehr oder weniger freiwillig ins Krankenhaus. Eigentlich ging es ihr nach der letzten Chemo etwas besser, aber sie wollte sich ein bisken auf Vordermann bringen lassen.

Für mich war das alles ok, denn ich hatte ja auch was davon. Ich hatte mich damals um den Haushalt gekümmert, denn Mama konnte das nicht mehr.

Wir haben immer viel geredet, und auch zwischendurch ordentlich gelacht – auch wenn die Sorgen noch so groß waren. Noch eine Woche vorher sagte sie mir ganz trocken: „Wenn ich jetzt sterbe … das werd ich nicht überleben“ … Ja, das war Mama – das war unser Humor, unsere Art, mit Kummer umzugehen.

 

Ich war damals echt in dem Glauben, dass ich nun ein bis zwei Tage Pause habe, und dann so richtig Grund in die Bude bringen konnte. Denn eine Woche wäre Mama bestimmt im Krankenhaus.

Aber noch am selben Abend stellte das Schicksal meine Pläne komplett auf den Kopf!

 

Papa ist noch mal eben auf ein Stündchen zum Krankenhaus gefahren, wie er das sonst auch tat, als plötzlich das Telefon klingelte … Papa war dran …

Kein gutes Zeichen! Papa und ich mögen telefonieren überhaupt nicht, aber es musste sein. Du hörst zwar, was er sagt … aber du verstehst es nicht … es ist einfach zu hoch für dich. Aus einem erwachsenen Kerl, der schon einiges durchgemacht hat, wird auf einmal ganz schnell wieder dieses kleine Kind, da oben auf dem Bild, dass nach seiner Mama wimmert. Und auch jetzt kullern die Tränen wieder :(

 

Man schaltet zwischen den Systemen hin und her: Zack, erwachsen … Tante angerufen, damit sie mich abholt … umschalten – kindliches wimmern … umschalten – meinen Bruder anrufen. Ich weiß nicht mehr, was ich ihm da alles erzählt hab – ich weiß nur, dass ich ihm sagen musste, dass es ihr sehr schlecht geht, und man ihr im Krankenhaus ein Zimmer fertig gemacht hat … das Sterbezimmer.


Die Zeit danach habe ich wie in Trance erlebt. Der Arzt erzählte uns irgend ein Zeug, von wegen Zeitfenster. Heute, Morgen … nächste Woche … Sie konnten nicht genau sagen, wann – nur dass sie sterben wird. Erklär das mal dem Knirps da oben auf dem Bild^^

 

Da war nichts mehr mit verhandeln, wie wir das früher gemacht haben. Der Krebs hat nach und nach all ihre inneren Organe angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Ihr Gesicht, ihre Hände … alles war so gelblich … und was macht Mama? Klar war sie erstaunt, dass so viel Besuch auf einmal da war, aber sie lächelte.

 

Von da an hab ich einen kleinen Filmriss. Bis zum Freitagmorgen, eben diesem 26. Oktober 2007. Da war es wieder, dieses Umschalten. Es war schon mehr Verwandtschaft da, wie am Mittwoch. Einer meiner Onkel hat noch zu meiner Mama gesagt, sie solle aufstehen^^ Mama hat das schon gar nicht mehr mitbekommen, sie konnte nicht mehr reden, und wenn sie die Augen kurz auf hatte, sah sie uns nur verzweifelt an. Da kommt der Depp, und meint, sie solle aufstehen! Ich war ziemlich kurz davor, ihm eine zu ballern! Keine Ahnung, wer, oder was mich zurückgehalten hat …

Ich bin dann runter gegangen – kurz eine rauchen. „Mama wird schon den Moment warten können“ … ich glaub, unseren Humor hab ich erwähnt, oder?


Als ich dann wieder oben war, wurde ich wieder zu dem kleinen Kerl, da oben auf dem Bild. Nach und nach atmete Mama immer weniger … bis gar nichts mehr kam :(

Wollte mir natürlich wieder keiner glauben, als ich das Papa und meinem Bruder sagte ...

 

Ich hasse diesen Satz so sehr – aber ich muss ihn auch heutzutage immer wieder sagen, bzw. denken: „Ich hab es doch gesagt“! … da steht der kleine Knirps, und bettelt darum, dass man ihm glaubt – oder zuhört …

 

Ich habe Mamas Anblick jeden Tag im Kopf … sie wusste in der größten Not immer einen Ausweg, oder ließ uns zumindest in dem Glauben – diesmal sagten ihre Augen etwas Anderes. Und das letzte Bild von ihr … sie sah aus, als würde sie friedlich schlafen …

 

Diesmal gab es keine weiteren 5 Minuten – nichts …

 

Ich habe immer noch damit zu kämpfen. Ich kann auch nur schlecht irgend welche Arztserien gucken. Wenn ich mitbekomme, dass jemand stirbt, steht jedes mal der kleine Junge(da oben auf dem Bild) neben mir, und fängt an zu weinen.

 

Jetzt kann ich es ja sagen – es liest ja keiner mit … Der kleine Junge auf dem Bild … das bin tatsächlich ich – als kleiner Zippelmütz mit 5 oder 6.


Ich habe einiges geerbt von Mama – keine Reichtümer, nichts materielles … und dennoch gehöre ich wohl zu den reichsten Menschen der Welt. Ich trage ihre Güte im Herzen, und auch ihren Sinn für Gerechtigkeit – und ich helfe, wo ich kann. Es gibt viele Gelegenheiten, wo Mama bei mir ist. Wenn ich koche, backe – oder wenn es um Weihnachten geht.

 

Ich bin auch froh, dass ich hin und wieder zu dem kleinen Knirps, da oben auf dem Bild werden kann. So eine Situation war zuletzt bei Sim-Jü. Das hätte meiner Mama auch gefallen.

Aber jetzt, wo wieder die Tränen purzeln, kann ich nicht zu ihr laufen.

 

Sie ist nicht mehr da – seit 10 Jahren nicht mehr ...

 

 

Das üble Geschäft mit dem Tod

Wenn es den Medien nicht schnell genug geht ...

www.tompetty.com
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Los Angeles/Werne - Der US-Sänger Tom Petty ist tot … „Endlich“ ist man fast geneigt zu sagen. Ich bin darüber sehr traurig. Denn mit Hits wie „I Won’t Back Down“, „Free Falin“, aber auch als Familienmitglied der „Traveling Wilburys“, brachte er viele schöne Momente in mein Leben.

 

Aber nun meine Frage: „Was haben die Medien denn da veranstaltet?“

 

Die Nachricht ist doch nun schon traurig genug. Musikfans in der ganzen Welt trauern um Tom Petty … und trauerten quasi schon zu seinen Lebzeiten - denn da lief sie ja schon, die große Clickbait-Weltmeisterschaft!

 

Am Montagabend, so ab 22:30 Uhr hatten mehrere Medien sein Ableben gemeldet.

Um 23:00 hieß es dann: „Nee, stopp – doch nicht“. Das ging ein paar Stunden so. Mal war er tot, mal „klammerte er sich ans Leben“, usw.

Die Schlagzeilen übertrafen sich, und eigentlich ging es weniger um Tom Petty selbst, sondern eher (mal wieder) um die meisten Klicks im Netz. Viele Nachrufe waren schon geschrieben, da kämpfte er noch um sein Leben.

Gegen 05:30 Uhr unserer Zeit, bestätigte eine Sprecherin und die Familie(dann endlich^^), dass der Musiker an einem Herzleiden starb.

Die Internetseite „TMZ“ und der Fernsehsender CBS hatten allerdings schon vorher über den Tod des Musikers berichtet, was Tom Petty´s Tochter übel verärgerte.

Absolut verständlich, denn wenn jemand stirbt, sollte es der engste Kreis vermelden … und nicht irgendwelche blutsaugende Medien!

So polterte AnnaKim Violette Petty dann auf Instagram auch berechtigterweise los:

Wie könnt ihr es wagen zu berichten, mein Vater sei tot?“ … zu Recht!

 

Versetzt euch mal in die Lage – Ihr seid voller Sorge um den Zustand eures Vaters oder der Mutter, und lest auf Facebook, Twitter usw., dass die Person bereits tot ist – und das, wo ihr doch gerade bei ihr seid^^ kann man sich nicht ausdenken.

 

Nun, die Medien zogen daraufhin erst mal ihre Meldungen zu Pettys Tod zurück, um es ne halbe Stunde später noch einmal neu zu versuchen. So geht es nicht!

 

Meine Bitte an alle, die irgendwas mit Medien machen: Meldet Todesfälle doch bitte erst, wenn es eine offizielle Erklärung der Familie, eines Sprechers oder dem Management gibt. Alles andere ist eine Farce und fernab von jedem Mitgefühl!

 

Die Schlagzeile mit dem Ableben von Prominenten sollte doch eigentlich völlig ausreichen. Aber nein, da wird stets noch einer drauf gesetzt.

Das ist es auch, was mich gerade so traurig macht, und so auf die Palme bringt.


Und es ist ja kein Einzelfall … Diese Art und Weise ist so richtig groß in Mode. Vor ein paar Tagen verstarb Joy Fleming. „Ein Lied kann eine Brücke sein“ - tolles Lied, das auch viele kennen dürften.

Auch das – traurig genug. Und dann kam das „Deutsche Musik Fernsehen“ wieder mit so einem ClickBait-Scheiß (sowas kommt da nämlich jedesmal, wenn jemand aus der Schlager-Branche stirbt)!

Klickt jetzt „Gefällt mir“ und „Teilen“, um ihr auf der letzten Reise alles Gute zu wünschen.“

Geht´s noch? Tut mir leid, das so sagen zu müssen: Ihr habt doch nicht mehr alle Rillen in der Schallplatte!

 

Klar, es geht ums Geschäft, aber es gibt Dinge, da geht es einfach zu weit! Ein Grund, warum ich mich als Zippelmütz aus diversen Themen raus halte.       Da ist weniger einfach mehr ...

 

Ihr habt die Wahl – Luftballon oder Kugelschreiber^^

Am letzten Wochenende hat der „bürgernahe“ Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 begonnen, denn die 19. Bundestagswahl steht vor der Tür! Bis zum 24. September schießen die Infostände wieder wie Pilze aus dem Boden und man bewirft uns mit den tollsten Werbegeschenken und mit noch mehr heißer Luft … oder etwa doch nicht? Was bringen die Info-Blättchen, die Gesprächspartner und vor allem - die Werbegeschenke?

Schon von weitem leuchtet uns der Sonnenschirm in den Parteifarben entgegen, und wir können uns dementsprechend auf einen verbalen Schlagabtausch mit den Wahlkampfhelfern einrichten – denn sie werden dich ansprechen!

 

Je nachdem, wie viel Budget die Parteien für die Werbung raus pfeffern, umso aggressiver ist auch der Versuch, mit kleinen Geschenken deine „Seele zu fangen“.

Mit Kugelschreibern, Einkaufswagenchips, Feuerzeugen, Luftballons, Windrädchen und auch Powerbanks fürs Handy klappt das ganz gut.

Kugelschreiber und Feuerzeuge kann man ja immer gut brauchen, und auch die Chips für den Einkaufswagen sind recht praktisch … aber wehe, man läuft mit den „falschen“ Farben rum. Rot gefällt mir als Fan des FC Bayern ja ganz gut, aber wähle ich deshalb SPD oder Die LINKE? Die CDU geht z.B. mit Orange in den Wahlkampf, obwohl der Balken bei der Wahl in dezentem schwarz angezeigt wird. Die FDP hat bei mir mit gelb relativ schlechte Karten^^

 

Aber die Farben, sowie der Parteiname auf dem Luftballon sollten ja eh nicht mein Kreuzchen auf dem Stimmzettel beeinflussen – Aber darauf setzen die Parteien irgendwo trotzdem!

Zugegeben – es sind wirklich nur ganz wenige Wähler, die nach dem Werbegeschenk entscheiden – aber je nachdem, wie knapp eine Wahl ausfällt, könnte das tatsächlich für den Ausgang ausschlaggebend sein!

Schon der Philosoph Sokrates sagte: “Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an“ … Und wenn es nur ein Slogan auf dem Feuerzeug is …

 

Macht das einmal: Legt euch eine Kiste zurecht, und packt alles rein, was es an den Klapptischen der Parteien so gibt. Wirklich alles – von Flyern bis hin zum Tütchen mit den Gummibären, und guckt, was vor dem Wahlwochenende übrig geblieben ist.

 

Eigentlich geht es ja aber um Inhalte – um das Wahlprogramm … Damit soll man mich überzeugen! Nicht mit irgendwelchem Kleinkram, den ich auch von meiner Tageszeitung oder meinem Supermarkt zwischendurch geschenkt bekomme!

Die Wahlhelfer haben „ihre“ Argumente und Wahlversprechen in der Regel sofort parat – sollte man meinen …

Wenn ich da jetzt ein Problem anspreche, kann es aber locker passieren, dass du gefragt wirst: „Was haben denn die anderen Parteien da zu bieten“?

Äh … Hallo? Das interessiert mich gerade einen Scheiß! Ich möchte wissen, wie die Partei, an dessen Infostand ich gerade stehe, dieses Problem angehen wird.

Wird“ - ganz wichtig … nicht will – sondern wird!

Zack – Dummes Gesicht, die Erste^^ „ähm öh … da müssen Sie uns wählen, dann wollen wir das so machen“ - ÄÄÄ – falsche Antwort! WERDEN is das Zauberwort … „dann WERDEN wir das so machen"!

 

Wieso warten Parteien immer erst bis zur Wahl? Macht doch einfach mal, statt nur zu quatschen! Wenn ich Politiker bin, und gute Argumente hab, kann ich jederzeit auch die Politiker der Gegenpartei überzeugen – und zack, is das Gesetz durch. Das würde auch den Wähler beeindrucken, und unter Umständen dann auch überzeugen.

 

Wie kann es denn sein, dass ich den Wahlhelfern erklären soll, was andere Parteien mir anbieten? Ihr müsst doch MICH überzeugen – Ich bin doch das Zünglein an der Waage. Also lasst euch was einfallen ... Aber kommt mir doch nicht mit billigen Sprüchen, wie aus dem Werbefernsehn^^

Bevor ich aber nun weitergehe, nehm ich noch ein Tütchen Gummibärchen mit …

 

In diesem Sinne – euer Zippelmütz

 

Lieber Urlaub statt Sommerloch

Es ist Sommerzeit! Die Schulen machen Ferien, und dann geht’s ab in den Urlaub. Trotz Urlaub dreht sich die Welt ja weiter. Das merkt man dann auch in den Nachrichten. Jedoch werden die Meldungen oft kürzer und zum Teil auch kurioser … Da greift man dann auch zu „Nachrichten“ aus Facebook. Wenn nichts passiert, oder einem nichts einfällt, dann guckt man die Gruppen durch. Irgendwo gibt es doch bestimmt ein dolles Thema für einen albernen Artikel^^ Ey Leute – habt ihr dafür echt studiert, damit ihr über Nachbarschaftsstreitigkeiten berichtet?

 

 

Es gibt schon komische Redakteure … Die einen hauen wie bekloppt in die AFD-Kerbe, um noch höhere Schlagzahlen zu bekommen, die anderen bedienen sich bei Themen a la: „Mein Arbeitskollege hat von seiner Frau gehört, dass der Nachbar erzählt hat …. usw“

Is mir persönlich etwas zu dämlich!

Im Zippelmütz-Magazin ist auch nicht immer alles für jeden interessant. Geht ja auch gar nicht. Darum hab ich mir gedacht: „Zippelmütz, mach doch einfach mal Urlaub“!

 

Jo – gesagt, getan! Ich hatte ja jetzt schon ein paar persönliche Highlights, und weiß, dass da noch welche kommen. Aber ich hab keine Lust, über nen Sack Reis zu berichten, wie es heutzutage schon größere Tageszeitungen tun, nur, um das Sommerloch zu stopfen … das ja nun mal da ist.

 

Ich will ja jetzt auch gar nicht gegen andere Medien treten – aber wenn es nichts zu vermelden gibt, sollte man sich lieber etwas zur Unterhaltung ausdenken … und nicht irgend welche gekünstelte Horrormeldungen, die sich nach einer Minute googlen als Schwachsinn herausstellen.

Oder eben mal etwas kürzer treten. Ein wenig ausruhen, entspannen … denn bald geht es ja doch schon volle Pulle weiter. In unserer Stadt gibt es Donnerstags in Werne, das StraßenFESTIVAL, Sim Jü, Solebad und noch viel viel mehr. Dann steht bundesweit die Wahl an - die Bundesliga fängt auch bald wieder an … Also da gibt es noch einiges, worüber es sich zu berichten lohnt.

Über den Confed-Cup berichte ich auch nicht … da dürfen wir eh nicht gewinnen, weil ja der Confed-Cup-Sieger nie Weltmeister wird … Bei der WM 2018 wird es hier dafür umso mehr krachen!

 

Also liebe Leute, bleibt mir gewogen. Am 03. Juli setz ich dann wieder mein Zippelmützken auf, und dann geht’s munter weiter.

 

In diesem Sinne – euer Zippelmütz

 

Ach du dickes Ei

Kinder, wie die Zeit vergeht … Noch immer sind die letzten Spuren der vergangenen Weih-nachtstage zu sehn, da steht schon das Osterfest in den Startlöchern. Da braucht ihr gar nicht so zu gucken! Also bei mir ist das so – zumindest, wenn ich auf die Waage blicke. Und zu den Ostertagen gibt es ja schon wieder feines Essen …

Nur noch wenige Tage, dann kommt der Osterhase. Ob als Schokohase, oder als feiner Festtagsbraten auf den Mittagstisch – völlig egal.

Die Frage ist doch vielmehr: Ist es überhaupt ein Hase?

Möglicherweise handelt es sich ja um einen falschen Hasen.

Experten haben nämlich festgestellt, dass es sich viel mehr um Kaninchen handelt. Diese sogenannten Experten haben sich verschiedenste Ostergrußkarten angesehen, sich durch das reichhaltige Schokohasenprogramm der Supermärkte gefuttert, und diverse Dekorationen begutachtet. Die gibt es übrigens schon vereinzelt bis zu 30% günstiger … wird man das Zeug nicht los, oder wie oder was? Nee – wie auch – schließlich sind es keine Osterhasen, sondern Kaninchen!

 

Da haben wir es wieder … DIE bringen einfach alles durcheinander. Denn eigentlich geht es zu Ostern ja mitunter auch um die Auferstehung Christi. Wobei besser gesagt: es geht in erster Linie nur darum, aber wer weiß das heute noch?! Und in Byzanz (Ihr wisst schon – die Ecke, wo die Byzantiner Königsnüsse wech kommen) galt der Hase damals als das Tiersymbol für Christus. Also ein Angsthase war Jesus ja nun nicht … also hatte er vermutlich so große Ohren^^ Und genau da liegt der Hase im Pfeffer – DIE OHREN!

 

Klar sind die goldenen Häschen mit dem Glöckchen süß – is ja auch Schokolade drin … aber die Löffel sind zu kurz! Ergo – isses ein Karnickel und kein Hase! Hätte man besser in der Schule aufgepasst, wüsste man das. Meister Lampe (sprich, der Hase) wird ja auch gern mal als Lehrer dargestellt … Ihr merkt, das hatte schon alles seinen Sinn.

 

Aber dann kommt ja schon das nächste Ding: Wer hat sich denn den Hokuspokus ausgedacht, wo der Osterhase die bunten Eier bringt? Versteht mich nicht falsch – ich mag das voll. Ich finde die Bilder klasse, wo Familie Hase die Eier bunt anmalt, und so. Aber wo ist da der Zusammenhang? Ich meine so mit Jesus und Eier … Dass er mehr Eier hatte, als so mancher Papst in den letzten Jahrzehnten – darüber brauchen wir nicht diskutieren. Aber irgendwoher muss das ja kommen. Jetzt kann man natürlich sagen: Das Ei steht für ein neues Leben. Joa - kann man. Aber warum ist dann zu Ostern der Hase der Chef im Ring – und nicht die Henne? Weil eine Henne keine bunten Eier legen kann. So einfach ist das. Außerdem hat die Henne ja noch kleinere Ohren, und dann würde die ganze Debatte wieder von Vorne beginnen … Aber man würde sich eventuell mal wieder um den Grundgedanken des Osterfestes bemühen.

 

In diesem Sinne - euer Zippelmütz